aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe September 2013
Wenn mal nichts los ist. Anette Dröge

Mutig den Blick nach innen wagen - warum wir lernen müssen, neben aktiven auch passive Pausen zu machen.

Viele von uns merken schnell, dass sie belastet sind von den vielfältigen Anforderungen des Alltags. Wir versuchen gegenzusteuern mit Sport, Yoga oder anderen Ausgleichsportarten, Ernährungsumstellungen oder Diäten. Das funktioniert auch eine Zeit lang ganz gut - so lange das nicht zu „Erholungsstress“ ausartet, was bei vielen der Fall ist, da wir oft auch für unsere Freizeitgestaltung einen gewissen Leistungsanspruch haben.
Passive Pausen zeichnen sich dadurch aus, dass mal nichts los ist. Wir gönnen uns Ruhe, machen Mittagschläfchen oder „gucken Löcher in die Luft “.
Loslassen, auftauen und langsam werden. Zum Stillstand kommen, damit wir wieder mit Energie aufgetankt werden. Spätestens wenn Ihnen das schwer fällt und Sie sich dabei nicht entspannen können, sollten Sie merken, dass Sie schon zu weit gegangen sind. Symptome, die auf beginnende Erschöpfung hinweisen, sind Konzentrationsschwäche verbunden mit dem Gefühl „das ging früher aber schneller und leichter“ oder „das habe ich doch sonst alles geschafft“ und dem Eindruck, gegen eine imaginäre Wand anzuarbeiten, die scheinbar immer höher wird. Natürlich gehören auch hartnäckige Krankheitssymptome dazu, die trotz guter Behandlung einfach nicht heilen wollen. Und die Unfähigkeit abzuschalten, wenn wir Ruhe haben. Einschlafstörungen, innere Unruhe oder Stresssymptome wie Magen- und Darmbeschwerden, Nackenverspannungen, Rückenschmerzen oder Kopfschmerzen.
Als ich mich in meinen eigenen Burn-out hineingearbeitet habe, hatte ich einen sehr anspruchvollen, zeitintensiven Arbeitsplatz. Nebenbei habe ich versucht, meine Praxis auszubauen und mich in Klassischer Reitkunst auszubilden, so dass meine Erholungs- und Ausgleichszeit auch noch von Leistungsdruck und Terminen bestimmt war.
Die Aufzählung macht deutlich, wie unrealistisch meine Lebensplanung damals war und wie hoch meine eigenen Leistungsansprüche waren bzw, was ich als „normal“ empfunden habe.

Kennen Sie das von sich selber? Sind Sie auch anspruchsvoll? Reagieren Sie auf Ihre Erschöpfung und Müdigkeit auch mit neuen Plänen, Zielen und Erwartungen an sich und Ihren Körper?

Auch wenn es uns noch so schwer fällt, von unseren gewohnten Ansprüchen zurück zu rudern. Die Forschung zeigt, dass wir drei bis vier Jahre mit ständiger Überforderung zurecht kommen, danach fangen die großen Probleme an, die in schweren Fällen zu gefährlichen gesundheitlichen Schäden führen können.
Deshalb ist es so wichtig, rechtzeitig ein realistisches Zeit- und Erholungskonzept zu entwickeln, bevor es zu spät ist. Vor allem sollten auch die Anfänge wie Einschlafstörungen oder steigender Kaffee- und Schokoladenkonsum ernst genommen werden.
„Passive Pausen“ vermitteln uns das Gefühl, nichts zu müssen, nichts zu wollen, nichts zu tun. Getragen zu werden z.B. von der Erde, loslassen zu können, eine ganz einfache tiefe persönliche Seinsqualität zu erfahren beim Ausruhen und das Vorbeiziehen der Wolken zu beobachten.
Wenn es Ihnen schwer fällt, alleine zur Ruhe zu finden, ist es hilfreich Unterstützung zu bekommen. Beispielsweise mit der Hilfe von achtsamen Berührungen oder Massagen durch Körperorientierte Psychotherapie oder Atemgewahrsein und Traumreisen in Ihr Inneres. Sie können dadurch wieder Kontakt zu Ihrem Inneren aufnehmen. Zu dem, was Ihnen wirklich wichtig ist, was Sie wirklich brauchen, was Ihnen wirklich gut tut und was Ihre Batterien wirklich wieder auflädt.

Die Autorin Anette Dröge ist Heilpraktikerin.
„Ich arbeite mit körperorientierter Psychotherapie und individuellem Coaching sowie mit klassischer Homöopathie um einen individuellen Prozess begleiten zu können. Ergänzend dazu biete ich Coaching mit Pferden an, was mir und meinen Klienten jedes Mal eine ganz neue und sehr weitreichende Perspektive eröffnet.“
weitere Infos auf: www.anette-droege.de


Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.