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Ausgabe März 2018
Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2018.03: Guajakholz - Ein willkommener Exot

Beitragsreihe von Cornelia Titzmann, Heilpraktikerin und Dozentin für Phytotherapie

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© Travelian - Flickr - commons.wikimedia.org

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Vielleicht sollten Menschen, die Probleme mit Fremdem haben, sich mit Pflanzenheilkunde befassen: Hier sind Sie willkommen, jene aus fernen Ländern. Eine kleine Rundum-Apotheke aus der Familie der Jochblattgewächse (Zygophyllaceae). Es gibt verschiedene Vertreter aus dem tropischen und subtropischen Amerika. Es handelt sich hier um einen harzreichen Laubbaum mit ledrigen Blättern und blassblauen Blüten. Die blaue Blütenfarbe war schon immer etwas Besonderes. Das Holz ist sehr schwer und wird vorwiegend zum Schiffsbau verwendet. Schon seit der Mayakultur wird eine Abkochung des Holzes medizinisch angewandt. 1508 brachten die Spanier die Pflanze nach Europa, hier erlangte sie große Berühmtheit als Mittel gegen die Syphilis und als Antirheumatikum. Bis heute interessieren sich Mediziner für diese Pflanze, inzwischen wird sie vorwiegend homöopathisch eingesetzt. Sie wurde unter vielen Namen bekannt: Guaiacum sanctum, Franzosenholz, Pockholz, Lignum vitae und andere. Gegen die Pocken (Pockholz) wurde sie relativ erfolglos eingesetzt, jedoch schätzt man ihre positive Wirkung bei allgemeinen Hautproblemen. Ein gutes antientzündliches und schmerzstillendes Mittel war sie auf jeden Fall. Wir finden Anwendungen bei Rheuma, Gicht, Menstruationsbeschwerden und Kopfschmerzen. Lange Zeit benutzte man mit Harz getränktes Papier zum Nachweis für Blut im Stuhl. Es färbte sich blau. Die Inhaltsstoffe sind neben den Harzen und ätherischen Ölen Saponine, Bitterstoffe, Gerbstoffe und verschiedene Pflanzensäuren. Der Infus aus dem Holz (Tee) soll beruhigend und kräftigend wirken, besonders gut für geschwollene Drüsen, die sogenannte skrophulöse Konstitution sein. Ein kleiner Rat: Homöopathisch soll es gegen Wachstumsschmerzen helfen.

Anwendungstipp:
Geschlechtskrankheiten fallen bei allen Nicht-Ärzten unter das Behandlungsverbot! Machen Sie keine Eigenversuche. Stattdessen mal eine Literaturempfehlung: „Das Mädchen, das den Himmel berührte“ von Luca Di Fulvio. Auch da kommt das Guajakholz vor. Viel Freude damit.
Ihre Cornelia Titzmann

Cornelia Titzmann
NaturheilpraxisHeilpHorst-Kohl-Str. 2,
12157 Berlin
Infos und Kurse: www.corneliatitzmann.de


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