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Ausgabe August 2001
Befreiung des unteren Selbstes

- ein tieferes Begreifen der menschlichen Psyche - ein neuer Weg der Seelenklärung und Seelenbildung.

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Dr. Martin Spiegel vom Orden des Lotus und der Rose, einer neognostischen Mysterienschule des Lichts, hat den Prozess „Psychologie 2000 - Heilung und Befreiung des unteren Selbstes“ entwickelt, der davon ausgeht, dass das untere Selbst unser Seelenträger ist und dazu verhelfen soll, dass dieses sich entfalten kann. In dem folgenden Artikel erklärt er seinen Ansatz

Solange die Psychologie nicht erkennt und berücksichtigt, dass das „Unterbewusstsein“ des Menschen eine eigene esoterische selbständige Wesenheit (Entität) in uns ist, wird sie nicht wirklich Ganzheitlichkeit in uns bewirken können. Es geht um die Frage, was das Geheimnis unseres „Unteren Selbstes“, unseres Seelenträgers ist. Das so genannte „Seelische“ ist ein Komplex, der aus den klassischen drei Seelenkräften Denken, Fühlen und Wollen besteht. Dabei ist das „untere Selbst“ der Träger dieser drei Seelenkräfte - es ist das „innere Kind“, es ist die „multiple Persönlichkeit“, es ist der wilde Mensch in uns, der Titan. In früher Kindheit hat sich unser unteres Selbst von uns abgespalten, ist in seiner Not „auf Tauchstation gegangen“ und agiert durch uns, sein so genanntes „mittleres Selbst“, das wir „ich“ nennen. Es hat sich selbst zur Klärung, Lenkung und Leitung eine Kopfigkeit geschaffen - „wir“ sind sozusagen das Hirngespinst unseres unteren Selbstes. Es liegt eingerollt im Leber-Milz-System wie der Geist in Aladins Wunderlampe. Es hört und denkt und fühlt und sieht immer mit. In exaltierten Situationen, zum Beispiel in einem Aggressionsausbruch, tritt es aus unserem Körper heraus; ansonsten entfaltet es sich lediglich des Nachts, wenn wir träumen oder besser gesagt, wenn es träumt. Es sieht die Dinge anders als wir, allerdings weiß es noch nichts von sich selbst. Es weiß noch nicht einmal, dass es existiert und wie es aussieht. Genau genommen ist es die feinstoffliche Inkarnation des Teils unseres höheren Selbstes, der der individualisierte Tiergruppengeist ist - also unsere Tierseele - und als solche mit den „magischen“ Fähigkeiten eines Tiergeistes ausgestattet. Von den Esoterikern wird es unter anderem Mondkörper genannt, da seine Wesenheit aus der letzten Verkörperung unserer Erde stammt, der so genannten Mondperiode. Der Volksmund nennt es den „inneren Schweinehund“ und meint das ursprünglich aber nicht charakterlich-moralisch, sondern rein vom Aussehen her. In seinem Bild „Der Schrei“ hat Edvard Munch es gemalt. Wenn es sich selber erlaubt, sich kennen zu lernen, lernt es sich lieben und verehren. Denn es ist von Grund auf gut, ein Ausbund an Sehnsucht zu lieben und zu dienen. Nur wenn sein Defizit zu stark ist, kann es zum Teufel werden. Im Falle einer Besessenheit oder Umsessenheit des Menschen durch bestimmte eigen- oder fremdenergetische Einflüsse ist es unser unteres Selbst, das darunter leidet wie ein Tier unter Parasiten. Wenn es sich erlaubt, sich selbst zu stärken und der Titan zu sein, der es ist, kann es viel davon selber abschütteln.


In unseren Seminaren wird das wahre Selbst durch eine spezifische Technik der „Bewusstseinslenkung durch Spiegelung“ ermuntert herauszukommen, da zu sein, sich zu entfalten und sich zu bespiegeln, um sich kennen zu lernen und zu verstehen. Dieser profunde Prozess wahrer Selbsterfahrung und Selbsterkenntnis ist mit nichts zu vergleichen. Denn in diesem Prozess erfährt es, dass es seine Grundspannung und Grundspaltung, seine „Kopfigkeit“, nicht mehr benötigt. Es lernt, sich selbst zu lenken und spontan in Gefühlssicherheit, Willenssicherheit und Verhaltenssicherheit stets im Einklang mit sich selbst zu sein. Es braucht keine guten Vorsätze oder Richtlinien aller Art mehr, aber auch kein Herumwühlen in der Vergangenheit. Dabei geht es nicht um „Glücklichsein“, sondern um die Lebensqualität, alle Bewusstseinsräume in sich sein lassen zu können - und das gleichzeitig. Dabei werden automatisch die Ersatzgefühle auf die Primärgefühle zurückgeführt, die Ersatzmotivation auf die Primärmotivation.


Es gibt drei Methoden, mit dem unteren Selbst umzugehen: Selbstunterdrückung, Selbstprogrammierung oder Selbstverwandlung durch reines Selbstverstehen.
Der moderne Mensch, die „High-Tech-Persönlichkeit“, braucht das Tantrische, Ganzheitliche, um auf der unteren Ebene heil sein zu können. Die „Ideale“ dürfen nicht mehr von oben herab aufgepropft werden. Unser unteres Selbst leidet unter der Last Tausender, einander teilweise widersprechender Verhaltensideale. Das Stichwort von „Psychologie 2000“ lautet: „Persönlichkeitsbildung von unten her“ - den Menschen gut, weise und liebevoll zu machen „von unten her“. Dazu ist es nötig zu erfahren, dass „nichts Menschliches uns fremd“ ist. Wir machen die Erfahrung, dass alle psychologischen Techniken zu kurz greifen, die das nicht berücksichtigen, sondern auf unser unteres Selbst „etwas drauflegen“, ihm etwas überstülpen wollen durch „Selbstausrichtung“ oder „Selbstprogrammierung“. Das gilt auch und besonders für Spiritualität. Wenn es ihr nicht gelingt, sich in unserem unteren Selbst zu verankern, dann sind der Spaltung, dem Irrtum, der Täuschung und Selbsttäuschung und allem Dämonismus Tür und Tor geöffnet. Unser unteres Selbst hat ein Empfinden für echte Spiritualität im Gegensatz zur Kopfigkeit, falscher Gefühlsduselei („Ersatzgefühle“) und religiöser Romantik sowie magischem Streben aus Ich-Sucht.


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