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Ausgabe März 2014
Frühjahrsputz für Körper und Seele. Colon-Hydro - die sanfte Reinigung des Darms. Elke Wiget

Elke Wiget arbeitet seit über 20 Jahren erfolgreich mit der Colon-Hydro-Therapie. Haidrun Schäfer war bei ihr.

Es ist mal wieder so weit, die Frühjahrsaktivitäten werden in Angriff genommen: Fenster putzen, den Katzen täglich das Winterfell ausbürsten und manch einer denkt über Körperentschlackung nach. Ich nehme mir dieses Jahr mal wieder meinen Dickdarm vor und da es eine recht intime Angelegenheit ist, gehe ich zu Elke Wiget, die seit vielen Jahren am Roseneck arbeitet und den Menschen hilft, Teile des inneren Körpers zu reinigen, an die sie selber nicht herankommen.

Der Behandlungsablauf
Ich war vor ein paar Jahren schon einmal bei ihr und kann mich an den Ablauf erinnern. Eine Sitzung dauert etwa eine Stunde. Ich lege mich auf die Liege und Elke führt mir vorsichtig ein Röhrchen ein. Dann wird während 45 Minuten Wasser in drei unterschiedlichen Temperaturstufen phasenweise in den Darm gespült. Diese kneippsche Anwendung regt zusätzlich die Darmbewegung an. Das ganze Gerät ist ein geschlossener Kreislauf, bei der wir an keiner Stelle mit meinen Altlasten in Berührung kommen. Ein durchsichtiger Schlauch macht sichtbar, was sich gelöst hat und abtransportiert wird. Während der ganzen Zeit bleibt Elke bei mir, kontrolliert die einlaufenden Mengen samt Temperatur und massiert sanft meinen Bauch, während wir uns unterhalten.

Die Schlüsselfunktionen des Darms
Sie erzählt, dass der gesamte Magen-Darm-Trakt ein so kompliziertes Gebilde ist, dass auch heute erst ein Bruchteil seiner Funktionen bekannt ist. Allerdings wissen wir seit Paracelsus, dass Gesundheit/Krankheit im Darm sitzt. Billionen Bakterien leben im Dickdarm. Er hat eine bedeutende Schlüsselfunktion,
weil er über 70 % der Abwehrzellen beherbergt,
weil dort die Ausschüttung vieler Hormone und Botenstoffen reguliert wird,
weil dort unsere Wahrnehmungen und Gefühle gesteuert werden,
weil er Einfluss auf unser Denken und Urteilsvermögen nimmt,
weil dort unsere Intuition sitzt und
weil dort zu 90 % das Glückshormon Serotonin entsteht.

Kein Organ wird so massiv mit „Fremdstoffen“ konfrontiert wie der Darm. Unsere Haut muss sich mit Sonne und Regen auseinandersetzen, die Lungen mit der Qualität der Luft, die Augen mit dem, was wir sehen. Die Darmschleimhaut ist wie unsere „andere Hautseite“ und so, wie wir unsere Haut regelmäßig reinigen, so kann man auch die Darmschleimhaut mit Wasser und Massage pflegen. Früher machte man Einläufe, heute gibt es moderne Geräte.
Der Darm ist die größte Kontaktzone des Körpers mit der Außenwelt, d.h. alles, was wir zu uns nehmen, muss verarbeitet werden. Die Darmwände sind weder glatt noch gerade. Stattdessen schlängeln sie sich in zahlreichen Windungen und Krümmungen und bilden unzählige Falten, in denen viel Platz für Ablagerungen ist. Entsprechend dem Ernährungsverhalten lagern sich Nahrungsreste auf den Darmwänden ab, die ihre Funktion einschränkt: Nährstoffe werden nicht mehr gut aufgenommen, das Immunsystem wird geschwächt, Gifte häufen sich an und die Produktion von Hormonen geht zurück.
Was auf der körperlichen Ebene eine Befreiung von handfesten Rückständen bedeutet, kann auf der emotionalen Ebene ebenfalls die Verabschiedung von emotionalen Themen beinhalten.
Da unsere Gefühle im Bauch sitzen, ist es durchaus möglich, dass unterdrückte Emotionen an die Oberfläche kommen, die dann losgelassen werden können – so, wie die körperlichen Schlacken aus dem Darm. Übrigens können auch Depressionen einen Zusammenhang mit einem zu hohen Giftanteil im Körper haben.
Alles gute Gründe für einen Frühjahrsputz im Darmbereich. Als angenehmer Nebeneffekt wird nicht nur das Körpergewicht leichter, sondern auch die Stimmung – das weiß ich aus Erfahrung...




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