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Ausgabe September 2015
Grüne Antibiotika - Heilkräftige Medizin aus dem Pflanzenreich. Aus dem Buch von Dr. med. Eberhard J. Wormer

Rund 400.000 bis 600.000 Menschen jährlich infizieren sich im Verlauf einer Krankenhausbehandlung mit Krankheitserregern. 10.000 bis 15.000 Betroffene sterben in der Folge daran. Das große Problem ist die durch den massenhaften und sorglosen Einsatz von A

Lösungen für das Resistenzproblem
Müssen wir uns damit abfinden, dass es bei lebensbedrohlichen Infektionen in manchen Fällen keine Hoffnung mehr auf Heilung durch Antibiotika geben wird? Zunächst müsse nach Auffassung Wormers und anderer Mediziner ein Umdenkprozess stattfinden: „Mikroorganismen, Bakterien und Viren sind keine ‚bösen Feinde‘ des Menschen. Wir sollten aufhören, Krieg gegen sie führen zu wollen. Bakterien sind nützliche Mitbewohner des Menschen. Wir sollten sie als Partner ansehen.“ Konkret bedeutet dies, aus dem Überlebenskampf der Evolutionsgeschichte zu lernen und dorthin zu blicken, wo alle modernen Antibiotika herkommen: Denn Bakterien, Pilze und Pflanzen enthalten ein Wirkpotenzial, das den Menschen bei der Abwehr von Infektionen mit multiresistenten Keimen effektiv unterstützt.
Was Infektionskrankheiten betrifft, müssen wir wieder stärker auf altbewährte Verfahren zurückgreifen: Isolierung von Infizierten, Hygienemaßnahmen, Umweltsanierung, Abkehr von Massentierhaltung und Pestiziden, Sanierung von Infektionsherden und die Anwendung pflanzlicher Heilmittel. Hierzu brauchen wir Geduld, mehr Zeit, Sorgfalt und Vertrauen in unsere biologische Natur. „Letztendlich ist das Resistenzproblem auch ein Appell, unseren Lebensstil zu überprüfen und zu verändern“, lautet daher das Fazit des Autors. „Unter „grünen Antibiotika“ versteht man antibiotisch wirksame Heilmittel, die im Gegensatz zu den herkömmlichen Antibiotika nicht bevorzugt chemisch, biotechnisch oder synthetisch hergestellt wurden. Früher war meist von pflanzlichen oder „alternativen“ Antibiotika die Rede. Heute zählt man nicht nur Pflanzen und Pilze, sondern auch Naturprodukte wie Blütenhonig sowie Vitamin D, das in Nahrungsmitteln vorkommt und in der Haut durch Sonnenlicht produziert wird, zu den natürlichen Mitteln der Infektabwehr. Wichtige Unterschiede sind sicher, dass sie die Darmflora nicht schädigen und bislang keine Resistenzen von Erregern gegen grüne Antibiotika bekannt und zum Glück auch kaum zu erwarten sind.“




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