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Ausgabe April 2013
Yoga und Atmung. Pranayama und Meditation in der Yogapraxis. Von Ananda Leone und Detlev Alexander


Die Atmung ist ein faszinierender Bereich des Yoga und des Lebens, der sehr oft vernachlässigt wird, bei dem die Effekte nicht so deutlich und spektakulär sind wie bei den Asanas, wo Dehnungen und Kraft schnellere Auswirkungen haben. Die Arbeit mit der Atmung ist viel subtiler und verlangt mehr Geduld und Aufmerksamkeit, gerade darin besteht die Schönheit aller Pranayamas, die Empfindungen zu entfalten, sie auch in den Alltag zu integrieren.
Atmen muss jeder, vom Baby bis zum Greis, überall; zu Hause, auf der Straße, im Kino, im Büro – in jeder Situation; beim Kochen, beim Autofahren, bei der Geburt, bei der Meditation, beim Küssen! Atmen kannst du überall üben, egal, wo du bist, wie alt du bist und wie du bist, du kannst jede Situation nutzen, um Pranayamas zu üben.
Du brauchst weder einen besonderen Platz, noch eine bestimmte Zeit.
In der Yogapraxis geht es darum, die Atmung zu vertiefen und zu verlangsamen. Der Körper kann leichter und besser Sauerstoff aufnehmen. Er ist für uns der Hauptenergielieferant, der durch Oxidation (Verbrennung) von Kohlenhydraten Energie in Form von Wärme entstehhen lässt. Sauerstoff spielt eine große Rolle bei den chemischen und elektrischen Verbindungen der Nervenzellen (Synapsen). Auch ist er ein wichtiger Bestandteil des Zellstoffwechsels (Metabolismus), zur Produktion der Hormone in den Drüsen, für die Arbeit der Muskulatur, für die Abwehrkraft (besonders zur Produktion der weißen Blutkörperchen), für das Gehirn (als Hauptnahrung des Gehirns), und kann als Therapie gegen Krebs und Tinnitus angesetzt werden. Sauerstoff dient als Grundstoff für das Leben auf der Erde und für uns Yogis für die Aufnahme von Prana (Lebensenergie).

Was hat Yoga mit Meditation zu tun?
Yoga ist Meditation. Eine Praxis im Moment, um präsent zu sein und wahrzunehmen, wann wir unsere Präsenz verlieren und wieder zurückbekommen.

Warum ist Meditation wichtig?
Wir identifizieren uns mit unseren Gedanken und Gefühlen, die unreflektiert und verhaftet sind, und handeln danach. Das ist das Problem. Wir haben Gedanken und Gefühle und glauben, dass sie real sind und die Realität darstellen. Es ist lebensnotwendig, die Welt braucht das mehr und mehr. Wir brauchen Menschen, die mutig sind und das Vertrauen in sich selbst haben, so dass sie mit dieser Klarheit und Wärme in die Welt treten können.
Der Autor Ananda Leone praktiziert Yoga mit Freude und Genuss seit über 30 Jahren. Fester Bestandteil Shiva Shakti Yogaunterrichts ist die Betonung und Synchronisierung der Atmung mit den Asanas sowie Pranayama Übungen zum Ausklang der Stunde. Seit Januar 2012 ist er Mitinhaber des Yoga Sky Berlin.
Detlev Alexander unterrichtet Vinyasa Yoga und Yin Yoga. Der Atem ist in seiner Yogapraxis konstanter Punkt der Achtsamkeit. Seine Meditationen stehen in der Tradition des Shambala-Buddhismus.



www.yoga-sky.de


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