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Ausgabe Juli 2008
Das Zauberbuch mit dem Rubin


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Eigentlich dachte ich, ich könnte das Buch noch zum Vorlesen für heranwachsende Kinder nutzen, aber dann habe ich mich so festgelesen – zugegebenermaßen am Anfang einige Seiten übersprungen, um noch an dem Abend zum Ziel zu kommen – und es in einem Zug verschlungen. Fazit: spannend, intelligent aufgebaut und sehr gut geschrieben. Die Autorin ist Historikerin und sagt von sich selbst, dass sie immer empfänglich für die Prägungen der Vergangenheit, Traditionen, Legenden und Mythologien war. Inzwischen hat sie herausgefunden, dass ihr größtes Anliegen darin besteht, historische Stoffe in Jugendbüchern anschaulich und spannend umzusetzen. Für „Eulengeheimnis“ wurde sie in Frankreich mit dem Prix Littérature Jeunesse Auchan ausgezeichnet: „Vor ihrem Tod betraut die Edelfrau Hermelinde de Tournissan den jungen Musiker Bertoul mit einer wichtigen Mission: Er soll nach Paris reisen und dem Magier Magnus Gurhaval ein Zauberbuch zurückbringen, das sie ihm einst gestohlen hat. Auf seiner Reise trifft er die schöne Blanche, die sich ihm anschließt. Beiden sind rücksichtslose Verfolger auf der Spur, die Bertoul das Zauberbuch entreißen und Blanche zurückholen wollen. So beginnt ein abenteuerlicher Wettlauf mit der Zeit, bei dem beiden immer wieder geheimnisvolle Eulen den richtigen Weg weisen.“ Übrigens sind die magischen Rezepte in diesem Buch keine Fantasieprodukte der Autorin, sondern entstammen authentischen Zauberbüchern oder Werken der Magie und sind entweder sehr alt oder relativ jung. Oder sie sind durch Jahrhunderte magischer Praxis, des Aberglaubens oder durch den Glauben an die symbolischen Eigenschaften der Dinge, Pflanzen, Tiere, Metalle, Farben und Planeten zusammengeschmiedet worden. Zum Beispiel: „Damit Euch die Bienen nicht stechen, nehmt drei Blätter vom Breitwegerich und steckt einige davon in den Mund, bevor Ihr Euch den Tieren nähert.“ Gelernt habe ich noch den Unterschied zwischen Magie und Hexenkunst: „Die Magie erlaubt es einem – nur ein wenig, aber es genügt –, sich der natürlichen Gesetze des Universums zu bedienen.“



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