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Ausgabe Mai 2007
Alexandra Schwarz-Schilling/Christin Müller: Zu zweit – Beziehungscoaching für Singles und Paare

Sachbuch

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Wer wünscht sich nicht eine erfüllte Partnerschaft? Und wer kennt nicht die Enttäuschung, wenn die Realität anders als die Erwartung ausfällt? “Beziehungsratgeber” nennen die beiden Autorinnen ihr Buch – für mich war es eher eine Hintergrundanalyse über kollektive Überzeugungen und ihre Wirkung auf Beziehungen. Ausflüge in die Alt- und Jungsteinzeit ergeben, dass das Patriarchat einen wesentlichen, aber vergleichsweise kurzen Zeitraum der Menschheitsgeschichte ausmacht. So geht man inzwischen davon aus, dass in den Jahren 40.000 bis 20.000 vor Christus vorwiegend Sammler- und Jägerkulturen die Verehrung des weiblichen Prinzips huldigten.

Die bisherige Bewertung der Jagd als wichtigste Betätigung wurde überbewertet, denn 80% der Nahrung bestand aus gesammelten Nahrungsmitteln. Zirka 10.000 bis zirka 3.500 vor Christus gab es hochentwickelte Matriachate. Erst 3.500 bis 500 vor Christus entstanden weltweit Patriarchate. Grundsätzlich ist es für Frauen und Männer wichtig zu wissen, “dass Frauen nicht immer unabhängig, unterdrückt und minderwertig waren, sondern dass Weiblichkeit über einen viel längeren Zeitraum in der Kulturgeschichte des Menschen eine zentrale Rolle spielte und große Verehrung erfuhr. Die Verehrung des Weiblichen, die über viele Jahrtausende hinweg gang und gäbe war, sollte der Verehrung des Männlichen ebenbürtig gegenüberstehen.” Ein drittes Kapitel widmet sich der Wiederentdeckung des Körpers und der Sexualität: “Der Mann braucht die Frau, um sich mit dem Ursprung verbinden zu können. Die Frau braucht den Mann, um ihre Energie zum Überfließen zu bringen. Dieses Überfließen ermöglicht die Erfahrung von Erfüllung – von Fülle. Der Mann füllt den weiblichen Kelch, der dann überfließt. ... Die männlichen und weiblichen Energien wollen miteinander verschmelzen. Sie wollen gemeinsam etwas Neues erschaffen. Sie besitzen jeweils komplementäre Energiemuster, die zusammen die Erfahrung ermöglichen, gleichzeitig Individualität und Ganzheit zu erleben.”



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