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Ausgabe Mai 2019
Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2019. 05: Safran - für mehr Freude und Gesundheit

Beitragsreihe von Cornelia Titzmann, Heilpraktikerin und Dozentin für Phytotherapie

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Bilder: wikipedia, safran: Rainer Zenz, Krokus: KENPEI

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Safran (Crocus sativus) – ein Gewürz und Heilmittel – wird von den Narben der violetten Krokusblüte geerntet. Für ein Kilo Safran benötigt man bis zu 200.000 Blüten. Deshalb ist es wohl das teuerste Gewürz auf dem Markt. Die wundervolle Pflanze mag es warm und sonnig, sie gehört zu den Schwertliliengewächsen. Hauptanbauländer sind der Iran, Kaschmir, Marokko, aber auch in Europa Griechenland und Italien. Auch in Deutschland werden kleine Mengen angebaut. Der Geschmack ist leicht bitter-scharf und etwas herb. Der Duft dagegen ist süßlich, aromatisch. Inhaltsstoffe sind u. a. Carotinoide (crocin = safrangelb) und ätherisches Öl. Seit Jahrtausenden begeistert diese Pflanze die Menschen in der Medizin und in der Küche.
Die moderne Forschung zur medizinischen Anwendung des Safrans läuft auf Hochtouren. Als bisher bekannte Wirkungen sind beschrieben: Nervenstärkung, Antidepressivum, günstige Wirkung beim Prämenstruellen Syndrom (Beschwerden vor der Menstruation) und bei Beschwerden in den Wechseljahren.
In der Volksheilkunde gilt Safran als Aphrodisiakum, als Schutzmittel für den Bauch und Verdauungstrakt. Dabei wird eine entzündungshemmende Wirkung vermutet. Häufiger in der Küche verwendet, soll er mehr Freude und Gesundheit auf allen Ebenen in das Leben bringen! Achten Sie beim Kauf auf echten Safran – das Gewürz wird oft verschnitten.


Anwendungstipp:
Bauchöl – zur äußerlichen Anwendung bei Kindern und Erwachsenen:
500 ml Sesamöl und 2 g Safran (eventuell vorher mörsern) im Wasserbad erwärmen (max. 80 Grad), in eine dunkle Flasche füllen, verschließen und zwei Wochen bei Zimmertemperatur stehen lassen. Zur Unterstützung bei Bauchschmerzen, Koliken, Verspannungen, nach Operationen (Kaiserschnitt) – einmal täglich leicht einreiben.

Infos zur Autorin auf www.corneliatitzmann.de


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