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Ausgabe April 2009
Winzling


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Noch liegen sie verborgen in der Höhle, wie die Natur unter dem Schnee. Einzig die Mutter ahnt, welches Geschenk sie dem Rudel gemacht hat. Kämpfer, Läufer, Denker, Schnüffler- gesunde Wolfswelpen, deren Namen ihre Bestimmung sind. Und Winzling. Dies ist keine Bestimmung. Es ist die Beschreibung des Augenscheinlichen, des Auffälligen, wenn die Vorstellung enttäuscht wird. Für Winzling hieß das, in der Rangfolge des Rudels ganz unten, am Futter der Letzte zu sein. Zum Überleben in der Wildnis ist das ein wesentlicher Aspekt.

Winzling probiert vieles aus, für die Anerkennung und Akzeptanz in der Gemeinschaft. Dabei macht er alles falsch, ist manchmal hinderlich für die Gemeinschaft und oft peinlich für den Vater – den Leitwolf.

Die Autorin lässt Winzling Irrwege gehen, konfrontiert ihn mit der Natur des Seins und lässt ihn Erfahrungen machen, die für seine Entwicklung notwendig sind. Sie begleitet ihn respektvoll bei der Suche nach seiner Aufgabe, nach seinem Platz im Rudel. Sie gewährt ihm die Zeit, die es braucht, die zarten Knospen seiner Bestimmung wachsen zu lassen bis sie deutlich erkennbar sind.

Ein Kinderbuch für Erwachsene, damit Liebe Gedeiht.

Marion Dane Bauer: Winzling
Deutscher Taschenbuch Verlag, München, 2005, ISBN 3-423-62208-3


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