Kurz & Bunt aktuell - KGS Berlin 2021

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Kurz & Bunt aktuell

Aktuell

Evolution

Über drei Generationen folgt EVOLUTION dem Schicksal einer jüdischen Familie von 1945 bis heute. Der Film ist in drei Teile unterteilt und doch eng miteinander verwoben: In einer verlassenen Gaskammer wird ein kleines Mädchen gefunden, das auf wundersame Weise überlebt hat. Jahrzehnte später in Budapest wird Éva, schon etwas dement, von ihrer Tochter Léna nach Geburtsurkunden und Ausweispapieren gefragt – doch alle offiziellen Dokumente, die sie besitzt, sind gefälscht, um ihre jüdische Herkunft zu verbergen. Und dann ist da noch Évas Enkel Jonás. Er ist gerade mit seiner Mutter nach Berlin gezogen und weiß gar nicht mehr, wer oder was er ist – nur das weiß er: dass er sich als Jude in der Schule ausgeschlossen fühlte. Éva, Léna, Jonas: Großmutter, Mutter und Sohn, gleichzeitig Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Regisseur Kornél Mundruczó und Kata Wéber, die das erschütternd-ergreifende, aber auch bissig-ironische und stellenweise höchst persönliche Drehbuch verfasste, gehen in EVOLUTION der Frage auf den Grund, was es bedeutet, jüdisch zu sein. In eindrucksvollen Bildern beschreiben sie in drei Episoden den Schmerz und die Stigmatisierung, die von Generation zu Generation vor allem unbewusst weitergegeben werden.

Film: Evolution (Ungarn/Deutschland 2021) Regie: Kornél Mundruczó. Besetzung: Lili Monori, Annamária Lang, Goya Rego, Padmé Hamdemir, Jule Böwe. Kinostart: 25.08.2022, Bild: © Match Factory Productions/Proton Cinema



Die Zeit, die wir teilen

Die Pariser Verlegerin Joan Verra, gespielt von Isabelle Huppert, trifft nach Jahrzehnten ihre erste große Liebe wieder. Aufgewühlt verlässt sie Paris und zieht sich in ihr Landhaus zurück. Dort beginnt sie, ihr Leben Revue passieren zu lassen. Joans Erinnerungen verdichten sich mehr und mehr zu einer emotionalen Reise, bei der Wunsch und Wirklichkeit verschwimmen. Doch sie ist nicht allein: Es begleiten sie der exzentrische Schriftsteller Tim Ardenne (Lars Eidinger), der als einzige Konstante fest an ihrer Seite zu stehen scheint, und ihr Sohn Nathan (Swann Arlaud), den sie allein großzog. Der Film mit dem Originaltitel A PROPOS DE JOAN feierte seine Weltpremiere auf der 72. Berlinale. Und damit genau dort, wo die großartige Isabelle Huppert mit dem Goldenen Bären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde. In ihrem neuen Film verkörpert sie Joan Verra in ihrer Paraderolle als selbstbewusste, aber unnahbare Frau. Lars Eidinger spielt mit seinem Image als Schauspieler, der sein Leben zu einer einzigen Kunst-Performance macht, und glänzt als unverbesserlich stur Verliebter.

Film: Die Zeit, die wir teilen (Frankreich, Irland, Deutschland 2022). Regisseur: Laurent Larivière. Darsteller: Isabelle Huppert, Lars Eidinger, Swann Arlaud, Freya Mavor u.v.m. Kinostart: 31.08.2022, Bild: © Camino Filmverleih



