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Ausgabe Mai 2013
Sauer macht krank. Tipps von Hermann Straubinger für ein harmonisches Säure-Basen-Gleichgewicht des Körpers


Falsche Ernährung, zu wenig Bewegung oder Stress sind Gründe dafür, dass das Säure-Basen-Gleichgewicht des Körpers und damit die Voraussetzung für Gesundheit, Vitalität und Lebensfreude gestört ist. Die Zivilisationskrankheit Übersäuerung kann für die unterschiedlichsten Beschwerden verantwortlich sein. Die richtige Ernährung ist die erste und wichtigste Maßnahme, um einen gestörten Säure-Basen-Haushalt wieder ins Lot zu bringen. Darüber hinaus trägt ausreichend Bewegung dazu bei, Säureschlacken im Bindegewebe zu mobilisieren und wieder auszuscheiden. Der Gesundheitsexperte Hermann Straubinger zeigt in seinem neuen Buch, wie der Körper gezielt entsäuert werden kann und die Basen wieder die Oberhand gewinnen.

Chronische Krankheiten durch saure Schlacken
Unser Körper muss ständig Abbauprodukte wie Säuren und Gifte aus dem täglichen Stoffwechsel und aus der Umwelt ausscheiden. Das erledigen Darm, Nieren, Lunge und Haut. Sind die überlastet oder stehen zu wenige Mineralstoffe (Basen) zur Verfügung, werden die sauren Stoffwechselschlacken und Gifte zuerst im Bindegewebe abgelagert. Was wir dann als Krankheiten erleben, ist meist der Versuch unseres Körpers, diese Stoffe wieder loszuwerden. Wenn der Körper zu schwach ist, die Depots voll sind oder wir ihn an der Ausscheidung hindern, lagert er die Schlacken in immer tieferen Schichten ab, und es kommt zu chronischen Krankheiten.

Von Kopfschmerzen bis zum Herzinfarkt
„Krank durch Übersäuerung“ war noch vor nicht allzu langer Zeit eine Diagnose, die nur von Heilpraktikern oder alternativen Ärzten gestellt wurde. Inzwischen sehen dank exakter Messmethoden und einer Reihe von Studien auch immer mehr Schulmediziner darin die Ursache unterschiedlichster Krankheiten. Von Befindlichkeitsstörungen über Kopfschmerzen und Allergien bis hin zu Nierenleiden oder sogar Herzinfarkt reichen die Beschwerden. Dem modernen Lebensstil geschuldete Ernährungsgewohnheiten, die statt Gemüse, Kartoffeln und Vollkornsorten zu oft Fleisch, industriell veränderte Nahrungsmittel, Feinmehlgebäck und große Mengen von Zucker bevorzugen, sorgen dafür, dass unser Organismus mit zu viel Säuren überschwemmt wird. Und dass die natürliche Fähigkeit unseres Körpers, schädliche Säuren zu neutralisieren und auszuscheiden, mehr oder weniger erschöpft ist.

Der Mensch ist ein basisches Wesen
Dabei ist der Mensch biologisch gesehen eigentlich ein „basisches Wesen“, d. h. sein Blut, das alle Zellen des Organismus versorgt, hat einen pH-Wert zwischen 7,35 und 7,45 – schon geringe Abweichungen davon führen zu Störungen und sind mitunter tödlich. Alle Teile und Flüssigkeiten des Körpers haben einen bestimmten pH-Wert, der für ein gesundes Gleichgewicht untereinander sorgt. Dieses wird durch die Ernährung, Medikamente und Lebensgewohnheiten beeinflusst. Ist das komplexe Regelsystem des Körpers überfordert, führt dies zu Beschwerden und ernsthaften Erkrankungen. Zu den ersten Anzeichen einer Übersäuerung gehören z. B. Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel, Leistungsschwäche, Schlafstörungen oder Herzkreislaufstörungen.

Moderne Lebensgewohnheiten belasten den Körper
Etwas „schlägt uns auf den Magen“, wir sind buchstäblich „sauer“, wir müssen „etwas schlucken“ oder aber wir müssen schlechte Nachrichten erst einmal „verdauen“. Betroffen ist immer der Verdauungstrakt. Negative Gedanken, Ängste, Sorgen, Wut, Verzweiflung, Stress, aber natürlich auch Freude wirken sich sofort körperlich aus. Demgegenüber steht die Tatsache, dass das Essen selbst gar nicht mehr genossen werden kann, weil es entweder nur noch schnell und zwischendurch stattfindet oder eben als Belohnung oder Ersatzbefriedigung dient. Auch die Veränderungen in Lebensgewohnheiten und Nahrungsmittelproduktion tragen dazu bei, dass immer mehr Menschen unter gesundheitlichen Problemen leiden. Denn einseitige Ernährung führt nicht nur zu Mangelerscheinungen, weil zu wenig an lebenswichtigen Mineralstoffen aufgenommen wird, sondern ebenso, weil diese Stoffe bei der Verarbeitung industrieller Nahrungsmittel in unserem Körper zu stark verbraucht werden. Neben falscher Ernährung und mangelnder Bewegung gehören Stress und negative Gefühle wie Ärger, Neid oder Hass zu typischen Gründen für eine Störung unseres Säure-Basen-Haushaltes.

