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Ausgabe April 2016
Yoga-Stile - Das kleine Yoga ABC

Wie soll man sich da noch zurecht finden? Da gibt es zum Yoga, so viele Namen, die man kaum versteht.
Wir helfen gerne mit einem kleinen Yoga-Glossar.

Aerial: Übungen des Hatha-Yoga, die mithilfe von Tüchern und Matten meist in der Luft hängend ausgeführt werden.

Advaita: bezeichnet die Wahrnehmung der Natur der Wirklichkeit im Sinne der Non-Dualität (Nicht-Zweiheit)

Anti-Stress: bezeichnet eine Praxis im Yoga zur Entstressung

Asanas: Körperhaltungen (Posen), im Sitzen, Liegen, Stehen. Die einzelnen Haltungen werden im Hatha Yoga systematisch bezeichnet und trainiert.

Ashtanga: Ein klassisches Yogasystem, das sich auf den „achtfachen Pfad“ zur Befreiung bezieht, wie er in den Yoga-Sutren beschrieben wird. Der achtfache Pfad umfasst Regeln zur Lebensführung, zur Ausführung der körperlichen (Asanas, Pranajama) und spirituellen Praxis (Konzentration und Meditation).

Autogenes Training: Ein „autogen“ wirksames Übungssystem, das zu medizinischen und psychotherapeutischen Zwecken aus dem Yoga entwickelt wurde. Die autosuggestive Kraft der Übungen zur Stärkung aller Aspekte des Selbst wurden auch wissenschaftlich nachgewiesen.

Ayurveda: Heilpraxis des Yoga, traditionelle, naturheilkundliche Medizin (Diagnose und Therapie), die sich parallel zum Yoga auf dem indischen Subkontinent entwickelt hat. Sie umfasst die Ernährung, Lebensführung, manuelle und phythotherapeutische Behandlungen.

Benefit Yoga: ist eine Integrale Gesundheits- und Lebenspraxis, die auf dem traditionellen und authentischen Yoga sowie Ayurveda basiert.

Bhakti: bezeichnet die Liebe und Hingabe zum Alleinen, zu Gott - und Praktiken, diese zu stärken - umfasst das Studium der Sutren, Meditationen und Kirtan, das Singen heiliger Verse, mit dem Ziel der Einswerdung mit dem Göttlichen (Advaita).

Brahma: Das schöpferische Göttliche, die höchste Existenz-ebene.

Buddhi: bezeichnet den Yoga der Unterscheidungskraft

Chakra/en: Energiezentren, die sich wie drehende Räder verhalten, und lt. der Yoga-Körperlehre spezifische Aufgaben übernehmen und durch die energetische Wirksamkeit der Yogapraxis ausgeglichen und positiv stimuliert werden. Heute geht man meist von sieben Hauptchakren aus.

Darshana: Der Stolz eines Yogi, der sich auf seine Fortschritte bezieht, auch der Anblick von heiligen Personen.

Dharma: Pflicht, Ordnung, Rechtschaffenheit

Dhyana: Volle innere Kontrolle über die eigene Wahrnehmung, zweite Stufe der Vorbereitug der Meditation.

Disziplin: Innere Bereitschaft zu lernen, Grundlage des Yoga

Faszien: Yogapraxis zur positiven Stimulierung der Faszien (Bindegewebe zur Umhüllung der Muskeln)

Flow: Eine Hatha-Yogapraxis, die sich auf fließende, geschmeidige Abläufe der körperlichen Übungen konzentriert, mit dem Ziel im Einklang mit dem inneren Wohlgefühl (Flow) zu üben.

Guru: Spiritueller Lehrer, Meister

Hatha: Der körperliche Aspekt der Yogapraxis (Atem, Körper- und Reinigungstechniken), heute: die gängigste Form des Yoga im Westen.

Iyengar, B.K. Sundara: Geb. 1918 in Südindien, einer der bekanntesten Yogalehrer, unterrichtete lange in Poona, seine Lehren fanden große Verbreitung.

Jhana: Yoga der Weisheit – ein „geistiger“ Yogaweg.

Kama-Sutra: Ein Werk aus dem Tantrismus, schildert verschiedene Liebestechniken.

Karma: Absicht und Wirkung einer Handlung, Ziel des selbstlosen Handelns

Kriya: Yoga der Praxis, besondere Übungspraxis und Rituale

Kundalini: Erweckung der Schlangenkraft, die Energie, die durch die Wirbelsäule aufsteigt, besondere Yoga-Übungspraxis

Mandala: Meditionsobjekt, kreisförmig, das Zentrum des Mandalas steht für das Selbst.

Mantra/en: Rituelle Form des Yoga, Rezitieren oder Singen heiliger Sanskrit-Silben. Im Tantrismus entwickelte sich das Mantra-Yoga zur eigenen Form.

Meditation: Geistige Versenkung, Beobachter sein, Stilles Sein mit dem Ziel der inneren Einswerdung mit dem göttlichen All-Einen.

Mudra: wirksame Hand- oder Körpergeste, Haltung innerer Kraft und Konzentration

Nada-Brahma: Klang der Welt, OM, der Klang der Schöpfung

Neti (Jala): Nasenspülung mit isotonischer Kochsalzlösung in ein Nasenloch hinein- zum anderen hinauslaufend.

Nidra: Schlaf, bewusstes Träumen

Niyama: Die Gebote zur Lebensführung

Pranayama: Atemkontrolle, bewusste Atembeobachtung, auch: Yoga-Atemtechniken wie verbundenes Atmen, die Wechselatmung, Feueratmung)

Puja: Opferritual (Tantrismus), der Ablauf ist genau festgelegt und hat mit Hingabe zu erfolgen.

Raja: ist einer der klassischen Yogawege. Im Raja Yoga wird die Entwicklung und Beherrschung des Geistes angestrebt. Gewöhnlich wird Raja Yoga mit Ashtanga Yoga („achtgliedriger Yoga“) gleichgesetzt.

Sivananda, Sarasvati S.: Großer Lehrer und Autor des indischen Yoga.

Samadhi: Höchste Meditationsstufe, Versenkung, Auflösung aller Grenzen, grenzenlose Wahrnehmung, Einswerdung.

Satsang: Zusammensein, Gemeinschaft der Yogis, in Stille zusammen sein

Sonnengruß: Surya Namaskar, eine morgendliche Übungsfolge, die einfach und in kürzerer Zeit auszuführen ist und meist mehrmals wiederholt wird.

Sutren: Lehrverse des Yoga, meist aus: Patanjali‘s Yoga-Sutra (2. Jh. vor Chr.)

Tantra/Tantrismus: Eine Epoche in der Geschichte Indiens, in der Körper und Sexualität enttabuisiert und Teil der kulturellen und spirituellen Praxis werden. Der Tantrismus wird später zu einer Yoga-Philosophie (Shaivismus, Verehrung des weiblichen Prinzips). Heute hat der Neotantrismus Schnittstellen zur Sexualtherapie.

Tattwa: Grundprinzipien der sich entfaltenden Natur

Veden: Die ältesten heiligen Schriften im Hinduismus

Yoga-Therapie: Nutzung yogischer Praktiken zu heilpraktischen und psychotherapeutischen Zwecken

Yin: Eine Form des Hatha-Yoga, der die weibliche, weiche und empfängliche Seite des Yoga betont.

Zusammenstellung und Copyright: Körper Geist Seele Verlagsgesellschaft mbH, Berlin


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