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Ausgabe Januar 2015
Der Geist hat keine Firewall - Wie wir uns bewusst ins geistige Netz einbringen. Von Christian Salvesen


So atemberaubend sich Kommunikation und Vernetzung entwickeln, so zunehmend effektiv und bedrohlich werden auch die Möglichkeiten der geistigen Manipulation und Kontrolle. Die Physiker und Bestsellerautoren Grazyna Fosar und Franz Bludorf weisen auf das Potential und die Notwendigkeit einer individuellen und kollektiven Bewusstseinsentwicklung.

Die technische Entwicklung
Alte Menschheitsträume wie: fliegen oder Gedanken lesen zu können, Telepathie, mit Menschen weit weg direkt sprechen und sie sehen zu können, die sind in den vergangenen 150 Jahren Wirklichkeit geworden, wenn vielleicht auch nicht ganz so, wie ursprünglich erträumt. Wir können heute im Prinzip über Mobiltelefon sehr viele (wenn auch längst nicht alle) Menschen überall auf der Welt erreichen, mit ihnen sprechen, sie sogar sehen. Allerdings: Unbekannte (Geheimdienste etc.) können uns dabei beobachten und abhören.
Das war im Wunsch nach unbegrenztem Austausch wohl kaum vorgesehen. Und als dieser Wunsch vor langer Zeit aufkam - Menschen fühlten sich einsam und stellten sich vor, mit einem Freund zu sprechen – bestand dabei eine innere geistig-emotionale Verbindung. Die Kommunikation heute läuft zwar auf allen Kanälen über Höchstgeschwindigkeit. Doch die hat nichts mit innerer Verbundenheit zu tun. Hauptsächlich geht es um Business. Wenn die Technologie nur aus dem berechnenden Verstand entwickelt und dementsprechend genutzt wird, richtet sie sich gegen uns. Alles geht immer schneller, was uns keineswegs Zeit schenkt, sondern eher zum Herzinfarkt führt. Und gerade die Menschen, die sich nach einer Verbindung zu anderen sehnen, Alte und Kranke, sind meist von der Gemeinschaft abgeschnitten, haben gar kein Handy oder wissen nicht, wie es zu bedienen ist. Aus diesem und ähnlichen Teufelskreisen gibt es nur einen Ausweg:

Die Bewusstseinsentwicklung
Es geht vor allem darum, dass wir lernen, bewusst mit der neuen Technologie umzugehen, die paradoxerweise eben auch eine Technologie des Bewusstseins ist. Doch in überlieferten Meditations- und Kontemplationsübungen können wir zu einer inneren Quelle kommen, die aus einer unergründlichen Stille heraus geistige Energie, Kreativität und Inspiration spendet.
So etwas ist nun einmal im Internet nicht zu haben und wird es auch nicht geben. Denn auch wenn die Grenzen zwischen Außen und Innen zunehmend zu verschwimmen scheinen, die innere Quelle bleibt die ewig frische und echte. Sie lässt uns atmen, leben und erfahren.
Wir können uns über unseren PC in virtuelle Welten versetzen und dort etwa als „Avatar“ eine andere Identität annehmen. Die Illusion wird sicher in Zukunft noch verbessert, vielleicht durch Gehirnelektroden, die „waschechte“ Gefühle erzeugen. Wer kann da noch „er/sie selbst“ sein? Genau das ist die Herausforderung. In einer elektronischen Scheinwelt können keine echten Gefühle übertragen werden. Doch wir müssen für uns selbst überhaupt erst einmal lernen, unsere Gefühle wahrzunehmen und unmittelbar zu spüren. Wir brauchen gute soziale Kontakte und sinnvolle, anderen Menschen helfende Aufgaben, um uns lebendig und glücklich zu fühlen. Wir tun das nicht zum Schutz, sondern einfach für uns selbst.
Doch damit schaffen wir gleichzeitig eine innere „Firewall“, einen geistigen Schutz vor mentalen Angriffen. Diese Angriffe - Mind-Control nennen das die Autoren - kommen über alle Medien- und Wahrnehmungskanäle, sogar aus unserem eigenen Unterbewusstsein. Doch keine Angst! Im Grunde handelt es sich nur um Gedanken, die Furcht einflößen und schwach machen sollen, um besser Macht ausüben zu können. Viele Gruppierungen und Institutionen sind nur darauf aus - und nutzen die technischen Möglichkeiten weitaus feiner und wirksamer, als es früher etwa die Katholische Kirche versuchte. Meditation, das stille Vorüberziehenlassen aller Gedanken und Eindrücke, ist nach wie vor das beste Mittel, zu sich selbst und zur tiefsten Quelle zu finden. Nebenbei werden alle Manipulationen leichter durchschaut. Eine superaktuelle Firewall, von innen und außen durchlässig, durch eigene Intelligenz überwacht.

