aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe Juli 2018
Kokos-Minze-Scrub Rezept und eine Geschichte dazu. ...von Lily Diamond


art94650
© Tim UR + © mates - Fotolia.com
Wenn wir an den Wochenenden nichts anderes vorhatten, schmierten Tara, meine beste Freundin aus Kindertagen, und ich uns immer gern mit irgendwelchen selbst gemachten Schönheitsprodukten ein. Zuvor gingen wir dazu auf Beutezug in die Natur und sortierten dann, was wir an Bananen, Papayas und Hibiskusblüten gefunden hatten. Daraus ergab sich dann, wie sich unser Beautytag entwickeln würde. Eine unserer legendärsten Anwendungen war pures Bananenpüree, das wir mit Behagen genossen, bis wir feststellten, dass es nicht nur die Haut schön weich machte, sondern offensichtlich auch ein Aphrodisiakum für Insektendarstellte. Da haben wir es ganz schnell wieder abgespült und kneteten stattdessen pflegende Hibiskusblätter in die Haare.

Diese Erfahrungen bilden im Grunde bis heute die Basis meiner Herangehensweise an die Körperpflege – und dieser Kokos-Minze-Scrub ist ein unmittelbarer, wenn auch verfeinerter, Nachkomme davon. Oft wird die Kombination von Kokosnuss und Limette empfohlen, ich dagegen rate dazu, Minze zu verwenden, etwas Salz sowie Kokosöl hinzuzufügen und alles gut durchzuschütteln. Und dann reibt man sich den ganzen Körper damit ein.
Wenn ich dieses Körperpeeling mache, steigen bei mir immer Erinnerungen auf an einen Sommer mit Freunden und deren Kindern am Lake Tahoe. Wir rubbelten uns am Ufer des Sees damit sauber und sonnten die herrlich frische Haut im klaren, strahlenden Licht der Sierras. Durch das Mahlen der Kokoschips erhält man ein feineres Salz-Peeling. Das Kokosöl macht strapazierte Haut schön weich. Frische Minze setzt beim Zerstoßen das in ihnen enthaltene ätherische Öl frei, Menthol, und dieses kräftigt die Haut und erfrischt den Geist. Die Haut wird es Ihnen mit jüngerem Aussehen und mehr Spannkraft danken.

Rezept:

20 g Kokoschips, ungesüßt
90 g Meersalz
2 EL natives Kokosöl,
geschmolzen, abgekühlt etwa 20 g fein gehackte Minzeblätter

Ergibt etwa 250 g
Zubereitungszeit: 5 Minuten

Die Hälfte der Kokoschips im Blitzhacker oder in einer Kräuter- oder (gesäuberten) Kaffeemühle grob auf die Hälfte der Größe zerkleinern, die zweite Hälfte zu feinem Pulver mahlen. Je nach Stärke des Geräts dauert das 15–30 Sekunden.
Die beiden Pulver in einer Schüssel mit dem Salz und dem Kokosöl vermischen. Die Minze behutsam daruntermengen und leicht zerstoßen, damit sich ihr Duft entfalten kann. Das Peeling hält sich im Kühlschrank 1 oder 2 Tage. Dann verliert die Minze ihre Frische. Nicht im Gesicht oder auf gereizter Haut anwenden. Vor der Anwendung Zimmertemperatur annehmen lassen, so dass das Kokosöl weich wird. Das Peeling am besten in der Dusche anwenden und die Minze- und Kokosstückchen im Abflusssieb oder mit einem Waschlappen oder einem Papiertaschentuchauffangen.

Veröffentlichung des Buchauszugs mit freundlicher Genehmigung des AT Verlags.

Lily Diamond erzählt im Buch in sehr persönlichen Begleittexten aus ihrem Leben - von ihrer Kindheit auf der hawaiianischen Insel Maui, ihrer Mutter, einer kräuterkundigen Aromatherapeutin, von der sie ihr reiches Pflanzenwissen erworben hat, und von ihren Erfahrungen auf dem Weg ins Erwachsenenleben. Naturnahe Ernährung und Kosmetik spielten für sie dabei immer eine ganz persönliche Rolle.


Buchtipp:
Lily Diamond: Minze, Salbei, Rose, Rezepte mit Kräutern und Blüten
AT Verlag, München 2017, 272 Seiten, 20 Euro


Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.