Filmstarts - KGS Berlin 2020

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Filmstarts

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Master Cheng in Pohjanjoki
ab 30.7.2020 im Kino
Master Cheng in Pohjanjoki
Auf der Suche nach einem alten finnischen Freund reist der chinesische Koch Cheng in ein abgelegenes Dorf in Lappland. Bei der Ankunft scheint niemand im Dorf seinen Freund zu kennen, aber die lokale Cafébesitzerin Sirkka bietet ihm eine Unterkunft an. Im Gegenzug hilft Cheng ihr in der Küche, und bald werden die Einheimischen mit den Köstlichkeiten der chinesischen Küche überrascht. Cheng findet trotz kultureller Unterschiede schnell Anerkennung und neue Freunde unter den Finnen. Als sein Touristenvisum abläuft, schmieden die Dorfbewohner einen Plan, der ihm helfen soll zu bleiben ...
Mika Kaurismäki, Weltreisender in Sachen Film, überrascht mit einer lakonisch-romantischen Komödie, deren Zutaten er fein ausbalanciert hat: Viel Humor, eine große Portion Warmherzigkeit, etwas Schwermut, romantische Sehnsucht und heiteres Sommerflair fügen sich zu einer filmkulinarischen Köstlichkeit, bei der finnisches Lokalkolorit auf chinesische Weisheit trifft. Kaurismäki zeigt uns dabei, wie er es ausdrückt, "die positiven Seiten der Globalisierung".

Film: Master Cheng in Pohjanjoki,  Finnland/China 2019, Regie: Mika Kaurismäki, Darsteller: Anna-Maija Tuokko, Chu Pak-hong, Kari Väänänen, Lucas Hsuan, Kinostart: 30.07.2020
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SEIN gesund bewusst lebendig
ab 6.8.2020 im Kino
SEIN gesund bewusst lebendig
Im Film SEIN wagen fünf Menschen das Projekt Selbstheilung. Sie ändern ihren Lebensstil radikal und übernehmen die Verantwortung für ihren Geist und Körper. Ranja kommt durch Yoga in Verbindung mit sich, Stephan entdeckt die Kraft der Heil- und Wildkräuter und Mona wird schmerzfrei durch vegane Ernährung. Dominique findet Lebenskraft durch Sport und Bewegung und Chris lebt Achtsamkeit und Meditation. Allen gemeinsam ist, daß sie durch die Veränderung mehr Glück und Lebendigkeit empfinden. Wer mit einem Bereich beginnt, macht sich auf die schönste Reise des Lebens: zum eigenen SEIN

Doku: SEIN gesund bewusst lebendig, Deutschland 2020, Regie: Bernhard Koch, Kinostart: 06.08.2020, Infos unter www.spurenpfadefilme.de
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Il Traditore – Als Kronzeuge gegen die Cosa Nostra
ab 13.8.2020  im Kino
Il Traditore – Als Kronzeuge gegen die Cosa Nostra
In den frühen 1980ern erreichen die Machtkämpfe zwischen den Paten der sizilianischen Mafia ihren Höhepunkt. Tommaso Buscetta, angesehenes Mitglied der Cosa Nostra, hat sich nach Brasilien abgesetzt. Derweilen wüten in seiner Heimat die Fehden zwischen den Clans. Man begleicht offene Rechnungen und Buscettas Vertraute werden einer nach dem anderen umgebracht. Als er verhaftet und nach Italien ausgeliefert wird, trifft Buscetta eine Entscheidung, die die Mafia erschüttert: Vor dem Richter Falcone bricht er sein der Cosa Nostra gegenüber geleistetes Schweigegelübde.

Film: Il Traditore – Als Kronzeuge gegen die Cosa Nostra, Regie: Marco Bellocchio, Besetzung: Pierfrancesco Favino, Maria Fernanda Candido, Luigi Lo Cascio, Kinostart: 13.08.2020
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Die Epoche des Menschen
ab 10.9.2020  im Kino
Die Epoche des Menschen
Der Film spannt den Bogen von den kilometerlangen Betonwällen, die inzwischen mehr als die Hälfte von Chinas Küsten schützen müssen, über die weltweit größten Bagger im Tagebau in Nordrhein-Westfalen, eine Pottasche-Mine im Ural, die sibirische Industriestadt Norilsk, das australische Great Barrier Reef bis hin zu Verdunstungsbecken in der Atacama-Wüste, wo Lithium gewonnen wird, das in psychedelischen Farben schillert. Aus Sicht der Anthropocene Working Group ist inzwischen der Mensch so beherrschend für das Schicksal des Globus, dass diese Änderung der Balance ausreicht, um ein neues Erdzeitalter auszurufen. Die Filmemacher sind um den Globus gereist, um mit modernster Kameratechnik die Beweise dafür zu sammeln und spürbar zu machen, wie sehr der Mensch den ganzen Planeten dominiert.

