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Ausgabe April 2007
Adrian Fisher: Labyrinthe und Irrgärten – das große Spiel- und Erlebnisbuch

Sachbuch

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Die Begriffe “Irrgarten” und “Labyrinth” haben eindeutig verschiedene Bedeutungen, auch wenn sie verwirrenderweise oft austauschbar benutzt werden. Irrgärten gibt es erst seit etwa 500 Jahren, während die Labyrinthe, von denen sie abstammen, 5.000 Jahre zurückzuverfolgen sind. Ein Labyrinth hat einen einzigen Weg und immer auch rituelle Aspekte, wohingegen beim Irrgarten der spielerische Aspekt und das Rätseln im Vordergrund stehen: Hier muss man selbst entscheiden, welche Richtung man an einer Kreuzung einschlägt. In den letzten 30-40 Jahren gab es einen regelrechten Boom innovativer Gestaltungen von Irrgärten. Der Autor ist Irrgartengestalter, was dazu führt, dass man am Ende des Buches aufgefordert wird, auch aktiv zu werden. Der größte Teil des Buches besteht aus der Vorstellung von vertikalen Irrgärten, die die übliche Form darstellen: Trennwände versperren den Weg und die Sicht, so dass unser Forschergeist geweckt wird, das Verborgene zu erforschen. Es gibt Hecken-Irrgärten, Stellwand-Irrgärten, Labyrinthe im Maisfeld und Spiegellabyrinthe. Dann gibt es auch noch horizontale Irrgärten wie Torlabyrinthe, Rasen- oder Pflasterlabyrinthe, Irrgärten aus Steinbrocken und horizontale Wasserlabyrinthe. Im letzten Kapitel werden die “Sechs-Minuten-Irrgärten” vorgestellt. Es sind knifflige Denksportaufgaben, bei denen die mathematischen Grundlagen der Irrgartengestaltung deutlich werden. Ihre Lösung macht deshalb so viel Spaß, weil man eine ganze Weile braucht, bis man die neue Regel erkennt, begreift und schließlich anzuwenden vermag, um ein klar dargelegtes, doch anfangs verblüffendes Rätsel zu lösen. Viel Spaß!



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