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Ausgabe Juli 2014
Theta-Healing. Ein Interview mit Andrea Bauer

Die Theta-Therapeutin Andrea Bauer im Gespräch mit Haidrun Schäfer über die Hintergründe von Theta-Healing - mit anschließendem Erfahrungsbericht.

Haidrun Schäfer: Was ist Theta-Healing?
Andrea Bauer: Theta-Healing ist eine energetische Heilmethode, die in den 90iger Jahren von Vianna Stibal entwickelt wurde. Das Besondere an dieser Methode ist, dass sie sowohl auf der körperlichen, der emotionalen und auch auf der geistig-seelischen Ebene eingesetzt werden und dort Klärung, Heilung und positive Veränderung bewirken kann.

Wo kommt der Name her?
Weil man im Thetazustand arbeitet. Das Gehirn sendet ständig elektromagnetische Wellen aus, die in unterschiedlichen Frequenzen schwingen, die wir als Alpha, Beta, Gamma, Delta und Theta bezeichnen. So entspricht die Beta Frequenz unserem normalen Tagesbewusstsein beim Denken, Reden und Kommunizieren. Im Traumzustand oder auch unter Hypnose schwingen wir in sogenannten Thetawellen. Es ist eine Frequenz, in der der Zugang zum sonst eher abgeschotteten Unterbewusstsein leichter ist.
Versetzen Sie sich bei einer Sitzung in diesen Zustand oder den Klienten?
Ich begebe mich während einer Sitzung in die Theta-Frequenz mit Hilfe einer bestimmten Meditation, die man in der Ausbildung lernt. Wenn mein Gehirn auf dieser Frequenz schwingt, ist es mir möglich mich mit dem Schöpfungsbewusstsein – auch Source Energy genannt – zu verbinden. Vianna Stibal nennt es die siebte Ebene oder das Gottesbewusstsein. Von hier aus kann dann positive Veränderung und Auflösung alter Muster und Blockaden geschehen.
Sie erkennen also die unbewussten Hintergründe einer Problematik, wenn Sie eine Sitzung geben?
Nachdem ein Klient mir seine Problematik geschildert hat, verbinde ich mich mit dieser höchsten Ebene und sende die gezielte Absicht aus, dass optimale Heilung für das Problem geschehen möge. Daraufhin wird mir das Energiefeld des Klienten gezeigt mit den unterbewussten Strukturen, die dem geschilderten Problem zugrunde liegen. In einer Sitzung wird immer entsprechend der aktuellen Problematik die passende Ursache gezeigt. Es ist also erst einmal eine Bestandsaufnahme auf tieferer Ebene.
Und Sie sprechen das aus, was Ihnen an Bildern oder Informationen gezeigt wird?
Ja, ich verbalisiere das die ganze Zeit und als Klient kann man alles gedanklich mitvollziehen. Dabei geht man in einer Thetasitzung weit über die Möglichkeiten herkömmlicher Psychotherapie hinaus, weil passend zum Sitzungsthema die innere Landkarte des Klienten detailliert beschrieben wird und gleichzeitig positive Umstrukturierungen stattfinden.

Das Feld der Möglichkeiten – eine Theata-Healing-Sitzung
Natürlich bin ich neugierig, was bei einer Thata-Healing-Sitzung passieren kann. Zu Beginn schildere ich meine momentane problematische Situation: Trennung nach 23 Jahren, Suche nach neuem Job und einer Mitbewohnerin, weil auch der Sohn auszieht. Dazu Zukunftsängste und Trauer um den Verlust einer liebevollen Partnerschaft.

