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Ausgabe Juli 2015
Glück haben - glücklich sein. Von Bernd Schulze und Ines Eisenbruch


Ist Glück ein Kaleidoskop vieler bunter, umherschwirrender Steinchen, die sich jedes Mal zu einem neuen Muster formen? Oder ist es eher ein Feuerwerk verschiedener Momente und Situationen, welche für jeden etwas anderes sein können?
Während Glück zu haben ein glücklicher und flüchtiger Umstand ist, beschreibt das Glücklich sein eine Lebenseinstellung – die auf einem tiefen Gefühl des inneren Friedens und der Harmonie beruht. Nach den Prinzipien der Hunaphilosophie geht es darum zu lieben, was ist, und glücklich zu sein mit dem, was ist. Glücklich sein heißt hier, in Harmonie zu sein.
Auf der Suche nach unserem Glück wundern wir uns oft, warum es nicht so richtig klappen will mit dem Glück. Es scheint so schwierig für uns glücklich zu sein, als müssten wir es erst wieder lernen. Die Hawaiianische Hunaphilosophie des Glückes und der Liebe lehrt uns, unser Lebensschiff selbst in glückliche Gewässer zu steuern, in denen wir uns wohl fühlen. Wir müssen nicht länger auf unser Glück warten, wir treffen die Entscheidung glücklich zu sein und zwar jetzt in diesem Moment.
Manchmal scheint es regelrecht so, als würden wir auf unserer Suche nach dem Hochgefühl dazu neigen, unser Glück regelrecht zu sabotieren oder zu vermeiden. Dabei sind Glück und Harmonie - unser wahrer Seinszustand - und Liebe unsere Essenz. Wir müssen das Glück eigentlich gar nicht suchen, weil es bereits da ist, Teil unseres wahren Seins.
Wir leben in Theaterdramen auf dem Spielfeld des Lebens und stoßen das Glück oft von uns weg. Stehen uns selber im Weg und können das Glück nicht erkennen oder annehmen. Oft möchte uns das Leben beschenken, doch wir lassen die Geschenke ungeöffnet liegen. Wenn wir Angst davor haben, das Leben könne wirklich gut und schön sein, schaffen wir uns Probleme. Unser Fokus bleibt auf das Schwierige gerichtet und genau so erschaffen wir immer neue Probleme. Einer der Hauptgründe dafür, nicht empfangen zu können, ist unsere Angst zu empfangen, ja durchaus auch glücklich zu sein, obwohl wir es vermeintlich so sehr wollen. Wir fürchten, nicht würdig zu sein für das, was auf uns zukäme oder dem nicht gewachsen zu sein, schreibt der Psychologe Chuck Spezzano in seiner Psychology of Vision.
Huna lehrt uns, unsere Eigenermächtigung und Selbstverantwortung für unser Leben anzunehmen und in unseren ursprünglichen Zustand von Frieden und Harmonie zurückzukehren. Das ist unser wahres Glück. Mit dem zu sein, was ist, und zu sein, was wir sind. Unsere Seele möchte sich ausdrücken und wenn wir es schaffen, alle Rollen fallen zu lassen und unseren Impulsen zu folgen, unserem Herzen und damit letztendlich dem Seelenplan, dann schwingen wir in der Harmonie. Dann fühlen wir uns mit allem verbunden und sind nicht mehr in der Illusion der Trennung verhaftet. Einfach zu sein und unser individuelles Göttliches Wesen auszudrücken ist wahrhaftes Glück. Alle Disharmonie in unserem Leben und unser Widerstand dagegen ist fehlendes Glück und beruht nach Huna auf zu viel Spannung im Körper. Es gilt diese festgefahrene Energie wieder in Fluss zu bringen. Durch Spannungsabbau und anhand der Huna Lebensprinzipien und wirksamen Heiltechniken wird dies möglich.
Die Hunalehre entspringt dem polynesischen Raum, der Neuseeland, die polynesischen Inseln und Hawaii umfasst. Entdeckt wurde diese alte Lebensphilosophie des Glückes und der Liebe auf Hawaii, welches auf ein sehr reiches, spirituelles, psychologisches und kulturelles Erbe zurückblickt. Die zwei Schlüssel des Alohaspirits heißen: Aloha-Liebe und Mahalo-Danke.
Aloha bedeutet so viel wie: glücklich sein mit allem, was gerade ist durch unsere Essenz der Liebe.
