aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe Mai 2003
Die Suche nach dem Panchen Lama

Freiheit für Tibets gestohlenes Kind

art9
Immer noch, nun seit acht Jahren, wird der Panchen Lama, einer der wichtigsten religiösen Führer Tibets, von der chinesischen Regierung versteckt gehalten. Am 14. Mai 1995 hat der Dalai Lama den sechsjährigen Jungen Gedhun Choekyi Nyima aus Nagchu im nördlichen Tibet als die Wiedergeburt des Panchen Lama erkannt. Wenige Tage später haben die chinesischen Behörden den kleinen Jungen und seine Familie verschleppt. Seither fehlt vom Panchen Lama jede Spur. Die Chinesen erklärten einen anderen Jungen zum Panchen Lama. Damit soll die Reinkarnationslinie unterbrochen und der tibetische Buddhismus, die Identität der Tibeter, zerstört werden. Gedhun Choekyi Nyima ist der jüngste von vielen spirituellen politischen Gefangenen. Der in Tibet sehr bekannte Lama Tenzin Delek Rinpoche wurde im Dezember 2002 zum Tode verurteilt, die Vollstreckung für zwei Jahre aufgeschoben. Die Ausstellung “Nichts bleibt unversucht” der International Campaign for Tibet zeigt auf dem Ökumenischen Kirchentag in Berlin vom 29. bis 31. Mai 2003 anläßlich des Besuchs seiner Heiligkeit des Dalai Lama, warum die Internierung des Panchen Lama so weitreichende Konsequenzen für das tibetische Volk und den tibetischen Buddhismus hat. International Campaign for Tibet startet eine bundesweite Kampagne, um der Befreiung des Panchen Lama einen neuen Impuls zu verleihen.



Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.