Begegnung zwischen Ursprung und Zukunft des Lebendigen

Die vier Ältesten der Kogi aus Kolumbien sind im September 2022 in Europa. Hintergrund der Reise: Die Welt steht vor ökologischen, gesellschaftlichen und individuellen Herausforderungen, die für viele schwer lösbar scheinen. Die indigenen Kogi aus Kolumbien hingegen leben seit 4.000 Jahren eine regenerative Kultur des Gleichgewichts in Beziehung mit sich selbst und der Natur. Seit einigen Jahren schauen sie besorgt auf den Zustand unserer Erde und treten seither aktiv mit Menschen der „westlichen“ Welt in Kontakt. Sie möchten im Austausch dazu anregen, uns an die lebendige Ordnung der Welt zu erinnern und uns darin zu stärken, diese auf die Art und Weise der Kogi zu hüten. Was können wir von ihnen lernen? Können die Prinzipien ihrer regenerativen Kultur auch bei uns Anwendung finden? Welche Rolle spielen beispielsweise Beziehungen dabei? Der Verein „Lebendige Zukunft e. V.“ mit Sitz in Deutschland und in der Schweiz hat die Kogi eingeladen zur Inspiration und zum Austausch mit den Ältesten. Der Verein widmet sich der Verbindung von indigenem Wissen und modernen, regenerativen Ansätzen, um das Entstehen einer zukunftsfähigen Gesellschaft zu unterstützen. Mit dem Erlös aus den Einnahmen der Veranstaltung werden die Kogi bei ihrem Landrückkauf in Kolumbien unterstützt sowie die Gründung einer Akademie für Lebendigkeit finanziert. Das Anliegen der Akademie ist die Förderung von indigenem und ursprünglichen Wissen sowie dessen Anwendung in der modernen Welt. Weitere Infos unter www.lebendigezukunft.org

Treffen mit den vier der Ältesten der Kogi: 13.09.2022 im Michelberger Hotel, Warschauer Str. 39-40, 10243 Berlin. Ab 18 Uhr Dinner mit den Kogi im Michelberger Restaurant (3-Gang-Menu inkl. Getränke) und Vortrag ab 20 Uhr. Preise: Dinner+Vortrag 110 Euro; nur Vortrag 30 Euro. Ticketbuchung unter: https://tickets.michelbergerhotel.com, Bild: © Verein Lebendige Zukunft e. V.



Alle reden übers Wetter

Clara hat es geschafft. Weg aus der ostdeutschen Provinz führt sie als Dozentin ein unabhängiges Leben in Berlin und macht ihren Doktor in Philosophie. Zwischen ihren beruflichen Ambitionen, einer Affäre mit einem ihrer Studenten und der fordernden Freundschaft zu ihrer Doktormutter Margot bleibt wenig Zeit für die Familie. Als Clara mit ihrer jugendlichen Tochter zum 60. Geburtstag ihrer Mutter Inge zurück in die Heimat fährt, wird sie mit ihrem Ideal von einem freien, selbstbestimmten Leben konfrontiert. Wie hoch ist der Preis, den sie dafür zahlen muss? Mit humorvollen, pointierten Dialogen und genauen zwischenmenschlichen Beobachtungen erzählt ALLE REDEN ÜBERS WETTER die Geschichte einer ostdeutschen Bildungsaufsteigerin zwischen Alltag in der Metropole und Aufwachsen in der Provinz. Regisseurin Annika Pinske arbeitete zuvor mit Maren Ade (TONI ERDMANN) und René Pollesch zusammen, für ihren Kurzfilm HOMEWORK gewann sie den Deutschen Kurzfilmpreis.

Film: Alle reden übers Wetter (Deutschland 2022). Regie: Annika Pinske. Besetzung: Anne Schäfer, Anne-Kathrin Gummich, Judith Hofmann, Marcel Kohler, Max Riemelt, Emma Frieda Brüggler, Sandra Hüller. Kinostart: 15.09.2022, Bild: © Grandfilm



Die Küchenbrigade

Seit ihrer Kindheit träumt die Köchin Cathy davon, ein eigenes Restaurant zu führen. Doch ein Streit mit ihrer Chefin zu viel und sie steckt plötzlich in ernsten finanziellen Schwierigkeiten. Eine neue Anstellung auf ihrem Niveau zu finden, erweist sich als fast aussichtsloses Unterfangen. Und so sieht sich Cathy mit fast 40 Jahren gezwungen, das zu nehmen, was gerade da ist: Kantinenköchin in einem Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Dosenravioli, Mikrowelle und eine ungeschickte Küchenbrigade aus Heimbewohnern: Cathy ist in die kulinarische Hölle geraten. Ihr Traum scheint in weite Ferne gerückt. Oder doch nicht?

