aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe Juni 2008
Hilfe bei Schreibabys


lh57111
Die Kommunikation zwischen Mutter und Baby geschieht nicht verbal, sondern mit unserem sechsten Sinn – der Intuition. Schreit das Baby, reagiert die Mutter in der Regal panisch und unterbricht damit die Kommunikation mit dem Kind – das Baby fühlt sich verlassen und brüllt erst recht. Die Mutter verliert den Zugang zu ihren Gefühlen und der mögliche Grundstein für ein Schreibaby ist gelegt. Der Körperpsychotherapeut Thomas Harms beschäftigt sich seit 15 Jahren mit dem Thema und hat das Konzept der „Emotionellen Ersten Hilfe“ entwickelt. Ein wichtiges Anliegen dieses Buches ist es, „Eltern und Fachleute darin zu ermutigen, die Angst- und Vermeidungsstrategien im Umgang mit dem Schreien der Babys zu überwinden und dieses vielmehr als ein Teil eines angeborenen Selbstheilungsmechanismus des Kindes zu verstehen.“ Was kann man tun? Das Konzept beinhaltet zwei Grundpfeiler: Atmung und Berührung. Ein Zaubermittel ist die Bauchatmung. Dazu gibt es eine Geschichte von den Yequana-Indianern auf die Frage, was sie mit unruhigen Babys anstellen: „Die Mütter würden das Baby eng am Körper halten oder in einem Tuch tragen. Dann bauten sie mit einigen Reisigbüscheln im Abstand von ein bis zwei Metern einen kleinen Kreis. Sie würden dann beginnen im schnellen Tempo in Schlangenlinien durch diesen Parcours zu laufen, wobei die besondere Aufgabe darin bestand, die Reisigbüschel nicht zu berühren.“ In dem Moment, wo man die Konzentration auf eine körperliche Leistung lenkt, die die Atmung in den Bauch lenkt, kann eine Kommunikation mit dem Kind wieder hergestellt werden und das Baby beruhigt sich. Ein weiterer Schlüssel ist die Erkenntnis: Um den Anderen zu spüren, musst du dich selbst spüren. Die Aufgabe der EEH besteht darin, Eltern darin zu unterstützen, sich der Intelligenz ihres Körpers anzuvertrauen. Es werden unterschiedliche Formen der Körperberührung genutzt, um den Bindungsprozess zwischen Eltern und Kindern positiv zu beeinflussen.



Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.