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Ausgabe Dezember 2014
ICare - 30 Tage Achtsamkeit. aus dem Buch von Dr. Sandra Boltz

Dass Achtsamkeit und Selbstfürsorge wohltuend für Körper und Geist sind, hat inzwischen sogar die Wissenschaft entdeckt. Bleibt die Frage, wie uns das in einem Alltag gelingen kann. Die Pädagogin Sandra Boltz hat ein Programm mit-entwickelt, das diese hil

Die unentwegten Anforderungen im Berufs- und Privatleben führen uns nicht selten an die Grenze unserer Kräfte. Die Gedanken rasen dahin und hüpfen unaufhörlich von einem Thema zum anderen. Wir können unsere Aufmerksamkeit nicht optimal lenken und schweifen dauernd ab. Wenn ein Termin den nächsten jagt, bleibt schließlich keine Zeit mehr zum Entspannen und Abschalten. Das quälende „Ich müsste eigentlich noch ...“ erzeugt ständigen Druck. Wir fühlen uns wie in einem Hamsterrad gefangen, Tag für Tag, Woche für Woche, und wissen irgendwann nicht mehr, wie wir herauskommen sollen. Genauso erging es mir. Permanentes Ausgelaugtsein, Unzufriedenheit und ein Gefühl der Leere waren die Folge eines Lebens, geprägt durch Selbstvernachlässigung und Stress.
„Es geht um die innere Gewissheit, dass wir uns für Glück und Selbstbestimmung jederzeit selbst entscheiden können.“ Dr. Sandra Boltz
Jede Selbsterkenntnis fängt damit an, schonungslos ehrlich zu sein. Am meisten fühlt man sich dabei von den Dingen getroffen, die man vor sich selbst verheimlicht hat. Ich erkannte, dass es mit meiner Selbstliebe und meinem Umgang mit mir selbst alles andere als gut aussah. Es war lange her, dass ich so richtig zufrieden gewesen war mit mir oder dass ich selbst von ganzem Herzen etwas Positives über mich gedacht hatte.
Doch änderbar ist vieles. Eine Studie der Universität Zürich in der Schweiz zeigt, dass Zufriedenheit trainierbar ist. 180 Männer und Frauen trainierten zehn Wochen lang gezielt bestimmte Charakterstärken wie Optimismus, Dankbarkeit und Humor. Um Dankbarkeit zu schulen, mussten sich die Teilnehmer zum Beispiel mit ihrem Sitznachbarn darüber austauschen, wie sie in einer bestimmten Situation Dankbarkeit erlebt hatten. Vor und nach den zehn Wochen Training füllten sie Fragebögen zu ihrer Lebenszufriedenheit und ihrem Wohlbefinden aus. Das Ergebnis: Die Teilnehmer waren nachher glücklicher, heiterer und häufiger positiver Stimmung.

Jeder ist seines Glückes Schmied
Gewohnheiten und Rituale bestimmen unser Leben. Sie leiten uns durch den Tag: Was wir morgens nach dem Aufstehen machen, was wir essen und trinken, welchen Radiosender wir hören, wann wir Sport treiben. Sie vereinfachen uns das Leben, da sie uns schlicht entlasten.
Ein achtsamer Umgang mit sich selbst als neue Gewohnheit – das wäre traumhaft, oder? Um dies zu erreichen, ist etwas Training erforderlich. Es müssen schließlich Denkmuster umstrukturiert werden. Die Challenge dauert 30 Tage und orientiert sich dabei an den Erkenntnissen der Hirnforschung.
Die Wissenschaft geht davon aus, dass der Mensch ungefähr drei bis vier Wochen benötigt, um eine neue Verhaltensweise bei regelmäßiger Ausführung zu einer Gewohnheit zu machen.
In unserem Gehirn existiert ein Bereich, in dem Gewohnheiten abgespeichert werden, die sogenannten Basalganglien.
Dieser Bereich ist dafür verantwortlich, dass wir uns bei Handlungen, die wir oft ausüben, gar nicht mehr bewusst überlegen müssen, was wir nun genau machen müssen. Wie wir eine Tasse Kaffee halten oder was wir genau tun müssen, um ein Brot zu schmieren. Wir tun dies ganz automatisch, ohne darüber nachzudenken. Die Basalganglien haben das Kommando, wenn es um unsere Gewohnheiten geht. Daher ist es auch so schwierig, sich etwas Gewohntes wieder abzugewöhnen.
Um alte Gewohnheiten loszuwerden, müssen sie durch neue Gewohnheiten überlagert werden. Wann immer wir positive Veränderungen in unser Leben einladen wollen, braucht es daher regelmäßige Wiederholungen. So wird aus den neuen bewussten Gedanken nach und nach eine Selbstverständlichkeit.

