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Ausgabe Februar 2017
Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2017. 02: Minze – Minze – Minze

Beitragsreihe von Cornelia Titzmann, Heilpraktikerin und Dozentin für Phytotherapie

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...es gibt so viele verschiedene Sorten. Die Pfefferminze (Mentha piperata) kennt wohl jeder. Ihre Eltern sind die grüne Minze und die Wasserminze, die eine Züchtung ist. Alle gehören zur Familie der Lippenblütler und man findet sie in Europa, Süd- und Ostasien sowie in Amerika und Australien. Als Kulturpflanze oder verwildert mag sie feuchte Böden, trägt rötliche Blüten und blüht in unseren Regionen im Juni bis August. Minz -Arten werden seit dem Altertum in der Küche und in der Medizin verwendet. Ihr Gattungsname erinnert an die Nymphe „Menthe“, welche von der eifersüchtigen Göttin Proserpina in eine Minzpflanze verwandelt wurde, um sie von Pluto fern zuhalten. Sie enthält das ätherische Öl Menthol, welches zuerst kühlend und dann erwärmend wirkt. Weitere Inhaltsstoffe sind Bitterstoffe, Farbstoffe und Gerbstoffe. Ihre Wirkungen werden als erfrischend, antiseptisch, belebend, abwehrsteigernd, verdauungsfördernd und potenzsteigernd beschrieben. Sie soll die Konzentration verbessern, Kopfschmerzen lindern und sie hilft Hitze besser auszuhalten, daher wird sie in Wüstenregionen traditionell zusammen mit schwarzem Tee getrunken. Sie ist ein hervorragendes Mittel gegen Übelkeit und bei Gallenbeschwerden. Ein „Geheim“-Mittel gegen Gefühlskälte. Sie wurde schon immer in Klostergärten angebaut: Edelminze (als Salat-Beigabe), Zitronenminze (als Duftpflanze), Roßminze (sehr intensiv, zur Herstellung von Pastillen), Poleiminze (Achtung giftig, nicht innerlich anwenden). Während einer homöopathischen Behandlung sollte kein Minzöl verwendet werden, da es die Wirkung der Mittel unwirksam machen kann. Man bekommt Minze als Tee, Zusatz für Bäder und Aufgüssen, in Salben. Oft wird nur das ätherische Öl verarbeitet.

Anwendungstipp:
Nach Messeque`(französischer Pflanzenheilkundler) hilft Minze als Tee getrunken gegen „seelische Empfindungsstörungen“. 2 Teile Minze und 1 Teil Bohnenkraut. 1 Teelöffel/Tasse, 1-2 Tassen pro Tag für 3 Wochen. Vielleicht eine passende Pflanze in dieser rauen Zeit...

Infos und Kurse auf www.corneliatitzmann.de


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