aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe April 2013
Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2013. Pflanze1 - Löwenzahn

Beitragsreihe von Cornelia Titzmann, der Leiterin des IfP (Institut für Phytotherapie) in Berlin

Im Folgenden wollen wir Heilpflanzen vorstellen, die in unseren Breitengraden schon lange eine besondere Bedeutung haben: in der Anwendung als Heilmittel bei verschiedenen Beschwerden, auch als Lebensmittel, mit Tipps auch zur äußerlichen Anwendung, Pflanzen-Geheimnisse, die nicht in jedem Buch zu finden sind – ein kleiner Ausschnitt aus 25 Jahren Heilpraktikerpraxis

Der Klassiker unter den Phytotherapeutika (Pflanzen die zur Therapie eingesetzt werden) ! Seit Alters her eine „Frühjahrspflanze“, ein Mittel zur Blutreinigung, Begleitung in der Fastenzeit, eine Pflanze die die Lebensgeister weckt. Mit botanischem Namen heißt sie Taraxacum officinale darunter kann man die Wurzel und das Kraut in der Apotheke kaufen. Schon ihre volkstümlichen Namen wie Milchkraut oder Bettpisser weisen auf Besonderheiten hin. Zum einen ist sie eine milchsaftführende Pflanze, der weiße Saft tritt beim zerreißen aus dem Stängel, den Blättern und sogar der Wurzel aus und wurde zur Wundheilung und Desinfektion genutzt, zu anderen findet sie Anwendung bei Erkrankungen der Blase und Niere und bei Bettnässen. Heute wird sie offiziell als Leber- und Gallemittel geführt und zur Regulierung der Verdauung empfohlen. Sie schmeckt leicht bitter und enthält auch Pflanzenfarbstoffe, denen heute eine besondere Bedeutung beigemessen wird sowie Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.
Der Löwenzahn unterstützt bei Erkrankungen des Darmes wie Verstopfung, Blähungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten; wirkt lindernd bei Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Wasseransammlungen. Wir benutzen sie außerdem bei Kopfschmerzen, Krampfadern und rheumatischen Erkrankungen... das ist viel!
Das Besondere an ihm ist aber auch die Wirkung auf das Gemüt. Er wirkt stimmungsaufhellend, macht eindeutig Lust und gute Laune nach einem langen Winter und leitet den Frühling ein.

Anwendungstipps
Als Tee – Löwenzahnkraut und Wurzel ca. 1Teelöffel auf eine Tasse Wasser 10min ziehen lassen - wird gerne auch in Mischungen getrunken (nicht süßen!). Als „Honig “- Blüten im Frühjahr sammeln und mit Rohrzucker und wenig Wasser zu einem Dicksaft einkochen, abseihen - köstlich als Brotaufstrich. Als Frischpresssaft – 2-3Eßlöffel täglich in Wasser, Buttermilch oder in die Gemüsesuppe. Als Leberwickel: während des Fastens einen Breiumschlag aus der frischen Pflanze oder einen mit Tee getränkten Wickel auf die Lebergegend legen (1xtägl. eine Stunde bevorzugt abends, warm).


Mehr über die therapeutischen Anwendungen erfahren Sie über das IfP – Institut für Phytotherapie, www.heilen-mit-pflanzen.de


Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.