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Ausgabe Juni 2014
Herzensanliegen. Wenn wir lernen auf unser Herz zu hören können wir auch bewusster damit umgehen. Von Dr. Markus Peters

Dr. Markus Peters ist Facharzt für Allgemeinmedizin/Naturheilverfahren und hat sich auf das Herz spezialisiert. Er beschreibt hier die wesentlichen Erkenntnisfortschritte in der medizinischen Forschung und was wir daraus lernen können.

„Das Herz hüpft vor Freude“ oder „Es bricht einem das Herz“. Der Volksmund kennt viele solcher Redewendungen. Jeder spürt die tiefe, feinsinnige Wahrheit, die sich in solchen Worten äußert und niemand käme auf die Idee zu sagen: „Ich liebe dich vom ganzen Hirn“! Bis vor einigen Jahren hätten solche Sätze, in denen vom Herzen die Rede ist, von der modernen Wissenschaft aus, als schiere Romantik ohne wirkliche Relevanz abgetan werden können. Aber es ist gerade die modernste Forschung der letzten Jahre, die die tiefe Wahrheit in solchen Sätzen aufspürt, eine Wahrheit, die sich deutlich bis in physiologisch messbare Werte abbilden lässt. Wie kann das sein? Ist das Herz wirklich der Sitz unserer Gefühle? Verfügt das Herz über eine eigene Intelligenz? Und trägt es vielleicht sogar noch weitere Geheimnisse in sich, die wir bisher kaum ahnen? Ja, genauso ist es! Ein paar Fakten sollen das belegen:
Wer sich beim Arzt schon einmal einem EKG unterzogen hat, mag sich vielleicht gewundert haben, dass die dafür nötigen Messungen auch an den Beinen und Armen vorgenommen werden. Das kann ja nur funktionieren, wenn die elektrisch messbaren Aktivitäten des Herzens auch an der Peripherie des Menschen erfasst werden können. In der Tat: Das elektromagnetische Feld des Herzen wirkt im ganzen Menschen, in jeder einzelnen seiner Zellen. Ja, es reicht sogar noch weit über den Menschen hinaus! Wir wissen aus aktueller Grundlagenforschung, dass dieses elektromagnetische Feld in Wechselwirkung mit den Feldern anderer Menschen tritt. Das ist deshalb so interessant, weil jedes elektromagnetische Feld immer ein Informationsträger ist – so also auch das Energiefeld des Herzens. Inzwischen kann sogar sehr genau beschrieben werden, wie jeder Mensch über dieses elektromagnetische Energiefeld mit seiner Umgebung verbunden ist, und dass es tatsächlich zu einem ständigen Informationsaustausch kommt.
Die wahre Bedeutung dieses Phänomens vermag man nur dann zu erahnen, wenn man weiß, dass sich unsere Gefühle ganz konkret in den Aktivitäten unseres vegetativen Nervensystems zeigen. Diese Aktivitäten teilen sich unmittelbar auch dem Herzen mit und können im Rhythmus unseres Herzschlags gemessen und in gut verständlicher grafischer Form dargestellt werden.

Je harmonischer und „schwingender“ unser Herz schlägt – als Maß dafür gilt die Herzratenvariabilität – desto besser ist dies für unsere Gesundheit.

Diese Mess- und Darstellbarkeit des konkreten Zusammenspiels von Herzaktivität und Gefühlsleben ist von großer diagnostischer und therapeutischer Bedeutung, hängt Stress doch intensiv mit unserem Gefühlsleben zusammen und Stress wiederum eine wichtige Krankheitsursache in der Gegenwart ist.
Durch sehr konkretes Üben wird es so möglich, bewusst auf das vegetative Nervensystem einzuwirken. Indem ich mich via Atmung auf mein Herz besinne, greife ich auf ein übergeordnetes Prinzip zu, mit dem ich ganz praktisch Prozesse in meinem Körper zunehmend besser werde lenken können.
So bedeutsam und interessant diese praktisch-medizinischen Aspekte aber auch sein mögen, das zunehmende Verstehen der „Sprache unseres Herzens“ vermag uns zu noch vielen spannenden Erkenntnissen zu führen. Das Wissen, dass unsere Gefühle, vermittelt über das elektromagnetisch pulsierende Feld unseres Herzens, nicht nur auf unseren eigenen Körper, sondern nachweisbar auch auf die Menschen unserer Umgebung wirken, machen zahlreiche Phänomene verständlich und wissenschaftlich nachvollziehbar, die uns bisher ganz unerklärlich erschienen. Als Beispiel sei nur das genannt, was wir die „Chemie im Zwischenmenschlichen“ nennen. Auch uraltes Wissen um die Wirkung etwa von Meditation oder Gebet öffnet sich zunehmend dem forschenden Verstand.
All das ist erst seit wenigen Jahren Gegenstand der Forschung und deshalb nur in Ansätzen bekannt und abgesichert. Umso wichtiger (und fruchtbringender) ist es, sich jetzt bereits mit den „Herzensangelegenheiten“ neugierig und vorurteilsfrei zu befassen.
Diese neue Entwicklung im Verständnis zur Aufgabe des Herzens gehen interessanter Weise parallel mit einem allgemeinen Bewusstseinswandel: Das Thema Herz wird in immer mehr Zeitschriften, Seminaren und Kongressen, bei denen es um die Fragen der geistigen Entwicklung geht, hoch aktuell; Meditationsworkshops zum Herzen haben Hochkonjunktur. Hier deutet sich ein spezifischer Wandel im Bewusstsein an, bei dem immer mehr Menschen nach neuen Antworten bezüglich der Fragen, die das Herz aufwirft, suchen. Viele Menschen spüren intuitiv, dass das Herz keine Pumpe ist! Die in diesem Artikel angedeuteten neuen Erkenntnisse zur Aufgabe und Funktion des Herzens werden eine veränderte medizinische Herangehensweise nach sich ziehen müssen.
In unserer Praxis arbeiten wir seit Jahren an Wegen zur Diagnostik und Therapie des Herzens, die gleichermaßen den körperlichen, aber auch den seelischen und geistigen Aspekten der Herzfunktion gerecht werden können.


Der Autor Markus Peters entwickelt seit vielen Jahren neue Wege in der Diagnostik und Therapie von Herzerkrankungen auf der körperlichen Ebene, die aber immer auch die seelischen und geistigen Aspekte mit einbeziehen. Kontakt: Schwerpunktpraxis für Ganzheitliche Herztherapie, Komplementäre Onkologie, Heintzestr. 37, 24582 Bordesholm. Weitere Informationen zur Arbeit des Autors auf post@peters-bordesholm.de, www.krebstherapie-nord.de und auf www.gesundmacher-herz.de

Buchtipp:
Markus Peters, Gesundmacher Herz, Wie es uns steuert, verbindet und heilt - Der geniale Impulsgeber für Körper und Seele - Extra: Was Sie selbst tun können! 192 S., Broschur, € 14,99, ISBN 978-3-86731-134-2, VAK Freiburg 2013


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