aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe Mai 2013
Der Mensch, ein Urköstler. Aus dem Buch von Brigitte Rondholz

Das neue Buch von Brigitte Rondholz „Urkost“ ist kein Rezeptbuch, sondern ein informatives Buch über rohköstliche Ernährung. Wir stellen einige Aspekte vor.


Brigitte Rondholz wurde 1992 Urköstlerin und fühlt sich heute mit knapp 60 Jahren leistungsfähiger, gesünder und schöner als mit 20 Jahren. Die Zahlen der Tiere, die wir verspeisen, die sie anführt – egal ob Fisch oder Fleisch – sind beängstigend. Wer seinen Fleischkonsum reduzieren möchte, dem sei der ausführliche theoretische Teil in diesem Buch empfohlen. Auch Milchprodukte kommen kritisch unter die Lupe, weil es Zusammenhänge mit Allergien, Autismus, chronischen Ohrenentzündungen, Akne, Diabetes und und und nachgewiesen wurden.
Auch Honig ist ihrer Meinung nach keine Nahrung für Menschen und die Ausbeutung rächt sich durch den bedrohlichen Befall der Varroa-Milbe.
Veganismus ist eine Lebensweise, die alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten gegenüber Tieren ausschließt. Für einen Hamburger opfert man 5 qm Regenwald. Sogenannte Nutztiere brauchen riesige Weideflächen, die für einen ernährungsreicheren Gemüseanbau nicht genutzt werden können.
Der geschäftsführende Direktor des Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie Ralf Conrad meint: „Kurz gesagt könnte die Parole lauten: Keine Rinder mehr essen, auf Milchprodukte verzichten. Die Begründung: Rinder produzieren viel Methangas. Und dieses Gas ist viel schädlicher fürs Klima als das CO2.“
Auch Fischessen ist nicht gesund, denn auch diese Erdenbewohner sind nicht zur Nahrung für den Menschen bestimmt. In der heutigen Zeit sind sie mit krebs- und mutationserzeugenden Substanzen wie PCB, Dioxin usw. verseucht. Hinzu kommen Schwermetalle wie Quecksilber und Blei.
Der Mensch ernährt sich ursprünglich ausschließlich von pflanzlicher ungekochter Nahrung. Den Mythos, dass man durch rein pflanzliche und frische Kost Eiweißmangel erleidet, kann man getrost zu den Ernährungsirrtümern zählen.
Vegane Urkost enthält genügend Coenzyme B12, außerdem werden sie in unseren Körpern erzeugt. Die häufigste und grundlegende Ursache eines Mangels sind gesundheitliche Störungen, die verhindern, dass Vitamin B 12 verdaut und verwertet wird. Die Ursache von Malabsorption ist allgemein eine gastrointestinale Unordnung.
Ein Frühstück ohne Brot oder Brötchen und Kaffe ist für viele undenkbar. Aber der Mensch ist ein Früchteesser und kein Körnerfresser. Vögel sind perfekt an die Verdauung von Körnern angepasst. Körnerfresser haben eine Art „Extra-Magen“, der ihnen das Zerkleinern der Körner erlaubt.
Der Verdauungstrakt von Menschen ist viel länger als der von Vögeln. Deshalb verweilt das Getreide zu lang dort und erzeugt so etwas wie Fermentation. Getreide ist eine der säurebildendsten Nahrungsmittel und kann Körpersignale hervorrufen, die nach einer Veränderung rufen wie Verschleimungen, Allergien oder Asthma. Die Natur stellt für jede Art von Lebewesen die optimale Nahrung bereit.
Wäre der Mensch ein Fleischfresser, so wäre er auch mit einem kräftigen, scharfen Gebiss zum Zerkleinern von Muskeln und Knochen, den zu deren Auflösung notwendigen Verdauungssäften und einem kurzen Fleischfresserdarm ausgestattet worden.
Tatsache ist, dass unser gesamter Verdauungsapparat für die Verdauung von Früchten eingerichtet ist.

Buchtipp:
Brigitte Rondholz: Urkost – besser essen – besser leben, Hans-Nietsch-Verlag, Emmendingen, 2011, 222 Seiten, 18,90 Euro


Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.