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Ausgabe Februar 2019
Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2019. 02: Sanddorn ... von Uta Kübler


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© na9179126124_AdobeStock

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Wie der Sanddornbusch aus seiner ursprünglichen Heimat im Gebiet des Himalayas zu uns kam, ist nicht bekannt. Man vermutet, dass er am Ende der letzten Eiszeit als Pionierpflanze unsere Steppen besiedelte. Im späten Herbst bis zum Ende des Winters leuchten seine orangeroten Beeren in unserer Nachbarschaft, sowohl an Berliner Straßen als auch in der Mark Brandenburg. Der Sanddornbusch begnügt sich mit sandigem, nährstoffarmem Boden, trotzt Temperaturen zwischen +50 und -50 Grad, schlechter Luft verhält er sich resistent gegenüber Schädlingen. Was er braucht ist Licht, und in seinen Beeren speichert er es für unsere lange, graue Winterzeit. Sie enthalten gesättigte und ungesättigte Fettsäuren im Fruchtfleisch und in den kleinen schwarzen Samen. Außerdem Mineralstoffe, Spurenelemente und jede Menge Wasser – und fettlösliche Vitamine. Der Vitamin-C-Gehalt nimmt es durchaus mit dem der Acerolabeere auf. Der Saft hilft uns besonders im Winter die Abwehr vor Infekten zu erhöhen und dem „Winterblues“ mit Abgeschlagenheit und Schwächegefühlen zu entgehen. Er pflegt die Blutgefäße und verhindert Cholesterinablagerungen. Ein paar Tropfen Fruchtöl oder Samenöl veredeln jede Crème oder Bodylotion zu einem Balsam gegen trockene, raue und irritierte Haut.

Anwendungstipp:
Sanddornbeeren wirken entzündungshemmend und die Schleimhäute regenerieren. Hier mein persönliches Lieblingsrezept bei Halsschmerzen und Heiserkeit: In einem Glas mit Schraubdeckel erwärme ich im Wasserbad 1 Teil Honig, verschüttele ihn mit 1 Teil Sanddornsaft und 1 Teil Olivenöl. Jede Stunde ein Schlückchen vertreibt die Beschwerden meist nach kurzer Zeit. Die Mischung hält sich im Kühlschrank mindestens eine Woche und eventuelle Reste geben eine leckere Grundlage für die nächste Salatsoße.

Uta Kübler, die Autorin dieses Heilpflanzentipps ist Heilpraktikerin und Dozentin für Pflanzenheilkunde.
Weitere Infos auch zu Intensivkursen finden Sie auf www.pflanzenheilkunde.berlin


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