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Ausgabe Mai 2019
Sammeln oder Loslassen? ... von Barbara Arzmüller

Mit Feng Shui und Energieschilden zur inneren Balance finden

Ein bisschen Feng Shui macht fast jeder. Für viele Menschen sind die Regeln von Feng Shui längst zum Alltag geworden. Sie schmücken ihre „Partnerecke“, aktivieren ihre „Reichtumsecke“ oder betonen ihren Eingang. Die Teilung des Grundrisses in unterschiedliche Lebensbereiche – im Feng Shui „Bagua“ genannt – ist eingängig und verbreitet. Das Spannende bei diesem System ist: Der Zustand der Lebensbereiche spiegelt sich im Zuhause wider und kann hier auch beeinflusst werden. Trotzdem bewegt sich oftmals nicht so viel, wie sich die Anwender erhofft hatten. Viele der eigentlich sinnvollen Gegenstände verlieren ihre Energie nach kurzer Zeit und verkommen zu wirkungsloser Dekoration. Ein Grund dafür ist, dass lediglich aktivierende Gegenstände dazugestellt werden, vorhandene blockierende Dinge aber nicht aussortiert werden. Somit gibt es zu viele hemmende Einflüsse, die eine produktive Wirkung nicht wirklich zulassen.

Ergänzende Pole
Die Lösung liegt im Sortieren und Loslassen – sowohl auf der materiellen als auch auf der psychischen Ebene. Minimieren ist sowieso gerade der Trend unserer Zeit. Die meisten Menschen haben zu viele Güter angesammelt. Ihr Inneres ist mit Bildern und Erinnerungen überfrachtet, Seele und Geist sind müde von einer Überfülle an Gedanken und Gefühlen. Das Reinigen und Klären des Innen- und Außenlebens wird damit zur Notwendigkeit.
Aber: Sogar beim Loslassen liegt die Balance in der Mitte. Wer es zu intensiv praktiziert, läuft Gefahr den Halt zu verlieren. Es kann sich wie abgeschnittene Wurzeln anfühlen, wenn man sich von Dingen trennt, an denen man eigentlich noch hängt.
Das Loslassen und das Sammeln bilden eine Achse. Beide Pole brauchen und ergänzen einander. Es ist wie bei einer Wippe: Liegt auf einer Seite eine zu schwere Last, drückt sie dieses Ende der Wippe in den Boden. Die gegenüberliegende Seite wird dadurch nach oben gehoben – das heißt, die Bodenhaftung ist hier verloren. Ausgewogenheit sieht anders aus.

Die Weisheit der Schilde und des Bagua nutzen
Schilde haben eine alte Tradition, um Menschen zu schützen und zu stärken. Für Lebensbereiche funktioniert das genauso. Energie- und Schutzschilde strahlen aus sich selbst heraus. Ihre Muster und Farben wirken wie sanfte Magie, voller Liebe, Licht und Freude.
Auch die Arbeit mit den Bagua aus dem Feng Shui kann eine wertvolle Unterstützung sein. Um die Balance zu wahren, lohnt es sich, die beiden Bagua-Bereiche anzuschauen, die mit Sammeln und Wurzeln auf der einen Seite und mit Loslassen und Flügeln auf der anderen Seite zu tun haben. Dabei handelt es sich um zwei oft unterschätzte Bereiche: „Familie & Tradition“ für das Sammeln und die Wurzeln und „Kinder & Kreativität“ für das Loslassen und die Flügel.
„Familie & Tradition“ ist der Pool, in dem Gedanken, Gefühle und eben auch Dinge zusammengetragen werden. Es ist das reiche Erbe, aus dem wir schöpfen können. Wird es überbetont, ist es jedoch belastend. Es macht die Gedanken düster, das Gemüt schwer – und das Zuhause dicht. Die Überbetonung zeigt sich optisch durch überfüllte Räume und vollgestopfte Schränke.

