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Ausgabe November 2013
Kriegsenkel


Als Friedenskinder sind sie in den Zeiten des Wohlstandes aufgewachsen. Es hat ihnen an nichts gefehlt. Oder doch? Die Generation der zwischen 1960 und 1975 Geborenen hat mehr Fragen als Antworten: Wieso haben viele das Gefühl, nicht genau zu wissen, wer man ist und wohin man will? Wo liegen die Ursachen für diese diffuse Angst vor der Zukunft? Weshalb bleiben so viele von ihnen kinderlos? Noch ist es für sie ein völlig neuer Gedanke, sich vorzustellen, ihre tief sitzende Verunsicherung könnte von den Eltern stammen, die ihre Kriegserlebnisse nicht verarbeitet haben. Ist es möglich, dass eine Zeit, die über 60 Jahre zurückliegt, so stark in ihr Leben als nachgeborene Kinder hineinwirkt? Jetzt meldet sich die Generation der Kinder der Kriegskinder zu Wort. Ein Buch, das den „Kriegsenkeln“ hilft, sich selbst besser zu verstehen.


Sabine Bode: Kriegsenkel. Die Erben der vergessenen Generation, Klett-Cotta, Stuttgart, 304 Seiten, 9,95 Euro


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