aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe Oktober 2001
Orte der Kraft

Von der Seele des Ortes und den feinstofflichen Energien der Erde - David Luczyn lädt ein, sich auf die Reise zu begeben.

art9636
Was ist ein Kraftort? Seit einigen Jahren werden Begriffe wie Orte der Kraft oder Orte des Lichtes immer populärer. Dabei handelt es sich um Orte, die eine besondere »Ausstrahlung« haben. Eine Ausstrahlung, die dem darauf Weilenden tiefe Ruhe, heilende Kräfte, aufbauende Energien, Kontakt mit dem Göttlichen, dem Überirdischen oder der Erde selbst vermitteln kann.

Druiden und Schamanen kannten das »Geheimnis« von Kraftorten und nutzten es. Auch die Missionare der Christen wussten anscheinend Bescheid, denn so sehr sie sich auch bemühten, alles Heidnische auszumerzen, hinderte es sie doch nicht daran, das von ihnen verfemte Wissen zu integrieren. Das beweist die Tatsache, dass viele alte Kirchen nicht nur demonstrativ auf alten Kultplätzen errichtet wurden, sondern wie radiästhetische Messungen zeigen, sehr bewusst an das vorhandene Erdenergienetz angepasst wurden. Viele alte Kirchen und Dome, insbesondere die romanischen, sind von eingeweihten Meistern errichtet worden und gelten heute den Insidern als wahre energetische Kleinode, die ideal zur Meditation geeignet sind.

Im Gegensatz zur Geologie als der wissenschaftlichen Lehre von der Erde und ihren mechanisch nachvollziehbaren Gegebenheiten beschreibt die Geomantie als eine alte esoterische Wissenschaft die subtilen Energien und Kraftströme der Erde. Mit welchen Methoden die Eingeweihten aller Kulturen diese Kräfte erkannten und wahrnahmen - ob intuitiv, medial oder durch Naturbeobachtungen, ob durch sensitive Strahlenfühligkeit oder mit mechanischen Mitteln - ist heute nur teilweise bekannt. Aber historische Bauten in aller Welt wie Pyramiden, Tempel, Menhire und Kultstätten zeigen, dass dieses Wissen weit verbreitet war. In China und mittlerweile auch im Westen heißt die Wissenschaft der Landschaft Feng Shui. Deren Kraftströme werden als »Drachenadern« bezeichnet und als die Lebensströme der Erde geehrt und geachtet. Das geomantische Weltbild sieht die Erde als lebendiges Wesen mit einem feinen Netz, das die Erde teils sichtbar, teils unsichtbar umhüllt und durchzieht, ähnlich den Nervenbahnen und Meridianen des menschlichen Körpers. Sichtbar und nachweislich wie unsere Nerven sind alle Erz- und Wasseradern und geologischen Verwerfungen. Nicht mit grobstofflichen Mitteln wie Skalpell und Spaten nachweisbar sind die feinstofflichen Meridiane von Mensch und Erde. Nichtsdestoweniger sind sie messbar und in ihren Auswirkungen unübersehbar.
Während sich die Geomantie mehr mit den aufbauenden Erdströmen befasst, waren und sind das Arbeitsfeld der Radiästhesie eher die geopathogenen Felder, die so genannten Reizzonen. Beide Richtungen arbeiten jedoch mit gleichen oder ähnlichen Methoden und nähern sich immer mehr an. Viele Radiästhesisten haben die Kraftplätze entdeckt, und man sieht sie hier und da mit Pendel und Rute Kirchen und Kultplätze abschreiten. Einer, der dies ausgiebig und gezielt im Rahmen seiner Doktorarbeit getan hat, ist der Dipl-Ing. Jörg Purner. Er hat Hunderte von alten Kirchen, Kapellen und Kraftorten mit der Rute und anderen Instrumenten untersucht und ist zu dem eindeutigen Schluss gekommen, dass keiner dieser Plätze zufällig oder nach rein praktischen Gesichtspunkten angelegt wurde. Allen gemeinsam waren eindeutig feststellbare Kraftlinien mit starken Kreuzungen im Zentrum oder Altarbereich. Jeder, der einmal zufällig oder bewusst an so einem Platz gestanden hat, weiß oder ahnt, was er bewirkt. Man fühlt sich erhoben, aufgeladen, zentriert, wird ruhig und klar oder spürt sogar ein Kribbeln oder Ziehen. Hellsichtige Menschen beobachten eine Vergrößerung der Aura.

Geomantie und Radiästhesie unterscheiden zwischen verschiedenen Zonen, Streifen und Linien, die zumeist in Form von elektromagnetischen Wellen aus dem Erdreich oder dem Kosmos kommen. Die in der Geomantie bekanntesten sind die »Leylines«. Der Begriff Leylines wurde Anfang des Jahrhunderts von dem Engländer Alfred Watkins geprägt. Er fand heraus, dass eine große Zahl von alten Kirchen und Kultplätzen auf einer geraden Linie lagen, wenn man sie auf einer Karte miteinander verband. Eine Leyline ist ein mit »Lebenskraft« pulsierender Meridian, der meist geradlinig durch die Landschaft läuft, aber auch abrupt wieder abbrechen kann, wie z.B. an Betonbauten. Sie wird durch Energien gespeist, die aus dem Kosmos kommen und über »Einstrahlpunkte« ins irdische Netz eingeleitet wurden. Eine Leyline ist ein Lebensstrom, der da, wo er fließt, die Pflanzen-, Tier- und Menschenwelt nährt und inspiriert, vor allem wenn seine Energie mit Steinsetzung transformiert wurde, wie das z.B. die Megalithkultur beherrschte. Eine solchermaßen zentrierte Leyline wirkt wachstumsfördernd und spendet Lebenskraft innerhalb einer sozialen Gemeinschaft. In Kirchen oder Kathedralen sind Einstrahlpunkte von Leylines oft im Altarbereich zu finden und haben eine starke spirituelle Wirkung. Dort finden wir auch häufig so genannte »blind springs«, das sind Wasserläufe, die hier enden und nicht an die Oberfläche treten. In den »blind springs« sieht Underwood die esoterischen Zentren der alten Religionen und den eigentlichen Mittelpunkt der Kultstätten. Er weist darauf hin, dass in frühen biblischen Tagen so ein Platz verehrt wurde als ein Ort, »wo sich Gott aufhält«.


Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.