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Ausgabe Februar 2017
Zen in der Kunst, Gott zu sein


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Hinter dem Autorennamen N. Nosirrah verbirgt sich hier der bekannte Autor Steven Harrison. Er unterhält sich mit Gott, der behauptet, er sei Atheist, weil er nicht an sich selbst glaubt, geht mit ihm auf seinen Wunsch hin Cheeseburger essen, weil Gott ein wahlloser Allesfresser ist: Gott frisst das Universum auf, „verdaut es und spuckt die Überreste als das nächste Universum aus ins leere Nichts. … Dies ist keine Welt, in der die Schwachen von den Starken gefressen werden. Sie werden von Gott gefressen. Die Starken übrigens auch.“ Ich zitiere, weil ich dieser Wortgewandtheit nicht gerecht werden kann: „Es gibt vor allem ein Problem, wenn du Gott begegnest und nicht lange mit dämlichen Fragen um den heißen Brei herumredest, sondern ihn direkt bittest, dir bei der einen essenziellen Frage weiterzuhelfen: ‚Was ist die letzte aller Fragen?‘ Er wird dir dann die süffisante Standardantwort aller Philosophiestudenten geben: ‚Das war die letzte aller Fragen, und dies ist die Antwort darauf.‘ Stellst du ihm die letzte aller Fragen aber direkt, ‚Was ist der Sinn des Lebens?‘, dann wird die Antwort unergründlich. Absurd, paradox sein, wie die Antwort eines kosmischen Zen-Meister.“ H.S.


N. Nosirrah, Gott ist Atheist, 165 S., Hardcover mit Schutzumschlag, Edition Spuren, Winterthur, 2009, www.nosirrahisnot.com


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