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Ausgabe Januar 2019
Zufriedenheit und Wohlbefinden ... von Brandon Bays

Sich von der Last der Vergangenheit befreien über Vergebung

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© Mary Camomile - Fotolia.com

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Menschen, die in ihrem Leben Ungerechtigkeiten erfahren haben oder arg verletzt worden sind, sagen oft, dass sie der Person niemals verzeihen werden, was sie ihnen angetan hat. Oft würden sie sogar sprichwörtlich „eher sterben, als zu vergeben“. Diese Entscheidung kann sich mit der Einsicht verändern, dass Vergebung ein großes Geschenk an dich selbst ist.
Vergebung bedeutet weder, dass du missbräuchliches Verhalten billigst, noch, dass du irgendjemandem erlaubst, dich jemals wieder auf die gleiche Weise zu behandeln. Das schmerzhafte Handeln an sich mag sehr wohl unverzeihlich sein.
Wenn wir unsere emotionale Geschichte immer wieder und wieder ausleben, kann das auch Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Denn jedes Mal, wenn wir sie wiederholen - ob in Gedanken oder laut - wirbeln wir Emotionen auf, die jede Zelle unseres Körpers damit überfluten.

Emotionen sind „Energie in Bewegung“
Natürlicherweise erscheinen und verschwinden Emotionen ganz von allein. Kinder wechseln innerhalb von Sekunden vom Weinen zum Lachen über. Doch im Laufe unserer Erziehung haben viele von uns Bewältigungsstrategien entwickelt, die uns unsere Emotionen unterdrücken oder vermeiden lassen – wodurch uns der Zugang zu unseren wahren Gefühlen versperrt wird. Zum Teil halten wir auch an bestimmten Emotionen fest oder bleiben in ihnen stecken. Wenn emotionale Energien stagnieren oder verleugnet werden, hat das erheblichen, negativen Einfluss auf unser ganzes Leben. Einige Emotionen sind sehr heilsam für uns. Andere – wenn sie über lange Zeit wieder und wieder aufgewärmt werden – können sogar unser Immunsystem schwächen. Vergebung unterbricht diesen Teufelskreis und lädt uns ein, gesündere Überzeugungen anzunehmen, die mit unserem höchsten Wohl übereinstimmen.

Deine emotionale Intelligenz steigern
Tiere in der Wildnis tun etwas, das Menschen abhandengekommen ist: eine Antilope, die einem Geparden entkommen ist, schüttelt überschüssiges Adrenalin, das ihr Körper während der Flucht produziert hat, anschließend wieder ab. Nach dramatischen Ereignissen und aufwühlenden Emotionen lassen wir Menschen in der Regel die überschüssige Energie nicht wieder los, da wir im Laufe des Erwachsenwerdens gelernt haben, uns „zusammenzureißen“. Statt die Emotionen ganz natürlich loszulassen, werden sie in den Zellen als Zellerinnerungen gespeichert, wo sie empfindsame Schäden anrichten können.
Infolgedessen ist jede unserer Entscheidungen von unseren unbewussten, unterdrückten Befürchtungen beeinflusst und wir können nicht erkennen, warum wir fortwährend Entscheidungen treffen, die nicht wirklich in unserem Interesse liegen. Diese Gewohnheiten und Verhaltensweisen können uns in jedem unserer Lebensbereiche behindern.

„Bis wir eines Tages aufwachen“
Manchmal wird uns in einem Schlüsselerlebnis oder einer traumatischen Situation plötzlich bewusst, dass wir selbst für unser Wohlbefinden und unser Glück verantwortlich sind. Somit können wir niemanden mehr beschuldigen oder im Außen nach Rettung suchen. Stattdessen ist es an der Zeit zu lernen, die Schlüsselsituationen unserer Vergangenheit aufzudecken und die darin gespeicherte und blockierte Energie auf gesunde Weise loszulassen. Dies ermöglicht uns, unsere Emotionen lebendig zu fühlen und vollkommen gesund und frei zu leben.

Der Einfluss der Gesellschaft
Auch unsere gesellschaftlich allgemein üblichen Überzeugungen können großen Einfluss auf unsere Lebensqualität ausüben. Es kann uns beigebracht worden sein, unsere Emotionen in einer Form auszudrücken, die alles andere als gesund ist, insbesondere im Falle überwältigender Emotionen aus traumatischen Ereignissen. In der Folge reagieren wir "allergisch" auf unsere tiefsten Gefühle und leben von nun an in einer kleinen, mittleren emotionalen Bandbreite – weder besonders hoch, noch zu tief. Damit unterwerfen wir uns einem Leben des Mittelmaßes.

Beispiele für mittlere Gefühle:
sich ärgern, sich gut fühlen, etwas als angenehm empfinden, traurig oder frustriert sein

Tiefere Emotionen sind oft wie eine "verbotene Zone" – sie stehen uns daher nicht zur Verfügung.

Beispiele für tiefere Emotionen:
Leidenschaft, Zorn, Lust, Hass, Liebe, tiefe Trauer, Enthusiasmus, Inbrunst

Tiefere Emotionen sind intensive, ausdrucksstarke Gefühle. Diese können viele von uns beängstigen, da wir sie mit ungesundem Verhalten assoziieren. Zum Beispiel kann jemand, der miterlebt hat, wie eine wutentbrannte Person jemanden bestraft oder verletzt, auf unbewusster Ebene Zorn und Misshandlung miteinander verbinden. Für diejenigen bedeutet Zorn gleich Misshandlung. Das macht Zorn für sie unerreichbar als berechtigte Emotion, da Zorn als zerstörerisch empfunden wird.

Wir sollten lernen, Emotionen vom Verhalten zu entkoppeln. Denn „E-Motionen“ sind wortwörtlich Energie in Bewegung.

Die Autorin Brandon Bays entwickelte die Methode „The Journey“, als Reise nach innen – in die Essenz. Brandon Bays beschreibt eindrucksvoll ihren eigenen Heilungsweg und die darin enthaltende Entdeckung der „Journey- Methode“ in ihrem Bestseller-Buch „The Journey – Der Highway zur Seele“. Infos: www.brandonbays.de


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