Film: Die Küchenbrigade (Frankreich 2022) Regie: Louis-Julien Petit. Besetzung: Audrey Lamy, Francois Cluzet, Chantal Neuwirth, Fatou Kaba, Yannick Kalombo. Kinostart: 15.09.2022, Bild: © Stephanie Branchu



Lieber Kurt

Kurt (Til Schweiger) und Lena (Franziska Machens) ziehen gemeinsam in ein altes, renovierungsbedürftiges Haus außerhalb der Stadt, um näher bei Kurts sechsjährigem Sohn, dem kleinen Kurt (Levi Wolter), und Exfrau Jana (Jasmin Gerat) zu sein. Doch bevor ihr Patchwork-Familienglück so richtig beginnen kann, kommt der kleine Kurt bei einem Unfall ums Leben – und lässt drei Erwachsene zurück, die nicht wissen, wie sie mit diesem tragischen Verlust weiterleben sollen. Während der große Kurt sich völlig zurückzieht und – wenn überhaupt – fast nur noch mit Kurtis Mutter spricht, versucht Lena, gefangen zwischen ihrer eigenen Trauer und dem Wunsch Kurt zu trösten, ihre Rolle in dieser nicht mehr existenten Familie zu finden. Mithilfe ihrer Erinnerungen an die schönsten, komischsten und bedeutendsten Momente mit ihrem Kind versuchen die drei Erwachsenen – jeder für sich und alle gemeinsam – auf ihre eigene Art und Weise mit dieser Situation umzugehen.

Film: Lieber Kurt (Deutschland 2022). Regie: Til Schweiger. Besetzung: Til Schweiger, Franziska Machens, Levi Wolter, Jasmin Gerat, Heiner Lauterbach, Marie Burchard, Peter Simonischek. Kinostart: 15.09.2022, Bild: © Filmwelt Verleihagentur / Gordon Timpen / Mathias Bothor



Triangle of Sadness

Mit sorgsam inszenierten Instagram-Fotos nehmen die Models Carl (Harris Dickinson) und Yaya (Charlbi Dean) ihre Follower auf eine Reise durch ihre perfekte (Mode-)Welt mit – und zwar rund um die Uhr. Als das junge Paar die Einladung zu einer Luxuskreuzfahrt annimmt, treffen sie an Bord der Megayacht auf russische Oligarchen, skandinavische IT-Milliardäre, britische Waffenhändler, gelangweilte Ehefrauen und einen Kapitän (Woody Harrelson), der im Alkoholrausch Marx zitiert. Zunächst verläuft der Törn zwischen Sonnenbaden, Smalltalk und Champagnerfrühstück absolut selfietauglich. Doch während des Captain’s Dinners zieht ein Sturm auf und das Paar findet sich auf einer einsamen Insel wieder, zusammen mit einer Gruppe von Milliardären und einer Reinigungskraft (Dolly De Leon) des Schiffes. Plötzlich ist die Hierarchie auf den Kopf gestellt, denn die Reinigungskraft ist die Einzige, die Feuer machen und fischen kann. Mit TRIANGLE OF SADNESS kommt eines der aufregendsten Film-ereignisse des Jahres ins Kino. Regisseur Ruben Östlund gewann für die scharfe Gesellschaftskritik im Mai – fünf Jahre nach dem Erfolg von THE SQUARE – erneut die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes. Diesmal blickt der Schwede mit bitterbösem Humor auf eine Welt, die sich in Habende und Habenichtse aufteilt, schildert einen Mikrokosmos aus Models, Influencern, Millionären, Dienstpersonal und Arbeitern. Doch die glänzende Fassade beginnt zu bröckeln. Ruben Östlund mixt Drama, Satire und Slapstick gekonnt zu einer nie gesehenen, explosiven Melange und sichert sich endgültig seinen Status als einer der bedeutendsten Filmemacher der Gegenwart. So unterhaltsam provokant hält derzeit kein anderer Regisseur der Gesellschaft einen Spiegel vor. An die Seite der jungen Hauptdarsteller Harris Dickinson und Schauspielerin und Model Charlbi Dean stellt Östlund ein großartiges Ensemble aus erfahrenen Darstellern wie Woody Harrelson, Vicki Berlin, Iris Berben, Sunnyi Melles und Dolly De Leon.

