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Ausgabe Januar 2019
Jahresthemen 2019 ... von Markus Jehle

Trends und Zyklen aus astrologischer Perspektive

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© scharfsinn86_AdobeStock

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Stellen wir uns vor, was 2019 alles möglich wäre, wenn wir die richtigen Ziele vor Augen hätten und über eine aufrechte Moral verfügten. Wenn wir wüssten, wie wir mehr Gutes tun und ein noch besserer Mensch werden könnten. Wenn wir vielversprechende Dinge in Angriff nähmen und uns dabei selbst überträfen. Wenn wir positiv dächten, Zuversicht ausstrahlten und klüger wären. Wenn wir den richtigen Göttern Altäre errichteten und darauf verzichteten, falsche Götzen anzubeten. Wenn sich neue Horizonte auftäten und wir nicht länger durch die Tempel des Konsums irrten. Wenn wir wüssten, wo das Glück zu finden wäre. Wenn unser Handeln mehr Sinn ergäbe und unser Dasein erfüllter wäre. Wenn es Gerechtigkeit für alle gäbe und wir in der besten aller möglichen Welten lebten. Wenn es uns gelänge, vom Konjunktiv in den Indikativ zu wechseln (Jupiter in Schütze).

Wirklichkeit und Möglichkeit
Es grenzt mitunter an Wunder, mit welchen Wünschen und Sehnsüchten wir uns unsere Wirklichkeit erschaffen. Doch häufig leben wir in Scheinwelten und sind weitdavon entfernt, dies überhaupt zu bemerken. 2019 können wir erkennen, womit wir uns und anderen etwas vormachen. Nun zeigt sich, vor welchen Fakten wir uns gedrückt und welche Realitäten wir aus den Augen verloren haben. Es ist ein großer Kreis, der sich allmählich schließt, und der uns nochmals mit den Wünschen und Hoffnungen der Jahre 1989/90 in Berührung bringt. Was haben wir seitdem verwirklichen können? Wo wurden wir enttäuscht oder haben versagt? Was ist unser nächster wichtigster Wunsch? Darauf die richtigen Antworten zu finden, ist ein Kunststück, das uns in diesem Jahr gelingen könnte. Geben wir unserem Möglichkeitssinn die Chance, unsere Wirklichkeit zur Erfüllung zu bringen (Steinbock-Saturn Sextil Fische-Neptun).

Ursache und Wirkung
Schließlich gibt es Tatsachen und Notwendigkeiten, an denen 2019 kein Weg vorbeiführt. Manche Entwicklungen werden so konkret und manifest, dass wir uns fast davon erdrückt fühlen. Doch unter hohem Druck kommen klare, kristalline Strukturen zustande. Von daher können wir die anstehenden Herausforderungen dazu nutzen, unseren inneren Diamanten zu schleifen und Kante zu zeigen. Wie belastbar wir sind und was uns trägt, das tritt im Laufe des Jahres deutlich zutage. Womöglich sind unsere Ressourcen begrenzter und die Last der Verantwortung größer als wir dachten. Dennoch dürfen wir uns nicht zu viel aufbürden, sonst bezahlen wir mit Depression. Die Erkenntnis, dass das Leben über keinen Rückwärtsgang verfügt, trifft uns womöglich wie ein Schlag. Nun werden uns Zusammenhänge von Ursachen und Wirkungen deutlich, die Jahre und Jahrzehnte umfassen können. Manche Prozesse erreichen jetzt ihr natürliches Ende. Inwieweit es uns gelingt, dies zu erkennen und zu akzeptieren, darin zeigt sich der Grad unserer Meisterschaft (Saturn in Steinbock).