Die Zukunft
Wie der weltberühmte Physiker Stephen Hawking sagt: Die Menschheit muss ihre mentalen und physischen Fähigkeiten erhöhen, um die zunehmend komplexe Welt zu beherrschen und neue Herausforderungen zu meistern. In diesem Sinn skizzieren die Autoren zwei Menschentypen, die sich bald zu einer gemeinsamen Kraft vereinen könnten:
„1. Menschen, die optimistischer und positiver sind als die Übergangsgeneration, allerdings auch relativ oberflächlich, nur wenig enthusiastisch und emotionsarm. Diese Gruppe ist sehr kooperativ und neigt sogar zum Kollektivismus, allerdings eher im Sinne der Vernetzung unabhängiger Individuen (unterstützt durch die neuen elektronischen Medien). Diese »Zukünftigen«, die derzeit schon geboren sind, zeichnen sich auch aus durch eine starke Affinität zu Naturwissenschaft und Technik. Russische Untersuchungen ergaben, dass sie im Durchschnitt einen IQ von 130 haben, was bislang nur bei einer von 10 000 Personen vorkam.
2. Menschen, die eher künstlerisch veranlagt und kreativ sind, mit sehr hoher Sensibilität, stark entwickeltem Familiensinn und häufig sogar telepathischen Fähigkeiten. Diese Gruppe verfügt bereits über ein erweitertes Wahrnehmungsspektrum, und ihre Neigung zur Vernetzung untereinander beschränkt sich daher nicht nur auf Handys und andere moderne Kommunikationstechnologien (die ja, wie wir wissen, den Menschen eher manipulierbar machen). Sie haben eine große Suggestivkraft und können damit auch nonverbal andere Menschen leicht beeinflussen. Diese Menschen haben offenbar Zugriff auf ein zweites, paralleles Wahrnehmungs- und Frequenzband. Dieses Spektrum, das der Wissenschaft derzeit offiziell noch nicht bekannt ist, soll einen erleichterten Zugang zur energetisch-informationellen Ebene (EI ) des Lebens ermöglichen. Auch diese Gruppe ist natürlich in der heutigen Technik fit, allerdings steht dieser Aspekt für sie nicht im Vordergrund.“

Vermutlich wird sich erst eine Generation, bei der sich die Fähigkeiten beider Gruppen gegenseitig ergänzen, als wirklich zukunftsfähig erweisen. Die künstliche Intelligenz der Computer wird uns auf diesem Weg begleiten, und wir müssen uns schnellst möglich weiterentwickeln, damit sie uns nicht eines Tages überholt.“

Der Autor Christian Salvesen, geboren 1951 in Celle, Magister der Philosophie, Literatur- und Musikwissenschaften, arbeitet seit 1982 als freier Journalist und seit 2006 als Redakteur bei Visionen. Er ist Autor etlicher Bücher und Rundfunksendungen, ist Künstler und Komponist. Sein bewegtes Leben, seine Indienreisen und seine Begegnungen mit spirituellen Lehrern aus Ost und West spiegeln sich in seinen Büchern. Homepage: www.Christian-Salvesen.de

Grazyna Fosar studierte Physik und Astrophysik, Franz Bludorf Mathematik und Physik. Nach längerer Tätigkeit im Wissenschafts- und Forschungsbereich zusätzlich Ausbildung als Heilpraktiker und Hypnosetherapeuten. Sie wohnen und arbeiten in Berlin. Schwerpunkte ihrer Forschungsarbeit sind die Post-Quantenphysik des Bewusstseins, Geomantie sowie Umweltbelastungen durch elektromagnetische Frequenzen. Sie sind Autoren mehrerer Bücher und durch zahlreiche Fernseh- und Rundfunkauftritte bekannt. Franz Bludorf ist derzeit Chefredakteur der Zeitschrift „Matrix3000“, Grazyna Fosar leitet dort die Ressorts Wissenschaft und Grenzwissenschaft.

Buchtipp: Grazyna Fosar, Franz Bludorf: Der Geist hat keine Firewall: Neues Bewusstsein trifft Mind Control. 338 S., geb., Lotus Verlag, € 19.95


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