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Ausgabe Juni 2014
Beitragsreihe 2014 von Andreas Krüger Homöopathisches Heilmittel: Elefantenmilch - lac loxodonta

Andreas Krüger mit dem siebzehnten Teil seiner Beitragsreihe über wichtige homöopathische Arzneimittel

H. Schäfer: Worüber wollen wir heute sprechen?
Andreas Krüger: Da die Milche in der Homöopathie von einem besonderen Stellenwert sind, möchte ich heute über die Elefantenmilch sprechen. Der amerikanische homöopathisch arbeitende Arzt Dr. James Tylor Kent sagte, dass die Milche in der Zukunft in der Homöopathie wahrscheinlich mit die wichtigsten Mittel sein werden, weil sie den Menschen an seine ganz spezifischen Lebensaufgaben erinnern. Es ist tatsächlich so, dass eine Milch nicht nur nach den Gesetzen der Ähnlichkeit eingesetzt wird, sondern Milche werden in der prozessorientierten Homöopathie so angewandt, dass wir dem Patienten über die Milch die Qualität des Tieres zuführen und ihn mit dieser Qualität nachnähren. Es gibt Forscher, die herausgefunden haben, dass es in der menschlichen Seele so eine Art „motherboard“ gibt, wie ein Computerabschnitt, in dem Elementar-Informationen programmiert sind, die jeder Mensch braucht, um in seinem Leben bestehen zu können.

Und um welche Milch geht es heute?
Ich möchte über eine Milch sprechen, die ich bei Menschen einsetze, die keinen Sinn für beruflichen Erfolg entwickelt haben. Mit anderen Worten: Was immer sie beginnen oder auf den Weg bringen, scheitert kurz vor der Landung an scheinbaren Widernissen, die auf dem Weg liegen. Als Lehrer habe ich an einer Heilpraktikerschule Hunderte von Schülern erlebt, die eine gute 3-jährige Ausbildung gemacht haben und alle Voraussetzungen hatten, um eine gut laufende Praxis aufzumachen, aber bei denen – auch wenn es zynisch klingt – am Vormittag keiner kam und wo es am Nachmittag ein bisschen ruhiger wurde. Immer wieder habe ich mich gefragt, warum es dem einen gelingt und dem anderen nicht.

Und woran könnte es liegen?
Die systemische Therapie lehrt, dass die Fähigkeit, gute Geschäfte zu machen und seine Fähigkeiten zu Geld auszubilden, viel mit dem Vater zu tun hat und damit dem Annehmen der väterlichen Energie.

Und was ist, wenn der Vater ein Loser war?
Dann kann man diese Energie natürlich nicht mit der Muttermilch einsaugen. Ich hatte das große Glück, dass mein Vater, der Dank seines Gemüts und seiner Überzeugung „es klappt schon“ mit nichts nach dem Krieg von vorne anfing. Egal, was mein Vater anfasste, es wurde zu Gold. „Wenn der Weg frei ist, schreite voran.“ Und so hat er es ohne Ausbildung und ohne Startkapital geschafft, ein für seine Verhältnisse wohlhabender und erfolgreicher Mann zu werden. Egal, was für Defizite er sonst hatte: Mir fiel es mein ganzes Leben lang leicht, ökonomisch erfolgreich zu sein.

Was können Sie als Mensch und Therapeut tun, um Menschen zu helfen, erfolgreich zu werden und die Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg wegzuräumen?
Eine gute Frage, denn ich wusste, dass es nie am Lernen und auch nicht an der Ausbildung liegt – es muss so etwas wie eine App fehlen. Irgendwann habe ich mich intensiver mit Hinduismus beschäftigt. Vor 20 Jahren kam der indische Babji Haidakhan an unsere Schule. Viele unserer Schüler waren Anhänger von ihm, kamen mit kahlgeschorenen Köpfen und lustigen Mantren zurück und erzählten ihre Geschichten. Daraufhin habe ich mich mit Shiva und Krishna und dann auch mit dem ganzen Götterhimmel im Hinduismus beschäftigt. Ein interessanter Gott ist Ganesha: Er ist der Gott, der dazu da ist, den Weg freizumachen, damit die Geschäfte gelingen. Wenn ein Inder in ein Geschäft hineinkommt, wo es um einen geschäftlichen Abschluss geht, ruft er „Jey, jey Ganesha!“. Wenn das Geschäft dann läuft, wird die Göttin Lakshmi angerufen, weil sie dafür da ist, dass die Geschäfte gut bleiben. Deshalb stehen in den meisten indischen Geschäften Lakshmi und Ganaesha nebeneinander.