Loslassen gehört zum Bereich „Kinder & Kreativität“. Die Fähigkeit zum Erschaffen, sich als Schöpfer zu begreifen, haben Kinder sehr intensiv. Sie bauen Sandburgen und machen sie wieder kaputt. Sie leben für den Augenblick und nicht für gestern oder für morgen. Kreative Menschen haben dieselbe Gabe. Doch auch hierbei gibt es ein Zuviel. Das Gefühl von Zugehörigkeit und Verwurzelung fehlt. Optisch zeigt sich das als kühle, nüchterne Räume, die Unruhe und Ungemütlichkeit ausstrahlen.
Um einen Ausgleich zu schaffen, gilt es beide Bereiche zu aktivieren, mit Symbolen oder eben mit Schilden. Damit geben sie sich gegenseitig Impulse – das macht das Ganze rund. Es fühlt sich gut an.

Ein Platz zum Sammeln
Der Bereich „Familie & Tradition“ bietet sich als perfekter Ort an zum Stapeln und Sammeln. Es ist ein guter Platz, um einen Schrank aufzustellen oder sich Stauraum zu schaffen. Hier lassen sich Dinge und Erinnerungen aufbewahren, hier lassen sich die Wurzeln festigen.
Unterstützen lässt sich dieses Vorhaben mit Symbolen, die die Verbindung zu „Familie & Tradition“ ausdrücken. Das können Fotos der Eltern und Ahnen sein, sofern die Beziehung sich freundlich anfühlt. Ist es das nicht, nehmen Sie lieber Fotos Ihrer Seelenfamilie – ob Indianer, Kelten oder Südseeinsulaner.
Ergänzend können Sie den Schutzschild „Familie & Tradition“ aufstellen und wirken lassen. Der angedeutete Baum auf dem Energieschild „Familie & Tradition“ weist auf die Verlässlichkeit dieser Verbindung hin. Hier ist ein Ort zum Anlehnen. Hier muss man sich nicht beweisen, sondern wird so angenommen, wie man ist. Man ist ein Teil der Familie und gehört dazu. Diese Anerkennung schenkt Würde und gibt das Gefühl des Erwachsenseins. Man will und kann verantwortungsvoll handeln.

Ein Ort des Loslassens
Der Bereich „Kinder & Kreativität“ ist etwas sehr Fröhliches. Hier ist ein guter Ort, um Dinge, Gedanken und Gefühle loszulassen und etwas Neues zu kreieren. Die Einfälle sprudeln und es gibt immer etwas zu lachen. Das Leben ist nicht besonders ernst, sondern lockt mit Abenteuern und Vergnügen. Die Beziehung zu Kindern wird leicht. Insbesondere das eigene innere Kind nimmt einen wichtigen Platz im Leben ein.
Um diesen Bereich zu aktivieren, bietet sich alles an, was lustig und verspielt ist. Kinderspielzeug ist gut geeignet, auch alles, was sich bewegt, ist hier richtig. Gern darf es schön bunt sein. Einen Zweck muss dieser Gegenstand nicht erfüllen, es reicht, wenn er Sie zum Lächeln bringt. Fragen Sie Ihr inneres Kind um Rat! Auch hier können Sie einen Energieschild wirken lassen – passenderweise „Kinder & Kreativität“. Die Blumen, Girlanden und Sterne auf dem Bild verscheuchen Kühle und Schwere und lassen das Leben wieder glitzern.

Der Boden ist bereitet
Durch die Aktivierung von beiden Polen, dem Ort des Sammelns und dem Ort des Loslassens, entsteht eine wohltuende Energie. Die Schwingung der Harmonie wirkt sich auf das ganze Haus und seine Bewohner aus. So schaffen Sie sich eine gute Grundlage, damit auch andere Lebensbereiche in Balance kommen können.

Barbara Arzmüller ist Innenarchitektin und erfolgreiche Autorin. Über Feng Shui und Astrologie fand sie einen Weg, auch ihre spirituellen Begabungen in ihren Beruf und ihr Leben einzubringen. Ihr Ziel ist es, die wahre Schönheit der Welt und der Menschen sichtbar zu machen. Weitere Infos auf www.barbara-arzmueller.de

Buchtipp:
Barbara Arzmüller: Ein guter Platz zum Leben – Wie Sie Ihr Zuhause energetisch klären und die Lebensbereiche stärken. Mankau Verlag 2.2019, mit 25 Farbschilden, 176 Seiten, 16,90 Euro, ISBN 978-3-86374-502-8


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