Evolution und Revolution
Wie sehr unser Begehren rein materiell und triebhaft bedingt ist, das lässt sich 2019 nicht länger verheimlichen. In Lustfragen einen eigenen Willen zu behaupten, könnte zu einer spannenden Herausforderung werden. Wer sind wir, wenn sich das Leben nicht mehr primär um Shoppen, Essen, Sex und die Erfüllung sinnlicher Bedürfnisse dreht? Was bleibt vom Sein, ohne das Haben? Womöglich eine größere Freiheit als wir uns derzeit vorstellen können. Freie Liebe, gleichberechtigte Beziehungen, gerechte Besitzverhältnisse und Grundeinkommen für alle – Stoff genug, um kleinere und größere Revolutionen in Gang zu setzen, die in evolutionärer Hinsicht längst überfällig sind. Es sind die materiellen und erotischen Grundbedingungen unserer Existenz, in denen sich nun zeigt, wie frei unser Wille und unsere Lust tatsächlich sind. Beweisen wir unseren Hormonen, wer das Sagen hat oder erliegen wir ihrem Einfluss stets aufs Neue? Die Antwort darauf verändert den Lauf der Welt weit mehr, als wir denken (Uranus in Stier).

Schuld und Sühne
In karmischer Hinsicht steht 2019 eine große Abrechnung an. Das Sippengewissen meldet sich mit aller Macht zu Wort, und wir müssen Rechenschaft ablegen, wogegen wir verstoßen haben und was wir unseren Vorfahren schuldig geblieben sind. Je klarer wir dabei Position beziehen und uns von überzogenen Erwartungen abgrenzen, desto gründlicher können wir reinen Tisch machen und mit der Vergangenheit abschließen. Womöglich müssen wir für Dinge geradestehen, die wir gar nicht selbst verursacht haben, damit manche Seelen endlich ihren Frieden finden. So dürfen die Geister und Gespenster der Vergangenheit endlich ruhen und wir sind frei und können uns um die Erfüllung eigener Bedürfnisse kümmern. Anteil zu nehmen und Trost zu spenden, macht vieles leichter. Doch was oder wen auch immer wir unter unsere Fittiche nehmen, entscheidend ist, dass daraus keine neuen Abhängigkeiten resultieren. Indem wir gut für uns und andere sorgen und uns emotional berühren lassen, tilgen wir unsere karmische Schuld (Saturn und Pluto am absteigenden Mondknoten).

Die Mächte des Schicksals
Wie stabil und sicher unsere Lebensfundamente sind, das zeigt sich 2019 in aller Deutlichkeit. Unsere Lebensstrukturen sind starken Belastungen ausgesetzt, und was nicht über ausreichend Substanz verfügt, geht zu Bruch. Es sind sowohl Verlusterfahrungen als auch Erfolgserlebnisse, die uns vor Augen führen, was wirklich trägt. In diesen Zeiten Halt und Sicherheit zu finden, stellt eine große Herausforderung dar. Wir stehen vor der Notwendigkeit, neue Fundamente zu schaffen und langfristig angelegte Aufbauarbeit zu leisten. In diesem Zusammenhang werden uns große Anstrengungen und schmerzhafte Einschnitte abverlangt, die sich jedoch auf lange Sicht bezahlt machen. Die Mächte, die unser Schicksal bestimmen, fordern ihr en Tribut. Indem wir uns auf unsere Kernkompetenzen besinnen und auf das Wesentliche konzentrieren, können wir Prozesse in Gang setzen, die zu tragfähigen Strukturen und Ordnungen führen (Saturn Konjunktion Pluto).


Zehn Dinge, auf die wir 2019 besser verzichten sollten:

Die Schuld für eigenes Versagen bei anderen abzuladen (Saturn in Steinbock)
In der falschen Währung zu rechnen (Uranus in Stier)
Die Gewissheiten und Weisheiten anderer für Irrtümer zu halten (Jupiter in Schütze)
Unser Familienschicksal zu leugnen (Saturn Konjunktion Pluto)
An lebenswichtigen Fundamenten zu sägen (Pluto in Steinbock)
Nach Sternen zu greifen, die außer Reichweite liegen (Jupiter Quadrat Neptun)
Uns für das Falsche aufzuopfern (Neptun in Fische)
Leistungen vorzutäuschen, die nicht existieren (Saturn Sextil Neptun)
Den Zorn des Achilles zu wecken (Chiron in Widder)
Beziehungen zu spalten (Lilith in Wassermann)

Markus Jehle: www.astrologie-zentrum-berlin.de


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