Ich höre heraus, dass Ihnen Ganesha sehr sympathisch ist?
Er war der Auslöser, weswegen ich mich daraufhin mit den Milchen beschäftigte. Ich habe ganz gezielt Menschen geholfen, Hindernisse aus dem Weg zu räumen, die einer erfolgreichen Praxis im Wege standen, indem ich ihnen Elefantenmilch gab. C 1300 lac loxodonta, 5 Tage, 1x1 Kügelchen und anschließend C 10 über 4 Wochen ein Mal 2 Kügelchen. Ich habe immer wieder bei Menschen erlebt, dass z.B. das Arbeitsamt nicht zahlte, dass das Schild nicht kam oder die Telekom nicht anschloss… – es gab immer wieder Gründe, warum irgendetwas nicht klappen konnte. Und wenn ich Elefantenmilch gab, funktionierte es nicht wie von selbst, aber um ein Vielfaches leichter. Die Probleme waren noch da, aber die Menschen entwickelten auf einmal eine Fähigkeit, die Probleme kreativ und auch temporär anzugehen und zu lösen.

Wie ich Sie kenne, gibt es noch eine Anekdote?
Es gibt einen Satz, der mir sehr am Herzen liegt: „Und wenn ich nur für diesen Menschen Heilpraktiker geworden wäre, hätte es sich gelohnt.“ Lac loxodonta ist ein Mittel für Menschen, die eine sehr starke Fähigkeit haben, romantisch zu lieben und es ist auch ein Mittel für Menschen, die erkranken, wenn eine romantische Liebe den Bach runter geht. Wir wissen von Elefanten, dass sie ein sehr gutes Gedächtnis haben – das sogenannte Elefantengedächtnis. Ich hatte eine Patientin, die auf eine unglückliche Liebe mit einer unglaublichen Verzweiflung reagierte, die u.a. dazu führte, dass sie keine Nahrung mehr bei sich behalten konnte. Als ich anfing, diese Frau zu behandeln, war sie eine große, stattliche Frau mit bestimmt 90 kg Körpergewicht und im Laufe der Behandlung reduzierten sich die Kilos auf die Hälfte. Ich war schlicht und ergreifend mit meinem Latein am Ende.

Und dann?
Ich dachte immer, dass sie etwas Milchiges braucht, aber gleichzeitig war ich überzeugt, dass in ihr ein ureigenes Programm bzw. ein altes App getriggert wurde, was mit völliger Vernichtung zu tun hatte. Sie reagierte völlig inadäquat auf diese „banale“ Situation, verlassen zu werden. Ich dachte, sie braucht wieder Milch, um Nahrung zu kriegen und sie braucht irgendein Mittel, was auf ihre Festplatte zugreift und irgendeinen Chip löscht, der ihr diesen Irrsinn bereitet.
Ich erlebe in der Homöopathie viele Wunder an mir und meinen Klienten, aber ich erlebe auch viele Misserfolge. Es ist nicht so, dass es uns sofort gelingt, innerhalb von diesen 4.500 Mitteln, die es in der Homöopathie gibt, das richtige zu finden. Ich bin auch oft frustriert, denn mein Unvermögen, das richtige Mittel zu finden, treibt mich oft in Phasen richtiger Verzweiflung – vor allem, wenn mir diese Menschen sehr nahe stehen. Aber eins habe ich in 35 Jahren Homöopathie erlebt: Wenn man es schafft, in einem Fall, wo scheinbar nichts wirkt, trotzdem am Ball zu bleiben, nicht untreu zu werden und nicht aufzugeben, zeigt sich oft im Moment der völligen Verzweiflung das heilende Mittel. Und so war es auch in diesem Fall. Ich war kurz davor, den Vater anzurufen, um zu besprechen, ob wir sie einweisen lassen sollten. Und dann kam sie, schwach und heulend und erzählte mir von ihrem Traum, in dem ihr Computer vom Tisch fiel und kaputt war. Bei mir ratterte alles: Computer, Festplatte, Chip. Als ich im Repetitorium nachschlug, stand da nur ein einziges Mittel: Elefantenmilch. Also gab ich ihr Elefantenmilch und am nächsten Tag war der Durchfall weg. Auch der Liebeskummer wurde besser und innerhalb von vier Wochen hatte sie wieder ein normales Gewicht und konnte sich auch neuen Beziehungen öffnen.

Sie würden also allen Menschen, die sich geschäftlich auf den Weg machen wollen, raten, sich auf Elefantenmilch testen zu lassen?
Und auch allen Menschen, die Unschönes nicht loslassen können, die ewig an Unglücklichem hängen und wo die klassischen homöopathischen Arzneimittel wie Natrium und Ignatia nicht helfen. Und vor allem denjenigen, die immer wieder erstaunt vor ihren Handlungen stehen und glauben, dass irgendetwas in ihrem Gehirn nicht stimmt. Elefantenmilch kann wieder den Computer unserer Seele reparieren. In diesem Sinne: Jey, jey Lord Ganesha!

Andreas Krüger ist Heilpraktiker, Schulleiter und Dozent an der Samuel-Hahnemann-Schule in Berlin für Prozessorientierte Homöopathie, Leibarbeit, Ikonographie & schamanischer Heilkunst. Sein letztes Buch „Heiler und heiler werden – Gespräche über die Heilkunst“ erschien im Verlag Simon + Leutner, 2013.
Weitere Informationen: www.Samuel-Hahnemann-Schule.de


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