Doku: Die Epoche des Menschen, Kanada 2018, Regie: Jennifer Baichwal, Nicholas De Pencier, Edward Burtynsky, Sprecher: Hannes Jaenicke, Kinostart: 10.09.2020
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Pelikanblut – Aus Liebe zu meiner Tochter
ab 24.9.2020 im Kino
Pelikanblut – Aus Liebe zu meiner Tochter
Wiebke (45) lebt zusammen mit ihrer Adoptivtochter Nikolina (9) auf einem idyllischen Reiterhof. Nach vielen Jahren des Wartens, bekommt sie nun die Chance ein weiteres Mädchen, Raya (5), aus Bulgarien zu adoptieren. Nikolina freut sich sehr über das lang-ersehnte Geschwisterchen. Die ersten gemeinsamen Wochen als Familie verlaufen harmonisch und die frischgebackenen Geschwister verstehen sich prächtig. Aber schon bald merkt Wiebke, dass die – anfänglich charmante Raya – etwas verbirgt. Sie wird immer aggressiver und stellt eine zunehmende Gefahr für sich und andere dar. Vor allem Nikolina leidet unter ihren Übergriffen, aber auch Wiebkes Beziehungen und Freundschaften werden auf die Probe gestellt. Um ihre Familie zu retten, muss Wiebke schließlich über Grenzen gehen und eine extreme Entscheidung treffen.

Film: Pelikanblut – Aus Liebe zu meiner Tochter. Deutschland 2020,  Regie: Katrin Gebbe, Besetzung: Nina Hoss, Katerina Lipovska, Murathan Muslu, Kinostart: 24.09.2020
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Die Stimme des Regenwaldes
ab 22.10.2020 im Kino
Die Stimme des Regenwaldes
1984: Auf der Suche nach einer Erfahrung jenseits der Oberflächlichkeit der modernen Zivilisation reist Bruno Manser in den Dschungel von Borneo und findet sie beim nomadischen Stamm der Penan. Die Begegnung verändert sein Leben für immer. Als die Penan von massiver Abholzung bedroht werden, nimmt Manser den Kampf gegen die Waldzerstörung mit einem Mut und einem Willen auf, die ihn zu einem der berühmtesten und glaubwürdigsten Umweltschützer seiner Zeit machen. Basierend auf einer wahren Geschichte.

Film: Die Stimme des Regenwaldes. Schweiz 2020, Regisseur: Niklaus Hilber, Darsteller: Sven Schelker, Nick Kelesau, Elizabeth Ballang, uvm., Kinfostart: 22.10.2020, weitere Infos unter www.stimmedesregenwaldes.de
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Für Sama
ab 18.6.2020 im Kino
Für Sama
Die Filmemacher Waad al-Kateab und Edward Watts haben einen beeindruckenden Film gedreht. FÜR SAMA ist ein Vermächtnis an al-Kateabs im Krieg geborene Tochter. Über Jahre hat die junge Frau mit ihrem Handy und ihrer Kamera zunächst die Protestbewegungen und dann den furchtbaren Krieg in Syrien dokumentiert. Sie hat das Leid der Menschen und der Personen in ihrer unmittelbaren Nähe aufgezeichnet und findet selbst inmitten der Bombardements Spuren von Freude und Lebensmut. Gerade durch diesen Blick von innen heraus ist der Film so besonders, so wahr, so entsetzlich und unfassbar. Und doch ist er auch ein Zeugnis für das Miteinander der Menschen, für den Zusammenhalt in Krisenzeiten und für Toleranz. FÜR SAMA wurde 2019 mit diversen Preisen weltweit ausgezeichnet, darunter bester Dokumentarfilm, beste Kamera, bester Schnitt, Publikumspreis sowie den europäischen Filmpreis. Von der Deutschen Film- und Medienbewertung erhielt FÜR SAMA das Prädikat „besonders wertvoll“