Bestandsaufnahme
Ich liege bequem und lausche mit geschlossenen Augen dem, was da kommen mag. Andrea erzählt von den Bildern, die bei ihr auftauchen, während ich nichts sehe, sondern nur zuhöre. Das erste Bild, von dem Andrea erzählt, beschreibt meine aktuelle Situation: Ich sitze unter der Erde im Dunkeln, oben scheint die Sonne und der Frühling bricht aus, aber ich bin gefangen in einem Gefühl tiefer Hilflosigkeit, das mich lähmt, aus dem Dunkel Richtung Licht zu gehen. Die Ursachen für meine Gefühle von Hilflosigkeit und Zukunftsangst liegen in der Vergangenheit. Es wird aufgezeigt, dass mir meine Mutter als Kind den Glaubenssatz mitgab: „Nur mit einem Mann an der Seite bist du überlebensfähig“.
Hiermit gab sie einen Glaubenssatz auf genetischer Ebene weiter, der in der mütterlichen Ahnenreihe seinen Ursprung hat: Wie kleine Mensch-ärgere-dich-nicht-Figuren stehen ca. 30 Ahninnen hintereinander. Das Bild bleibt bei einer jungen Wäscherin stehen. Sie ist ungefähr 15 Jahre alt, in völliger Armut ganz auf sich gestellt und erlebt ein Leben voller traumatischer Erfahrungen. Das Mädchen würde sich am liebsten umbringen, aber ihr angeborener Überlebensmechanismus hindert sie daran. (Auch wenn meine aktuelle Situation bei weitem lange nicht so hoffnungslos ist, habe ich seit der Trennung das Gefühl, dass mir der Existenzboden unter den Füßen weggezogen wird – vor allem nachts ist das Gefühl am schlimmsten.) Wieder ein Bildwechsel: Das Mädchen stirbt mit 15 Jahren und wird, zurück auf der göttlichen Ebene, über den grundlegenden Sinn seiner Inkarnation informiert und mit dem Gefühl grenzenlosen Vertrauens und goldenem Licht gefüttert, bis es satt ist. Und jetzt ist es möglich, die gesamte Ahnenreihe mit dem Gefühl von Urvertrauen zu durchfluten und in ihr den Glaubenssatz „Nur mit einem Mann an der Seite bin ich überlebensfähig“ aufzulösen – bis das Gefühl auch bei mir landet.

Warum?
Als nächstes wird gezeigt, wie ich in diesem Leben wie eine Prinzessin in einem schönen Turm mit Mann und Kind lebte, aber tief in mir schon lange die Ahnung wuchs, dass mein Luxusleben nicht immer so weitergehen würde. Mit der Trennung riss mein Mann den entscheidenden Stahlträger aus dem Turm und ließ mich in einem Scherbenhaufen alleine zurück. Und genau dieses Szenario habe ich mir, so wird mir jetzt vom Schöpfungsbewusstsein gezeigt, auf der Seelenebene selber geschaffen.
In mir schreit alles nach dem Warum?
Warum zerstört er meinen Turm und lässt mich mit dem Gefühl von Hilflosigkeit und Ohnmacht so allein? Die Antwort kommt in Form eines Bewusstseinsdownloads: Dass ich diese Situation brauche, um endlich die Erfahrung meiner Potenziale zu machen, die mich auf eigenen Beinen stehen lassen. Die Schöpfungsebene entfaltet vor mir das Bild eines Feldes von Möglichkeiten, die mir offen stehen. Wie eine große Wiese, auf der lauter Blumenknospen erblühen. Ich bekomme den Download: „Ich weiß, wie es sich anfühlt, unglaublich viele Möglichkeiten zu haben.“ In dieser Situation werde ich heute, hier, in dem Gefühl von Vertrauen gebadet und mein Blickwinkel erweitert sich auf die Sicht der Schöpfungsebene. Von dort sieht alles wie ein Spielzeugszenario aus, zu dem ich mir alle Zutaten passend zusammen gesucht habe: Das Prinzessinnen-Leben, den Zusammenbruch und dahinter all die Möglichkeiten, die ich bisher nicht gesehen habe.

Nachtrag
Ja, ich fühle mich gefestigter, stärker. Eine Freundin sagt am nächsten Tag am Telefon: „Ich freue mich, dass deine Stimme so stark ist.“ Ein anderes Telefonat am nächsten Abend nährt die Hoffnung, eine mögliche Mitbewohnerin gefunden zu haben, denn zum ersten Mal habe ich das Gefühl von einem JA. Und seit Neuestem gibt es die Idee einer weiteren beruflichen Richtung.

Andrea Bauer gibt Thetahealing Einzelsitzungen und Fernbehandlungen. www.thetahealing-berlin.com


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