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Ausgabe September 2014
ATA. Die Avatäter-Methode. Interview mit Andrusha Angermann

Wir sind Schöpfer unserer Realität - oder: Was wir erschaffen, können wir auch wieder entschaffen.

Andrusha Angermann ist Physiotherapeutin und ATA-Trainerin. Haidrun Schäfer hat sie und eine ihrer Klientinnen befragt.

H. Schäfer: Wer die KGS regelmäßig liest, hat vielleicht schon in dem einen oder anderen Interview mit Andreas Krüger einen Einblick in die Avatäter-Methode, kurz ATA genannt, bekommen. Jetzt würde ich gerne mehr darüber erfahren.
Andrusha Angermann: Avatäter ist eine Wortschöpfung aus Avatar und Täter. Diese Verbindung soll symbolisieren, dass wir Schöpfer unserer Realität und Täter in dem Sinne sind, dass wir handeln und damit Verantwortung für unsere Taten tragen.
Das ATA-Training, auch avatäterisches Geisteshaltungstraining genannt, dient dazu, uns von allen Blockaden, Widerständen, Verleugnungen, Selbstsabotagen und Verletzungen zu befreien, die uns daran hindern, unser wahres Potenzial und unsere Schöpferkraft bewusst zu leben.
Es geht darum, verborgene destruktive Verhaltens- und Gefühlsprogramme aufzuspüren, zu löschen und durch neue konstruktive zu ersetzen. Denn genauso, wie wir unsere Realität kreieren, können wir die Schöpfung auch wieder zurücknehmen. Was wir er-schaffen können wir auch wieder ent-schaffen. Andreas Krüger hat die Methode medial in Träumen mitsamt Symbolen, Abläufen und Begriffen empfangen und später alle Schritte mit Hilfe von radionischen Messformaten nachgetestet. Ich habe ATA in einem intensiven Seminar im Januar 2013 kennengelernt, in dem Andreas die Essenz vermittelte. Zusätzlich gibt es ein Buch, in dem alle Formate und der Werdegang beschrieben sind – eine Art Enzyklopädie der Heilarbeit der letzten Jahrzehnte. Die Essenz von ATA besteht im Grunde aus zwei Formeln oder Symbolen: Einer Löschformel und einer Bestätigungsformel.

Was sind das für Symbole und wo kommen sie her?
Die Symbole sind z.B. Strich – Sinus – Ypsilon und das Wandelwort „Korrigiere“. Wenn man ganz weit zurückgeht, kann man das Ypsilon schon in den Runen finden. Strich, Sinus und Ypsilon wurden in ihrer Wirkung auf den menschlichen Körper von dem Wiener Elektrotechniker Erich Körbler erforscht und als Therapieform in „Heilen mit Zeichen“, bzw. der „Neuen Homöopathie“ angewandt. Des Weiteren fließen in die ATA-Methode verschiedene therapeutische Techniken mit ein wie z.B. Schamanismus, Innenweltreisen, Focusing, NLP, EFT, MET und Aufstellungsarbeit.

Das heißt, man nimmt ein konkretes Problem, benennt das und nutzt die Symbole, um es aufzulösen?
Ja, du kommst mit deinem Problem, schilderst mir das und wir versuchen, das Problem in einem Satz „auf den Punkt“ zu bringen, der wirklich sitzt, bzw. dich wirklich berührt. Mit diesem Satz fangen wir an, indem wir ihn löschen und im Laufe des Prozesses kommen wir an immer tiefere Schichten, die sich hinter dem Problem verbergen. Es ist eine Prozessarbeit: Man fängt an einem aktuell schmerzenden Punkt an und dann setzt sich ein Prozess in Gang, bei dem Empfindungen, Wahrnehmungen und Bilder auftauchen, die dann entweder gelöscht oder bestätigt werden und das solange, bis ein Gefühl von Frieden und Ruhe eintritt.

Meiner Erfahrung nach braucht jedes Problem das „passende“ Modul. Mit welchen Problemen ist es ratsam zu dir zu kommen?
Voraussetzung für die Arbeit mit ATA ist, sich von dieser Methode angesprochen zu fühlen und für Veränderung bereit zu sein. Ich habe bisher mit verschiedenen persönlichen und kollektiven Ängsten, verhindernden Glaubenssätzen, Problemen in Bezug auf Geld, Erfolg und Partnerschaft und den Folgen von Vergewaltigung gearbeitet. Am Anfang experimentierte ich mit einer Freundin und erzielte schon nach kurzer Zeit erstaunliche Ergebnisse.