Dokumentarfilm: FÜR SAMA, UK 2019, Regie: Waad al-Kateab und Edward Watts, Kinostart: 18.06.2020
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Weltreise mit Buddha
ab 20.7.2020 im Kino
In diesem Film erkundet Regisseur Jesco Puluj frisch und unterhaltsam die verschiedensten Ausprägungen des Buddhismus weltweit. Der junge deutsche Filmemacher reist für sein Erstlingswerk um die Welt, um buddhistische Mönche und Nonnen zu treffen. Er möchte mehr über den Buddhismus erfahren und geht den Fragen nach: Was ist die Essenz des Buddhismus? Woraus schöpft diese Religion ihre tiefe Kraft? Und soll er selbst Buddhist werden? Jesco Puluj beginnt seine Reise in Thailand, wo er auf den charismatischen Mönch Julien trifft, der ursprünglich aus Kanada stammt und in den Bergen Thailands durch Meditation seine innere Ruhe gefunden hat. Doch ist Meditation der einzige Weg zum Glück? Jesco reist weiter nach Japan, China, Nepal und Afrika, um den Buddhismus in all seinen Facetten kennenzulernen. Er möchte verstehen, was das Mönch-Sein für viele so attraktiv macht. Schließlich versucht er sich sogar selbst als Mönchs-Novize, in der Hoffnung, Buddhas Lächeln tiefer erfassen zu können.

Dokumentarfilm: Weltreise mit Buddha, Regie: Jesco Puluj, Mitwirkende: Jesco Pulujiund den Mönchen Phra Julien, der Roboter-Mönch Xian’er, Victor Langheld, Gugan Taguchi & The Vowz Band, Ani Gyan Tara, Tserendagva Shagdarsuren, Master Xianzeng,
Laston Benson Chiyundo, Kinostart: 20.07.2020
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Cody – Wie ein Hund die Welt verändert
ab 30.7.2020 im Kino
Eine junge Familie adoptiert den rumänischen Straßenhund Cody in die Schweiz. Cody wächst ihnen schnell ans Herz, verändert ihr Leben und eröffnet ihnen eine neue Welt: das Zusammenleben von Mensch und Tier. Auf der Suche nach den Spuren seiner Vergangenheit erfährt die Familie mehr über das Leben in Rumänien, das Cody hinter sich gelassen hat. Er war dort mit der Streuner-Hündin Blanche in Freiheit, aber auch in ständiger Gefahr umzukommen. Was passiert, wenn er mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird und seine Gefährtin wiedersieht? Wie wird er sich entscheiden – bleibt er in seiner Familie oder bevorzugt er das Leben mit Blanche? Codys Schicksal führt zu wichtigen Themen unserer Zeit: Wie gehen Menschen mit ihrer Umwelt, insbesondere mit Tieren um – und sind sie dazu bereit, ihnen Rechte einzuräumen?

Dokumentarfilm: Cody – Wie ein Hund die Welt verändert, CH 2019, Regie: Martin Skalsky, Kinostart: 30.07.2020
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Siberia
ab 2.7.2020 im Kino
Clint (Willem Dafoe) ist ein vom Leben gezeichneter Mann. Um endlich seinen inneren Frieden zu finden, hat er sich in eine einsame Hütte in den verschneiten Bergen zurückgezogen. Dort betreibt er ein kleines Café, in das sich nur selten Reisende oder Einheimische verirren. Aber selbst in der Abgeschiedenheit findet Clint keine Ruhe. Eines schicksalhaften Abends bricht er mit seinem Hundeschlitten auf, getrieben von der Hoffnung, sein wahres Ich zu finden. Eine Reise durch seine Träume, Erinnerungen und Fantasien beginnt.

Film: Siberia, Italien/Deutschland/Mexico 2020, Regie: Abel Ferrara, Darsteller: Willem Dafoe, Dounia Sichov, Simon McBurney, Cristina Chiriac, Kinostart: 02.07.2020
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Wir beide
ab 6.8.2020 im Kino
Nach außen hin ist Nina nur die nette Nachbarin von gegenüber, aber für Madeleine ist sie die Liebe ihres Lebens. Schon seit Jahren führen die beiden eine geheime Beziehung und träumen davon, gemeinsam ein neues Leben in Rom zu beginnen. Doch Madeleine kann sich nicht überwinden, ihrer Familie die Wahrheit zu sagen. Für ihre erwachsenen Kinder ist sie die aufopferungsvolle Witwe, die ihrem Ehemann nachtrauert. So bleibt die Liebe der beiden Frauen für die Außenwelt unsichtbar und das heimliche Schleichen über den Flur zwischen den Apartments ihr Alltag. Doch dann führt ein unerwartetes Ereignis dazu, dass die Türen geschlossen bleiben. Nina muss alles riskieren, um zu Madeleine durchzudringen. Authentisch und einfühlsam beschreibt Regisseur Filippo Meneghetti eine große Liebe im Verborgenen. Martine Chevallier überzeugt als zaghafte Familienmutter, die sich gesellschaftlichen Konventionen beugt, während Barbara Sukowa als energische Kämpferin brilliert, die bereit ist, für die Liebe alles aufs Spiel zu setzen.