Film: Triangle of Sadness (Schweden, Deutschland, Frankreich, Großbritannien 2022). An die Seite der jungen Hauptdarsteller Harris Dickinson und Model Charlbi Dean stellt Östlund ein großartiges Ensemble aus erfahrenen Darstellern wie Woody Harrelson, Vicki Berlin, Iris Berben, Sunnyi Melles und Dolly De Leon. Kinostart: 13.10.2022, Bild: © Fredrik_Wenzel_AlamodeFilm



VORHANG AUF – Die Fantasiekräfte der Kinder anregen …

VORHANG AUF ist eine waldorfpädagogische Zeitschrift für Kinder und Eltern, die mit Geschichten, Spielen, Rätseln und Basteltipps die Fantasiekräfte von Kindern anregt und Wissen auf einzigartige Weise lebendig macht. „Kinder brauchen die Natur, um starke Wurzeln für’s Leben zu bekommen.“ Die Ausgabe Juni–August mit dem Titel „Wildkräuter und Heilkräuter“ bringt Kindern den achtsamen Umgang mit heimischen Pflanzen näher. VORHANG AUF lädt die Leser und Zuhörer mit dieser Ausgabe ein, das Reich der heimischen Pflanzen mit allen Sinnen zu erkunden. Arnika, Gänseblümchen, Löwenzahn, Sauerklee, Spitzwegerich oder Nachtkerze: In der Natur gibt es für Kinder unzählige wilde Pflanzen zu entdecken, die schön aussehen, gut riechen, lecker schmecken und heilsame Superkräfte haben. Welche Kräuter helfen gegen schlechte Laune, Bienenstiche oder Bauchschmerzen? Wie lassen sich frische Brennnesselblätter in knusprige Chips verwandeln und was braucht man, um ein Duftkissen selbst zu basteln? Das alles und noch viel mehr erleben die kleinen und großen VORHANG AUF-Freunde auf ihrem spannenden Streifzug durch die blühende Natur. „Eigene Naturerfahrungen zu sammeln, ist sehr wichtig für Kinder. Sehen, fühlen, riechen, schmecken, spüren, was um sie herum wächst und gedeiht, all diese Sinneseindrücke schaffen eine tiefe Verbundenheit mit der Natur und fördern ein positives Grundvertrauen in das Leben“, erklärt der ehemalige Waldorflehrer und VORHANG-AUF-Herausgeber Eckehard Waldow. „Jede Themen-Ausgabe von VORHANG AUF ist so aufwendig gestaltet wie ein Buch, in das man immer wieder gerne versinkt. Mit wunderschönen Zeichnungen, einfühlsamen Geschichten, Spiel- und Bastelideen möchten wir die Fantasiekräfte in unseren jungen Leserinnen und Lesern wecken. Auch die „Großen“ profitieren von der besonderen Zeitschrift. Im herausnehmbaren Elternteil erhalten die Erwachsenen viele interessante Informationen zum jeweiligen Themenschwerpunkt. VORHANG AUF erscheint viermal im Jahr – im März, Juni, September und Dezember – und kann online bestellt werden unter https://www.waldowverlag.de/abo/

Vorschau auf Ausgabe September–November 2022: Urvölker Nordamerikas – „Die Bewohner der Schildkröteninsel“. VORHANG AUF wirft einen „anderen Blick“ auf das ursprüngliche Nordamerika und der Vielfalt von Traditionen, Sprachen und Lebensweisen. „Unsere kleinen Leser und Leserinnen hören Erzählungen der Urvölker, basteln Kanus, Tipis, Webrahmen und Traumfänger. Und sie erfahren, warum „Indianer“ ein Unwort ist, welche Fehlurteile und Klischees über die mehr als 500 indigenen Nationen verbreitet sind, und wie wir durch Kennen- und Liebenlernen des Fremden Kriege vermeiden können.

Verlosung: 1 Jahr „Vorhang Auf!“

KGS BERLIN verlost ein Jahres-Abo der Zeit-schrift VORHANG AUF.
Bei Interesse tragen Sie sich in das Online-Formular ein unter: https://www.kgsberlin.de/verlosung.html

Verlosungsende ist der 31. Oktober 2022.


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