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Ausgabe Mai 2015
Selbststärkung und Körperbewusstsein


Genährt aus der Weisheit der Aikido-Kampfkunst zeigt uns Paul Linden in „Lächeln der Freiheit“ wie Traumatisierungen mithilfe von Selbststärkungspraktiken gelöst und umgewandelt werden können und wie Überlebende erneut zu Ganzheit und liebevoller Verbundenheit mit sich und anderen finden können. Menschen lernen als Folge eines Missbrauchs, dass sie macht- und wehrlos sind und sich nicht schützen können. Sie reagieren auf den Missbrauch durch die Verengung ihrer Achtsamkeit, ihres Atems und ihrer Körperhaltung und sie konservieren diese Selbsteinschränkung über den unmittelbaren Missbrauch hinaus. So entsteht oftmals ein Teufelskreis: Die Enge produziert Schwäche, die Schwäche führt zu erneuter Viktimisierung, die Wiederholung der Opfererfahrung verstärkt das Gefühl, machtlos zu sein und macht daraus einen Dauerzustand. Durch das in diesem Buch vorgestellte behutsame, bewusste und systematische Körpertraining können Missbrauchsüberlebende lernen, einen Zustand größerer Achtsamkeit, offenen Atmens, gut ausgerichteter Körperhaltung und freier Beweglichkeit herzustellen, zu erhalten und zu nutzen. So kann es gelingen, ein Gefühl von Aufgerichtetheit, Ganzheit und Stärke zu entfalten, das die Grundlage jeder Form effektiven und erfolgreichen Handelns ist. Ein Selbsthilfebuch für Überlebende, Therapeuten und Lehrer, die mehr über die Rolle des Körpers in der Traumabewältigung lernen wollen.


Paul Linden, Das Lächeln der Freiheit, 233 S., Broschur, ISBN 9783936855449, Arbor Verlag, 5,90 Euro


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