Film: Wir Beide, F 2019, Regie: Filippo Meneghetti, Besetzung: Barbara Sukowa, Martine Chevallier, Léa Drucker, Muriel Benazeraf, Jérôme Varanfrain, Kinostart: 06.08.2020
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Suicide Tourist – Es gibt kein Entkommen
ab 2.7.2020 im Kino
Versicherungsmakler Max (Nikolaj Coster-Waldau) erhält einen überraschenden Anruf seiner früheren Kundin Alice (Tuva Novotny), die den Tod ihres Mannes Arthur aufdecken möchte, um endlich seine Lebensversicherung in Anspruch nehmen zu können. Bei seiner Recherche stößt Max auf das mysteriöse „Aurora“ Hotel, mit dem Arthur anscheinend Kontakt hatte. Ein Hotel, das sich auf geplante und betreute Suizide spezialisiert hat. Max, der mitten in einer Existenzkrise steckt, beginnt seine eigene Wahrnehmung der Wirklichkeit infrage zu stellen. Ist der Tod der einzige Weg raus aus dem Hotel? Eine existenzielle Reise auf der Suche nach Wahrheit und der Unausweichlichkeit des Todes in der übernatürlich wirkenden Landschaft Norwegens – inszeniert vom Regisseur Jonas Alexander Arnby.

Film: Suicide Tourist – Es gibt kein Entkommen, NW 2019, Regie: Jonas Alexander Arnby, Besetzung: Nikolaj Coster-Waldau, Tuva Novotny, Kinostart: 02.07.2020
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Undine
ab 2.7.2020 im Kino
Undine (Paula Beer) lebt in Berlin. Ein kleines Appartment am Alexanderplatz, ein Honorarvertrag als Stadthistorikerin, ein modernes Großstadtleben wie auf Abruf. Als ihr Freund Johannes (Jacob Matschenz) sie verlässt, bricht eine Welt für sie zusammen. Der Zauber ist zerstört. Wenn ihre Liebe verraten wird, so heißt es in den alten Märchen, muss sie den treulosen Mann töten und ins Wasser zurückkehren, aus dem sie einst gekommen ist. Undine wehrt sich gegen diesen Fluch der zerstörten Liebe. Sie begegnet dem Industrietaucher Christoph (Franz Rogowski) und verliebt sich in ihn. Es ist eine neue, glückliche, ganz andere Liebe, voller Neugier und Vertrauen. Atemlos verfolgt Christoph ihre Vorträge über die auf den Sümpfen gebaute Stadt Berlin, mühelos begleitet Undine ihn bei seinen Tauchgängen in der versunkenen Welt eines Stausees. Doch Christoph spürt, dass sie vor etwas davonläuft. Undine muss sich dem Fluch stellen. Diese Liebe will sie nicht verlieren. UNDINE ist Christian Petzolds faszinierende Neuinterpretation des Mythos der geheimnisvollen Wasserfrau Undine, die nur durch die Liebe eines Menschen ein irdisches Leben führen und eine Seele erlangen kann: Ein modernes Märchen in einer entzauberten Welt, die Geschichte einer Liebe auf Leben und Tod.

