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Ausgabe Januar 2015
Den eigenen Weg finden


Wer niemals ein Sannyasin war, also ein Anhänger Oshos, erinnert sich heute bei dem spirituellen Lehrer oft nur noch an die Schlagzeilen aus den 60er und 70er Jahren und die Medienattacken aus den 80ern: Sex, Gehirnwäsche und Rolls-Royce. Doch was hat der indische Guru wirklich für jemanden bedeutet, der den Weg ins Osho-Zentrum gewählt hat, Sannyasin wurde und dafür alle Brücken abgebrochen hatte? Kirsten Pape blickt in ihrem Buch „Vom Mut, den eigenen Weg zu finden“ hinter die Kulissen und lässt sechs Menschen zu Wort kommen, die Bhagwan Shree Rajneesh – später Osho – größtenteils noch selbst erlebt haben. In tief gehenden Gesprächen erzählen sechs sehr unterschiedliche Frauen und Männer über die Licht- und Schattenseiten dieser großen spirituellen Bewegung und wie sie ihr Leben verändert hat. Ehrlich und kritisch hakt die Autorin – die selbst Anfang 2000 in ein Osho-Zentrum in Köln ging und dort Erfahrungen sammelte – bei ihren Gesprächspartnern nach, warum sie sich der Sannyas-Bewegung angeschlossen haben, was ihre Familien davon hielten und wie sie heute zu diesem Lebensabschnitt stehen. Kirsten Pape zeigt auch, wie schwer für den einen oder anderen die Rückkehr zur „Normalität“ war. Doch was hängen bleibt, ist die Verehrung und Liebe, die alle sechs noch heute für den Menschen oder besser das Wesen Osho fühlen. D.I.


Kirsten Pape: Vom Mut, den eigenen Weg zu finden, 230 S., ISBN-13: 978-3899017274, 16,96 – im J.Kamphausen Verlag


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