Lassen wir deine Freundin doch mal zu Wort kommen.
Miriam: Ich werde das nie vergessen: Ich lag im Bett und wollte eigentlich schon schlafen, als Andrusha anrief, um mir von ihrem Seminar zu erzählen und von Strich, Strich, Sinus, korrigiere redete und ich nur dachte – ja, ja, mach mal. Trotzdem blieb mir der Satz im Kopf und ich fand die Idee dann doch so spannend, dass ich sie sofort ausprobieren wollte. Also habe ich mich in mein Bett gesetzt, habe mir ein Thema gesucht, das gerade anstand und die Formel für Löschen eingesetzt. Es war total verrückt: Ich konnte richtig merken, wie mich das Problem einfach verlässt. Ich war richtig glücklich in dem Moment. Dann rief ich Andrusha noch mal an, um ihr zu sagen: „Es funktioniert, es ist genial.“ Am nächsten Tag wollte ich es noch einmal mit einem Thema versuchen, das etwas heikler war, aber da ging es nicht alleine. Also habe ich sie wieder angerufen und ab da haben wir angefangen zu arbeiten. Es war eine perfekte Konstellation: Sie hatte es gerade erst gelernt und wollte die Methode ausprobieren, und ich konnte meine Themen aufarbeiten.

Wie geht so ein Prozess denn los?
Du fängst mit dem zuvor erarbeiteten Satz an, den du entweder löschen, verstärken oder annehmen kannst. Während dieses Prozesses klopfe ich abwechselnd meine Oberschenkel und Andrusha rasselt, ähnlich wie in schamanischen Ritualen. Das macht es einerseits dem Gehirn möglich, die gespeicherten Programme zu ändern und andererseits hilft es, den Focus zu halten und sich ganz auf die Wahrnehmungen zu konzentrieren, die hochkommen. Es ist immer ein Weg, und ein Satz bringt den nächsten.
Dann kommt meistens ein Gefühl hoch wie z.B. Übelkeit. Das löscht sie dann sofort. Dann kommt z.B. ein Gedanke, der eine Erinnerung weckt und so geht es immer weiter bis zu einem Punkt, wo etwas wirklich gelöscht ist. Die Erde ist ja rund, d.h. wir können eigentlich nichts wegschmeißen, sondern immer nur transformieren. Mein Gefühl bei ATA ist aber, dass da eine Energieform zugegen ist und das einpackt und richtig wegnimmt – weit weg ins Universum.
Nach 16 Jahren Single-Dasein bin ich seit einem Jahr wieder in Beziehung mit einem Mann.
Ich habe mich ganz bewusst entschieden, mich wieder meinen Problemen zu stellen, die bei mir in Partnerschaften auftreten. Mit meiner Bereitschaft habe ich anscheinend jemanden eingeladen, der auch Wachstum im Fokus hat, und so steigen wir gemeinsam in alle Themen ein, die sich dabei auftun. Und da ist ATA eine große Unterstützung. Ich kann bei jedem auftauchenden Problem zu Andrusha gehen, um es aufzulösen. Es wird immer leichter und immer heiterer und schöner und ich fühle mich einfach freier.

Gibt es auch körperliche Symptome, die man löschen kann?
Ich hatte seit meinem 14. Lebensjahr eine Goldallergie. Und irgendwann sagte mir jemand, dass Gold mein Kraftmetall ist. Das wiederum fand ich doch interessant: Ich bin allergisch gegen mein Kraftmetall. Und dann haben wir das gelöscht und wie du siehst, trage ich eine goldene Kette. Wir haben damals eine durchaus dramatische Geschichte gefunden. Aber ich habe sie vergessen. Es ist einfach gelöscht.

Du bist Jüdin. Inwieweit spielt dieser Hintergrund eine Rolle?
Bei der Aufarbeitung meiner jüdischen Geschichte ist es anders. Da sind wir immer noch dran, denn das lässt sich nicht in zwei Sitzungen löschen. Das ist wie ein Fass ohne Boden, denn es geht nicht nur um den persönlichen Schmerz, sondern auch um den kollektiven. Für mich ist das Judentum mein spirituelles Zuhause und das ist als jüdische Frau nicht so einfach.
Es geht um Jahrtausende lange Unterdrückung und Verfolgung und die daraus resultierenden Überlebensprogramme, die sitzen tief. Und dann ist da noch die Ambivalenz zu meinem Volk. Da liegen Liebe und Ablehnung sehr dicht beieinander. Das ist sehr vielschichtig. Einige Ängste in Bezug auf Kontakt zu Menschen und destruktive Rückzugsprogramme konnten wir schon löschen. An viele Themen kann ich mich auch gar nicht mehr erinnern, das ist für mich das beste Zeichen, dass es weg ist. Und damit wird es einfach so viel leichter. Es ist wie eine Zwiebel, denn du gehst immer tiefer Schicht für Schicht und am Ende ist es wirklich gelöst.

Die Autorin Andrusha Angermann ist Physiotherapeutin, ATA-Trainerin, Einzelsitzungen in Schöneberg: Berliner Bücherhimmel, Motzstr. 57, Prenzlauer Berg: Mandala Buchhandlung, Husemannstr. 27, Kontakt:0176-55032737


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