Film: Undine, D 2019, Regie: Christian Petzold, Besetzung: Paula Beer, Jacob Matschenz, Franz Rogowski, Kinostart: 02.07.2020
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Die perfekte Kandidatin
ab 12.03.2020 im Kino
Maryam ist eine Ärztin in einer kleinen Stadt in Saudi-Arabien. Trotz ihrer exzellenten Fähigkeiten muss sie sich jeden Tag aufs Neue den Respekt der Mitarbeiter und der Patienten erkämpfen. Wütend macht Maryam vor allem der Zustand der Straße vor der Klinik. Weil die Stadt die Zufahrt nicht asphaltiert, bleiben die Patienten regelmäßig im Schlamm stecken. Maryam will Veränderung und bewirbt sich um eine bessere Stelle in Dubai. Doch wegen einer Formalität und weil sie keine männliche Begleitung hat, lässt man sie nicht reisen. Maryam sucht Hilfe bei einem entfernten Cousin. Doch der Zufall will es, dass der als Beamter nur Kandidaten für die anberaumte Wahl des Stadtrats empfängt. Vor allem aus Trotz erklärt sich Maryam kurzerhand zur Kandidatin. Erst später wird ihr klar, welche Chance zwischen der bürokratischen Willkür lauert: als Stadträtin könnte sie die Asphaltierung der Klinik-Zufahrt selbst in die Hand nehmen. Maryam und ihre beiden Schwestern treten eine Kampagne los, die nicht zu übersehen ist. An jeder Ecke lauern Restriktionen für Frauen; trotzdem wird Maryams Stimme lauter, ihre Auftritte mutiger, ihre Forderungen radikaler. Die junge Ärztin, die vom lang erkämpften Recht auf ein eigenes Auto wie selbstverständlich Gebrauch macht, besteht nun auch auf die Straße, auf der sie fahren kann.

Film: Die perfekte Kandidatin, Saudi-Arabien/Deutschland 2019. Regie: Haifaa Al Mansour, Darsteller: Mila Alzahrani, Dae Al Hilali (Dhay), Nora Al Awadh, Khalid Abdulrhim, Shafi Al Harthy. Kinostart: 12. März 2020
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Über die Unendlichkeit
ab 17.9.2020 im Kino
In diesem Film nimmt uns eine unverzagte Erzählerin an die Hand und lässt uns traumgleich umherschweifen. Scheinbar nichtige Augenblicke verdichten sich zu intensiven Zeit-Bildern und stehen auf Augenhöhe mit historischen Ereignissen: Ein Liebespaar schwebt über das vom Krieg zerfressene Köln; auf dem Weg zu einem Kindergeburtstag muss ein Vater mitten in einem Wolkenbruch seiner Tochter die Schuhe binden; junge Mädchen beginnen einen Tanz vor einem Café und eine geschlagene Armee marschiert mutlos zu einem Gefangenenlager. „Über die Unendlichkeit“ ist sowohl Ode als auch Klage, ein Kaleidoskop all dessen, was ewig menschlich ist, eine unendliche Geschichte über die Verletzlichkeit unserer Existenz. Ein filmisches Nachdenken über das menschliche Leben in all seiner Schönheit und Grausamkeit, seiner Pracht und seiner Einfachheit.

Film: Über die Unendlichkeit, Schweden/Deutschland/Norwegen 2019, Regie: Roy Andersson, Erzählerin: Jessica Lothander, Darsteller: Martin Serner als Pfarrer, Tatjana Delaunay und Anders Hellström als fliegendes Paar, Jan Eje Ferling als Mann in der Treppe, Bent Bergius als Psychiater, Thore Flygel als Zahnarzt  und andere.
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Der Junge und die Wildgänse
ab 9.04.2020 im Kino
Thomas würde seine Ferien am liebsten mit Videospielen in seinem Zimmer verbringen. Als seine Mutter ihm eröffnet, dass er diesen Sommer zu seinem Vater Christian in die Provence fahren soll, ist er entsetzt! Ein paar Wochen mit seinem Vater in der Natur verbringen zu müssen, ist für ihn ein Albtraum. Doch Thomas steht kein gewöhnlicher Sommer bevor. Sein Vater erforscht eine bedrohte Art von Wildgänsen und hat einen verrückten Plan: Thomas soll ihm dabei helfen, einem Schwarm verwaister Junggänse die sicherste Flugroute von Norwegen nach Frankreich zu zeigen. Trotz anfänglicher Skepsis freundet sich Thomas mit den Tieren an und erlebt schon bald das größte Abenteuer seines Lebens. In atemberaubenden Bildern erzählt Regisseur Nicolas Vanier in Der Junge und die Wildgänse eine berührende Geschichte über die Liebe zur Natur, familiären Zusammenhalt und den Mut, das Richtige zu tun.

