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Ausgabe Dezember 2007
Die Liebe zu den Sternen


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In ihrem siebten Roman überträgt Stéphanie Janicot die Gesetze des Kosmos auf zwischenmenschliche Beziehungen. Demnach haben ein Mann und eine Frau zum einen die Möglichkeit, sich voneinander zu entfernen – wenn jeder sein eigenes Leben führt und da gilt: Je größer ihre Entfernung ist, desto schneller entfernen sie sich voneinander. Das ist die Hypothese „die Größe Omega ist kleiner eins“. Oder sie kommen sich immer näher, wollen alles zusammen machen und in diesem Fall werden sie schließlich einer auf den anderen prallen und implodieren, wie in der Hypothese „Omega größer eins“. Vermittelt werden die Theorien von Sybille, der 16-jährigen Tochter eines Astrophysikers, die ihrer 12-jährigen Cousine die Ausführungen ihres Vaters „übersetzt“. Den Rahmen bilden zwei Monate Sommerurlaub in der Provence von einer Mutter mit ihren vier Kindern, die kurz vorher erfahren hat, dass ihr Mann sie seit Jahren betrügt. Im sonnigen Saint Saturnin will sie überlegen, wie es weitergehen soll. Mit von der Partie sind auch eine Freundin der Mutter, die ehemalige Geliebte des Gatten wie auch eine Cousine mit ihrer Tochter. Alle Beteiligten kommen wechselseitig zu Wort und erzählen ihre eigenen Geschichten, die sich angenehm und unterhaltsam lesen.
Haidrun Schäfer



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