„Sage es mir, und ich werde es vergessen.Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten.Lass es mich tun, und ich werde es können.“ Konfuzius

Wir schreiben auf diese Weise Schritt für Schritt unsere alten Programme im Gehirn um und knüpfen neue Verbindungen von Nervenzellen, was die Hirnforschung Neuroplastizität nennt. Zu verstehen, wie der Mechanismus der alten Gewohnheiten abläuft, liefert somit enormes Potenzial.
Wir können ihn gezielt unterbrechen und unsere Handlungen neu steuern. Während der 30 Tage erhält unser Gehirn ausreichend Zeit, sich umzuprogrammieren und die Zellen neu auszurichten. Die Weichen für ein neues Leben sind gestellt. Und das Gute ist: Wenn Sie mit der Challenge beginnen, werden Sie sofort positive Veränderungen erleben.
Die nächsten 30 Tage stehen vor der Tür. Also, warum diese Zeit nicht einfach dafür nutzen, gut mit sich selbst umzugehen. Versuchen Sie es. Für die nächsten 30 Tage.

30-Tage-Programm Icare
An jedem Tag stehen Sie vor der Herausforderung, etwas für sich selbst zu tun, mit einer konkreten Aufgabe. Einfach anzuwenden und in den Alltag zu integrieren. Und zwar in Hinblick auf Dankbarkeit, Selbststärkung, Vorstellungs- und Anziehungskraft. Das besondere an der Challenge ist, dass Sie ein Hilfsmittel an der Hand haben, ein dünnes, thailändisches Armband, das Sai Sin. Dieses binden Sie sich einfach zum Start um das Handgelenk. Beim Blick darauf werden Sie so an die Übungen der Challenge erinnert, egal wo Sie sind oder was Sie gerade machen.
Das Augenmerk bei ICare liegt nämlich auf der praktischen Umsetzung eines achtsamen Umgangs mit sich selbst. Zu oft gehen gute Vorsätze im Alltag verloren; sicher kennen Sie das. Und das konkrete Tun ist der ausschlaggebende Punkt, wenn man etwas ändern will.

Wenn Sie skeptisch sind, ob ein besserer Umgang mit sich selbst in nur 30 Tagen gelingt, kann ich Ihnen diese Zweifel nehmen. Die „ICare-Challenge: 30 Tage. Achtsamkeit. Glück.“ ist im Frühjahr 2014 mit rund 1000 Teilnehmern durchgeführt worden. Die Resonanz war überwältigend.

Auszug aus dem Buch „Dr. Sandra Boltz, ICare – Die Challenge. „ Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

Die Autorin Dr. Sandra Boltz ist Lehrerin und Medienpädagogin. Sie ist nach beruflichen Stationen in den Bildungswissenschaften und der Germanistik als Referentin in der universitären Lehrerausbildung tätig. Nach einem persönlichen Zusammenbruch entwickelte sie das Programm ICare und entschloss sich, darüber ein Buch zu schreiben. Sie lebt im Ruhrgebiet. Kontakt über Facebook auf www.facebook.com/drsandraboltz

2015-??: ICare im Internet auf www. icare.weltinnenraum.de - hier können Sie online bei der ICare-Challenge zu bestimmten Terminen mitmachen. Sie erhalten dann täglich die Übung als E-Mail-Newsletter.

Buchtipp: Dr. Sandra Boltz, ICare – Die Challenge.30 Tage. Achtsamkeit. Glück, incl. Sai Sin Armbändchen und Online Challenge, 182 S. Franz. Broschur, € 14,95, J.Kamphausen Verlag 2014, weitere Infos zum Buch und zur Challenge auf http://icare.weltinnenraum.de


Manifest

Du hast nur ein Leben. Nutze jeden Tag.
Lache viel. Sei dankbar.
Lebe nicht das Leben eines anderen.
Tue die Dinge, die Du liebst.
Lass Dir niemals einreden,
dass Du etwas nicht kannst.
Folge Deinem Herzen und Deiner Intuition.
Gehe mutig Deinen Weg. Glaube an Dich.
Höre auf, Dir Sorgen zu machen.
Du bist, was Du denkst.
Sei da, wo Du bist. Sei immer Du selbst.
Schaue den Menschen in die Augen,
wenn Du mit ihnen sprichst.
Liebe Dich selbst, denn Dein Leben
hängt davon ab.
Lausche dem Gesang der Vögel. Lege Dich
in Wiesen. Rieche das Meer.
Staune, entdecke, probiere immer Neues.
Reise.
Sei achtsam. Kümmere Dich um Dich.
Lebe jetzt.


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