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Ausgabe September 2015
Frösche küssen


Alleinerziehende Mutter mit fünf Kindern – das bedeutet Dauer-Mutter-Stress und natürlich auch die Suche nach dem Traumprinzen. Gesucht wird nicht mehr am Froschteich, sondern im Internetpool. Und zwar nach einem Mann, der Zuneigung, Beachtung, Wertschätzung, Zeit, Nähe, Zärtlichkeit und natürlich auch Geld zu bieten hat. Klar, dass da vieles schief geht, trotz gut gemeinter Ratschlägen von esoterisch angehauchten Freunden. Aber irgendwann spricht eine Heilerin doch Worte, die auf fruchtbaren Boden fallen: Selbstlose Liebe ist der Schlüssel, um Altlasten zu überwinden. Lieben, ohne etwas zu erwarten, denn unsere Sehnsüchte und Wünsche sind verständlich, aber gleichzeitig auch ein Schlüssel zum Unglück. Jede Erwartung wird irgendwann enttäuscht, nur die selbstlose Liebe nicht, denn sie repräsentiert eine spirituelle Dimension. Mit ihrer langjährigen Frauengruppe macht sich die Ich-Erzählerin mit hilfreichen Büchern auf einen neuen Weg, Ehen und langfristige Beziehungen zwar als sinnvollen Rahmen zu sehen, sie aber nicht mit traumhafter Liebe gleichzusetzen. Und in ihren Erkenntnisprozessen erkennen sie auch, dass man lieben nicht „wollen“ kann, sondern dass Liebe ein Geschenk ist. Und sie ist auch kein Kuchen, den man aufteilen muss, denn er verschenkt sich unendlich. H.S.

Petra Bender: Frösche küssen ist auch keine Lösung, Aquamarin Verlag, Grafing, 2015, 176 Seiten


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