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Ausgabe Oktober 2017
Pferd und Heilung


Nach der Lektüre dieses Buches frage ich mich wieder, warum der liebe Gott so viel Gewalt unter die Menschen gesät hat. Manfred Weindl musste in seiner Kindheit eine sadistische Lehrerein ertragen, die gruselige Glaubenssätze einbrannte, Krankenhausaufenthalte lassen ihn an der Fürsorge der Eltern zweifeln und seine 25 Berufsjahre als Polizist lassen ihn fast zerbrechen. Und dann taucht das Pferd Girly auf und nach und nach wird er zum Pferdeflüsterer. Aber was da wieder passiert, zwischen Menschen und Pferden, ist im Grunde ein Spiegel. Pferdebesitzer schlagen ihre Pferde - so wie Eltern ihre Kinder - weil sie nicht verstehen, was der andere - Pferd oder Kind - eigentlich braucht. Manfred Weindl sagt, dass erst seine negativen Erfahrungen ihm die Fähigkeit gaben, Pferde zu verstehen und damit nicht nur Pferden, sondern auch Menschen zu helfen. Wir sind Pferden gar nicht so unähnlich - wir suchen nach einem Leittier, jemandem, der uns führt, dem wir uns anvertrauen können und deswegen haben erst Eltern und dann Politiker diese Macht. H.S.

Manfred Weindl: Girly - Wie mich mein Pferd heilte - und wie ich heute Pferde heile, Kailash, München, 2017, 224 Seiten, 19 Euro


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