Das zu lieben, was in unserem Leben ist, das macht uns glücklich im gegenwärtigen Moment. Indem wir aufhören zu leiden und uns für die Liebe entscheiden, wandelt sich alles. Dankbarkeit ist, wie wir spätestens aus „the secret“ wissen, ein guter Multiplikator für schnelle und gute Gefühle. Damit ziehen wir in unserem Resonanzfeld weiteres Glück in unser Leben und weitere Gründe dankbar zu sein. Da sich nach dem dritten Hunaprinzip des Makia alles verstärkt, worauf unsere Energie und Aufmerksamkeit sich richtet. Dankbar zu sein für das, was da ist, verbindet uns mit der allgegenwärtigen Liebe und lässt uns verbunden und umsorgt fühlen. Es hilft ungemein, achtsam und bewusst für das Gute im Leben zu werden und es vermehrt wahrzunehmen.
Das fünfte Prinzip beschreibt das ultimative Glücksrezept: Liebe alles in deinem Leben und entscheide dich, jetzt glücklich zu sein. Es ist deine Entscheidung und dein Entschluss, dich jetzt dafür zu öffnen. Liebe ich alles, nehme ich alles im Leben an, was sich zeigt, dadurch bin ich im Frieden, da ich nicht in den Widerstand, in Spannung gehe. In dem Glauben, dass alles einem Sinn folgt, kann ich mich auf die Lösung und die Chancen, die darin enthalten sind, konzentrieren. Nehme ich alles in Liebe an, unterbreche ich den Lebensfluss nicht. Dadurch allein beginnen sich Situationen, Gefühle, Probleme zu wandeln und zu verändern. Es ist eine Illusion, wenn wir glauben, dass wir erst glücklich sein werden, wenn wir mehr Geld haben, eine Beziehung, endlich gesund sind oder ich erst ein bestimmtes Ziel oder eine Ausbildung erreicht und absolviert habe. Damit sind wir nie im Jetzt und vor allem versperren wir uns der Freude und dem Guten, was bereits in unserem Leben ist oder zu uns kommen möchte.
Entscheide dich jetzt, in diesem Moment glücklich zu sein, egal was gerade ist. Sage ja zu dir und deinem Leben. Liebe dich und verliebe dich in dein Leben und verpflichte dich dir selbst gegenüber.
Diese Kraft und dieser Entschluss, das Gute wahrzunehmen, wird dein ganzes Leben verwandeln.
Ein schöner Schlüssel dazu ist Dankbarkeit. Nimm jeden Tag wahr, wofür du in deinem Leben dankbar bist. Lobe dich und lobe andere. Konzentriere dich auf Anerkennung und Unterstützung. Lass Kritik, Bewertung oder Beurteilung weg. Hinter den Ängsten, der Wut und dem Zweifel verbirgt sich immer die Liebe. Sie wird lediglich von diesen Gefühlen überdeckt. Emotionen wie Angst und Wut führen zu Kritiksucht, auch in Beziehungen, während Lob sie aufbaut. Das Loben ist ein Akt der Liebe.
Eine weitere hilfreiche Methode, um sich der Gefühle von Angst, Zweifel und Wut zu entledigen und Altes loszulassen, ist das Verzeihen und die Vergebung. Das Hawaiianische Ho’oponopono ist eine der bekanntesten und wirkungsvollsten Heiltechniken des Huna. Es gründet darauf, dass alles miteinander verbunden und von einer göttlichen Urquelle durchdrungen ist. Verantwortung wird in vollem Maße für sich, die eigene Wahrnehmung und das eigene Handeln übernommen. Wir vergeben uns selbst und dem anderen. Verzeihen ehrlich aus unserem Herzen heraus und befreien uns damit. Harmonie führt schließlich zur Heilung, Frieden und Glück. Der Frieden liegt in uns. Glücklich zu sein bedeutet, in der Liebe zu sein mit allem, was ist, in diesem Moment und sich dafür bewusst zu entscheiden.

Sieben Grundprinzipien
Der Psychologe und Kahunaschamane Serge Kahili King, hat 7 Grundprinzipien zur Beschreibung innerer Ursachen äußeren Geschehens und als Grundsätze zur Manifestation eines glücklichen Lebens zusammengefasst:

1 Ike: Die Welt ist wofür Du sie hältst.
2 Kala: Es gibt keine Grenzen
3 Makia: Energie folgt der Aufmerksamkeit
4 Manawa: Jetzt ist der Augenblick der Macht
5 Aloha: Lieben heißt Glücklich sein mit...
6 Mana: Alle Macht kommt von innen
7 Pono: Wirksamkeit ist das Maß der Wahrheit


Die Autorin Ines Eisenbruch ist freie Journalistin, Reikimeisterin und befindet sich in Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychologie an der Harmony Power Schule.
Weitere Infos zur Arbeit der Autorin auf www.mondlicht-mysterien.blogspot.com
Der Autor Bernd Schulze ist Heilpraktiker, Schulleiter der Harmony Power Heilpraktiker Schulen, Hunalehrer und Seminarleiter für „Stadtschamanen.“ www.harmony-power.de


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