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Ausgabe Oktober 2014
Mensch sein dürfen. von Stefanie Menzel


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Die Würde. Jeder Mensch hat sie. Sie wirkt wie ein Schutzmantel für unsere Seele. Sie gibt Halt im Leben und ist bedeutend für unser Überleben. Ohne sie wäre unser Leben nicht denkbar. In unserer intellektuell betonten Kultur ist die Bedeutung der Würde ein wenig ins Hintertreffen geraten. Wenn man sich für das Thema Würde sensibilisiert, eröffnen sich neue Ebenen und man spürt, dass sie es wert ist, geachtet und gepflegt zu werden; nicht nur die Würde anderer Menschen und allen Lebens, sondern vor allem die eigene Würde.
Das Wort „Würde“ ist sprachgeschichtlich verwandt mit dem Wort „Wert“. Die Würde gehört zur Grundausstattung des Menschen und jeden Wesens. Und die Würde ist ein tiefes Gefühl. Eine Herzenssache. Sie ist kein intellektuelles und auch kein materielles Konstrukt. Deshalb ist es oft für uns Menschen so schwierig sie zu begreifen. Wären wir rein materielle Wesen ohne eine geistige Ebene, hätten wir vermutlich keine Würde.
Das Wahrnehmen der Würde, die sich ausdrückt als Achtung vor dem Leben, beginnt tatsächlich bei der eigenen Person: Sage ich ‚Ja‘ zu mir selbst, nehme mich selbst bedingungslos an und liebe mich so, wie ich bin? Mit allen meinen guten und schlechten Seiten, die lediglich Ausdruck meiner Persönlichkeit sind? Fühle ich einen tiefen inneren Frieden? Oder bin ich ‚un-zu-frieden‘? Befinde mich im ständigen Kampf mit mir selbst, hadere mit mir, verurteile mich und setze mich unter Druck? Dann gehe ich würdelos und unachtsam mit mir selbst um. Infolgedessen gehe ich dann auch nicht würdevoll mit anderen Menschen um.
Der ständige Kampf in meiner inneren Welt findet immer einen Ausdruck in der äußeren Welt: Wer immerzu das Gefühl hat kämpfen zu müssen, ist blockiert und kann keine positiven Veränderung bewirken. Denn durch Kampf entsteht Druck und Druck erzeugt immer Gegendruck. So kommt es zu Verletzungen, Gewalt und Krieg. Und Kriege sind würdelos, denn sie missachten das Leben und das Recht eines jeden Menschen, einfach sein zu dürfen.
Auch der Alltag mit unseren Kindern ist oft von Kampf geprägt. Erziehung bedeutet: ungeachtet der Bedürfnisse des Kindes, Anpassung bis zur Selbstverleugnung! Wir wollen die Kinder so zurechtbiegen, wie es uns passt und in unserer Familie Tradition ist. Natürlich wollen wir Alles besser machen als die Generationen vor uns, vergessen aber leider, dass wir die Altlasten ungefiltert weitergeben, da unser Unterbewusstsein wirkt und miterzieht. Zur Not verabreicht man den unangepassten Kindern Medikamente, damit sie kein unerwünschtes Verhalten an den Tag legen.
Ohne zu erkennen oder zu respektieren, dass Kinder eigenständige Wesen sind, die ihren Weg suchen und Erfahrungen machen möchten, nehmen wir ihnen ihre Würde. Grundsätzlich ist das Fehlen der Würde in allen Lebensbereichen zu beobachten und der einzige Ausweg ist, mit sich selbst einen neuen Umgang zu finden.
Wer ein Leben in Würde führen möchte, kann nur bei sich selbst beginnen. Man kann liebevoll mit sich selbst umgehen, seinen Körper schätzen und achten, seine Signale wahrnehmen und danach handeln. Schafft man dies, käme man niemals auf die Idee, die Grenzen und die Würde eines anderen Menschen zu verletzen. So wie man sich selbst liebt und achtet, wird man immer auch seinem Gegenüber respektvoll begegnen. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, ist hier ein wichtiger Satz: „Den anderen Mensch sein lassen, ihn zu achten, wie er ist und ihm seinen Raum zu geben. Die Würde der Schöpfung zu erkennen und die Zusammenhänge allen Lebens zu respektieren. ist ein wichtiges Ziel der heilenergetischen Arbeit.“



Die Autorin Stefanie Menzel ist Begründerin der Heilenergetik und der Sinnanalytischen Aufstellungen. Ihre Forschungen und Erkenntnisse haben in Bücher, CDs und Kartensets Eingang gefunden. In Berlin ist Stefanie Menzel regelmäßig alle zwei Monate für Kurse, Sinnanalytische Aufstellungen und heilenergetische Beratungen.
Mehr Infos unter: www.heilenergetiker.de


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