Film: Der Junge und die Wildgänse, Frankreich/Norwegen 2019, von Nicolas Vanier, mit den Darstellern Jean-Paul Rouve, Mélanie Doutey, Louis Vazquez. Kinostart: 9. April 2020
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Eine gößere Welt
ab 9.7.2020 im Kino
Eine größere Welt – das ist es, was Corine entdeckt, als sie in der Mongolei während eines schamanischen Rituals in Trance fällt. Dabei war die Französin nur in die abgelegene Steppenregion gekommen, um im Rahmen ihrer Arbeit ethnographische Tonaufnahmen zu sammeln. Doch die Schamanin Oyun offenbart Corine, dass sie eine seltene Gabe besitzt, die ausgebildet werden muss. Zurück in Frankreich lassen die Erlebnisse in der Mongolei Corine nicht mehr los. Trotz des Widerstandes ihrer Familie kehrt sie in die Steppe zurück und begibt sich auf eine spirituelle Reise auf alten und vergessenen Wegen. Eine Reise, die ihr Leben und ihre westeuropäische Sichtweise für immer verändern wird und die ihr hilft, die tiefe Trauer über ihren erst kürzlich nach schwerer Krankheit verstorbenen geliebten Ehemann zu überwinden. Der Film zeigt eine tief emotionale, verletzliche, aber auch sinnlich und erotische Frau in ebenso wunderschönen und atemberaubenden Landschaften. Fabienne Berthaud verfilmte mit dem französischen Kinostar Cécile de France die wahre Geschichte von Corine Sombrun, die diese in dem Buch „Mein Leben mit den Schamanen“ verarbeitet hat. Nach ihrer Ausbildung in der Mongolei arbeitet Corine Sombrun heute mit Neurologen und Gehirnforschern zusammen, um die mentalen Mechanismen hinter den Trancezuständen zu verstehen und zum Beispiel für therapeutische Zwecke zu nutzen.

Film: Eine größere Welt, Frankreich 2019. Regie: Fabienne Berthau, Besetzung: Cécile de France, Narantsetseg Dash, Ludivine Sagnier, Tserendarizav Dashnyam. Kinostart: 16.04.2020
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Vergiftete Wahrheit
ab 16.04.2020 im Kino
Robert Bilott (Mark Ruffalo) ist seit kurzem Partner in einer renommierten Anwaltskanzlei in Cincinnati. Nachdem er von zwei Landwirten aus West Virginia kontaktiert wurde, die glauben, dass das örtliche DuPont-Werk giftige Abfälle auf der Mülldeponie ablädt, das ihre Felder zerstört und ihr Vieh vergiftet, gerät er in einen Konflikt. In der Hoffnung, die Wahrheit über die Geschehnisse zu erfahren, reicht Bilott mithilfe seines leitenden Partners der Firma, Tom Terp (Tim Robbins), eine Beschwerde ein, die den Beginn eines epischen 15-jährigen Kampfes markiert. Ein Kampf, der nicht nur seine Beziehung zu seiner Frau Sarah (Anne Hathaway), sondern auch seinen Ruf, seine Gesundheit und seinen Lebensunterhalt auf die Probe stell.

Film/Drama: Vergiftete Wahrheit, USA 2019, von Todd Haynes, mit Mark Ruffalo, Anne Hathaway, Tim Robbins, William Jackson Harper, Bill Pullman, Victor Garber, Bill Camp, Todd Haynes. Kinostart: 16. April 2020
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The Great Green Wall
ab 24.10.2020  im Kino
Es ist eines der ehrgeizigsten Klima-Projekte der Welt: Quer über den afrikanischen Kontinent wird ein 8.000 Kilometer langer Gürtel aus Bäumen gepflanzt, der die Ausbreitung der Wüste aufhalten und Millionen von Menschen Nahrung, Arbeitsplätze und eine Zukunft bringen soll. Entlang dieser noch lückenhaften grünen Mauer reist die malische Sängerin Inna Modja zu den Menschen im Senegal, in Mali, Nigeria und Äthiopien. Sie spricht mit ihnen über ihre Ängste, Träume und Hoffnungen in einer Sprache, die schon immer die afrikanische Kultur bestimmt hat: der Musik. So entspinnt der Film in einer kollektiven melodischen Collage den Soundtrack der „Great Green Wall“.

Film/Doku: The Great Green Wall, Großbritannien 2019, von Fernando Meirelles. Regie: Jared P. Scott, Musik: Inna Modja, Charlie Mole, Darsteller: Inna Modja, Songhoy Blues, Didier Awadi. Kinostart: 22. April 2020
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