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Ausgabe September 2014
Glückshormone. Dr. Günter Harnisch

Botenstoffe im Gehirn sorgen maßgeblich für unser Wohlbefinden. Bislang erforscht worden sind vor allem die Wirkungen von Serotonin auf das zentrale Nervensystem. Das Erfreuliche daran ist, dass sich der Serotoninspiegel auf natürliche Weise steigern läss

Die moderne Hirnforschung hat festgestellt, dass gute Laune, Ausgeglichenheit und Schmerzfreiheit von der Menge der im Organismus verfügbaren Glücksbotenstoffe abhängen. Glück entsteht, wenn eine Reihe bestimmter Botenstoffe im Gehirn reichlich verfügbar sind. Serotonin etwa erzeugt psychische Stabilität, erhöht die Stresstoleranz und sorgt für erholsamen Schlaf. Außerdem reguliert dieser Botenstoff die Konzentration und die Merkfähigkeit. Er führt zu ruhigem, ausgeglichenem Verhalten. Besteht ein Mangel an Serotonin, so sind Kinder ängstlicher, zappeliger, stressempfindlicher. Bei Menschen mit Depressionen liegt der Serotoninspiegel im Blut nachweislich um bis zu 50 Prozent niedriger als bei Gesunden.
Ist zu wenig Serotonin verfügbar, so erhöht sich die Schmerzempfindlichkeit. Andauernde familiäre oder berufliche Stressbelastungen können dazu führen, dass viel von dem Botenstoff verbraucht wird. Der Serotoninspiegel sinkt offenbar auch mit fortschreitendem Lebensalter. Und schließlich hängt er von der Ernährung ab. Ein hoher Serotoninspiegel senkt den Appetit und stärkt das Sättigungsgefühl. Mehrere klinische Studien weisen zudem nach, dass Serotonin selbst den Schlaf- und Wachzustand kontrolliert. Somit gibt es konkrete Hinweise, dass verschiedene Gesundheitsstörungen letztlich nur Symptome ein und derselben Grund-erkrankung sind: Serotoninmangel. „Endlich gut drauf!“ zeigt daher, wie der Mangel an Glücksbotenstoffen auf natürliche Weise ausgeglichen werden kann.

Traditionelles Wissen und neue Verfahren
Der prominente Mediziner Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer stellt fest, „dass wir heute immer mehr Grundstoffe in der Natur entdecken, die uns dienlich sein können“. Wir sollten daher „traditionelles Wissen nutzen, um neue Verfahren zu entwickeln“. Inkakost aus den Getreidesorten Amaranth und Quinoa beispielsweise versorgt den Körper ganzheitlich und transportiert reichlich Glücksbotenstoffe ins Gehirn, weit mehr als jede herkömmliche Ernährung. Auch das Griechische Eisenkraut (Sideritis scardica) ist nach bisher vorliegenden Forschungen offenbar imstande, die Übertragung der Nervensignale zu verbessern, indem es die Konzentration an Botenstoffen zwischen den einzelnen Nervenzellen erhöht.
Seit Jahrtausenden werden Akupunktur und Akupressur angewendet, um den Körper Ruhe, Entspannung und Balance erfahren zu lassen. Auf der psychischen Ebene vermittelt die Haut Glücksgefühle durch Berühren, etwa durch Streicheln, Massagen oder Wärme. Das seit jeher verehrte Sonnenlicht beugt einer ganzen Reihe von Krankheiten, z. B. Osteoporose, vor, indem es zu einem Anstieg des Wohlfühlhormons Serotonin im Gehirn führt. Bewegung im Freien und ein gesunder Schlaf sind Grundvoraussetzungen für ein glückliches Leben. Die Glücksfähigkeit lässt sich sogar trainieren - wie Muskeln oder das Gedächtnis. Jede der vier Säulen, auf denen das Buch gründet, zeigt einen Weg zum Glück. Jedes der vier Programme kann unabhängig von den anderen angewendet werden. Den größten Fortschritt beim Entfalten der persönlichen Glücksfähigkeit erzielt man allerdings dann, wenn alle vier Säulen genutzt werden.

Buchtipp: Dr. Günter Harnisch: Endlich gut drauf! Wie Sie Ihre Glückshormone natürlich anregen. Für mehr Lebensfreude, Wohlbefinden und Energie, 126 S., Mankau Verlag 2014


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