Obst und Gemüse für einen gesunden Säure-Basen-Haushalt
„Essen Sie viermal so viel Basenspender wie Säurebildner!“, lautet das Gegenrezept im Ratgeber „Übersäuerung“ von Hermann Straubinger. Das entspricht in etwa dem Säure-Basen-Verhältnis in einem gesunden Körper. Und wer sich nach diesem Mengenverhältnis ernährt, hat gute Chancen, seinen übersäuerten Körper wieder ins Lot zu bringen. Die meisten Menschen essen jedoch mehr Säurebilder wie Fleisch, Fastfood, Weißmehl, Zucker, Kaffee, kohlensäurehaltige Getränke und Alkohol. Basenbilder wie Obst und Gemüse schlagen nur mit etwa 20 % oder noch weniger zu Buche. Dabei hat gesunde Ernährung gar nichts mit Verzicht oder Körnernahrung zu tun. Vielmehr ist es ein Neuentdecken von unverfälschtem Geschmack. Denn nichts schmeckt natürlicher und liefert mehr und besser verwertbare lebenswichtige Substanzen für unseren Körper als Obst und Gemüse.

Neue Balance durch Entschlackung und Entgiftung
Hermann Straubingers neuer Ratgeber „Übersäuerung“ enthält hilfreiche Tipps zur gesunden Ernährung, ein Fastenprogramm zur Entschlackung und Entgiftung sowie fundierte und dabei leicht verständliche Ausführungen zur Entstehung von Säuren und die durch sie verursachten Krankheiten. Sehr hilfreich, um schädliche Lebensgewohnheiten zu überdenkenden und den Säure-Basen-Haushalt wieder in die Balance zu bringen.


Sieben Schritte zur basenreichen Ernährung
1. Weniger Alkohol: Seltener und weniger Alkohol trinken. Einfach mal nur ein Glas Wein zur Pasta.
2. Weniger Fett: Butter und Margarine nur sparsam verwenden. Bei Zimmertemperatur lassen sie sich dünner aufstreichen. Etwas abgekühlter Toast saugt weniger Butter. Unter Umstanden auf Frischkäse umsteigen. Bei der Zubereitung von Speisen möglichst wenig Bratfett. Frittiertes und Paniertes sind tabu.
3. Weniger Fertigprodukte: Die Inhaltsliste sagt alles. Wenn die Fette am Anfang stehen, Finger weg. Naturbelassene Lebensmittel sind fettarmer.
4. Weniger Süßigkeiten: Süßigkeiten bestehen aus Zucker und Fetten. Schokolade, Kuchen und Eiscreme landen direkt auf der Hüfte und überfluten den Körper mit Säure.
5. Weniger Wurst und Fleisch: Nur mageres Fleisch kaufen und sichtbare Fettränder entfernen. Bei Wurst lässt sich das billige Fett oftmals schwer erkennen. Auch in vielen Käsesorten stecken reichlich Fette. Camembert hat etwa 50-mal mehr Fett als ein Harzer Käse.
6. Mehr Obst, Gemüse, Salat und Vollkornprodukte: Besonders wertvoll, weil basisch, fettfrei und mit lebenswichtigen Vitalstoffen für Stoffwechsel und Verdauung.
7. Richtig trinken: „Vorbeugend trinken“, bevor man Durst verspürt. Über den Tag verteilt mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Bei hohen Temperaturen, körperlicher Anstrengung oder einer Basenkur braucht man mehr (3 bis 4 Liter).

Der Autor Hermann Straubinger (geb. 1956) war als Chefredakteur verschiedener Magazine tätig, bevor er sich als freier Journalist mit den Themenschwerpunkten Gesundheit, Fitness und alternative Heilmethoden selbstständig machte. Er ist erfolgreicher Autor, von ihm erschienen ist unter anderem „Schlank nach Wunsch mit Schüßler-Salzen“. Hermann Straubinger lebt in München.

Buch-Tipp:
Hermann Straubinger, Übersäuerung, Die besten Tipps für ein harmonisches Säure-Basen-Gleichgewicht Ihres Körpers, 254 S., 9,95 €, Mankau Verlag


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