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Ausgabe Januar 2010
Fern-Wahrnehmung

Wirklichkeit entsteht durch unsere Wahrnehmung, durch eine innere Übereinkunft, Dinge so oder so zu sehen. Sie ist unser „Wahrnehmungskanal“, der uns mit dem Außen verbindet. Neben den Wahrnehmungsfiltern unserer fünf Sinne gibt es noch andere Wahrnehmung

Das wichtigste Werkzeug für jegliche Wahrnehmung ist unser Gehirn. Es erhält etwas 600.000 Informationseinheiten pro Sekunde, die wir gar nicht alle bewusst wahrnehmen und verarbeiten können. Vor der Reizüberflutung schützen uns Wahrnehmungsfilter, so dass uns letztlich nur fünf bis neun Informationseinheiten pro Sekunde bewusst werden. Im Wesentlichen besitzen wir drei Arten von Wahrnehmungsfiltern: der neurologische Filter, weswegen wir Schall nur zwischen 20 und 20.000 Hz wahrnehmen können. Der soziale Filter, der durch unser kulturelles Umfeld geprägt wird, was sich im Sprachverhalten und bei Moralvorstellungen bemerkbar macht. Und der individuelle Filter, der durch persönliche Erfahrungen entsteht.
Jeder Mensch trägt so sein eigenes Bild der Wirklichkeit mit sich herum. Wahrheit und Wirklichkeit sind nichts Absolutes, sondern sehr individuell. Diese unterschiedlichen Wirklichkeitsbilder in uns bestimmen aber auch unsere weitere Wahrnehmung. Dieses Buch möchte Grenzen unserer Vorstellung sprengen, die uns daran hindern, unsere „übersinnlichen“ Sinne zu nutzen. H. S.

Stefan Brönnle: Grenzenlose Sinne – das Grundlagen- und Arbeitsbuch zur Fernwahrnehmung, Neue Erde, Saarbrücken, 2008, 136 Seiten, 16,80 Euro


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