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Ausgabe September 2013
Film: Der Fall Wilhelm Reich


Nach einer jahrelangen Hetzjagd des McCarthy Regimes steht der Arzt, Psychiater und Grenzforscher Wilhelm Reich (1897-1957) auf der Suche nach einer ursprünglichen Energie des Lebens wegen Betrugs vor Gericht. Sein Traum, das Individuelle im Menschen zu entfesseln, macht ihn zu einem gefährlichen Gegner eines amerikanischen Systems. Zehn Jahre nach seinem mysteriösen Tod in einem amerikanischen Gefängnis werden seine verbrannten Schriften zu wichtigen Wegbegleitern einer revoltierenden 68er Generation.
Wilhelm Reich, Visionär, Aufklärer, Provokateur, Rebell, Scharlatan, Wunderheiler, Sexguru, … viele Bezeichnungen wurden dem Schüler S. Freuds zu Lebzeiten und nach seinem Tod zuteil. Als Pionier des ganzheitlichen Denkens akzeptierte er weder Dogmen noch Denkverbote und musste zweimal mit ansehen, wie seine Bücher verbrannt wurden: 1933 von den Nazis und 1956 - nach seiner Emigration in die USA - von der USGesundheitsbehörde. Wilhelm Reich schrieb wegweisende Bücher wie “Der Einbruch der Sexualmoral” (1932), “Die Massenpsychologie des Faschismus” (1933) und “Die Funktion des Orgasmus” (1942). Seine letzten Lebensjahre waren von der Erforschung der „Orgon-Energie“ geprägt, deren freier Fluss ihm die wesentliche Voraussetzung für physische und psychische Gesundheit schien.

Der Fall Wilhelm Reich, Regie: Antonin Svoboda mit Klaus Maria Brandauer, Julia Jentsch, Birgit Minichmayr u.a., Österreich 2012, 110 min., Verleih: Movinet Film,
ab 5.9.2013 in den Berliner Kinos.


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