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Ausgabe Mai 2003
Gesänge für den Frieden - Gesänge für Tibet - Deva Premal and Miten in Concert

Deva Premal und Miten kommen auf eine Einladung der Tibet Initiative Deutschland zu einem Benefizkonzert nach Berlin.

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Anläßlich des Kirchentages kommt auch der Premierminister der tibetischen Regierung im Exil, Prof. Samdhong Rinpoche, in unsere Stadt. Kathie Epprecht informiert über die Bemühungen für Tibet.

Seit der Besetzung von Tibet vor mehr als 50 Jahren, besonders aber nach dem blutig niedergeschlagenen Volksaufstand von 1959, flohen Tausende von Tibetern aus ihrem Land ins Exil. Doch die Hoffnung auf ein freies Tibet blieb ungebrochen. In Dharamsala in Indien, wo der indische Staat den Tibetern Land und Gebäude zur Verfügung stellte, hat sich eine Tibetergemeinde gebildet. Dort im Exil wird gerade ein demokratisches Regierungssystem geschaffen. Diese provisorische Verfassung soll dem tibetischen Volk neue Vorstellungen und Hoffnungen geben, wie Tibet nach Erlangen seiner Unabhängigkeit regiert werden soll. Denn nur ein demokratisches System vermag einem Volk die Möglichkeit der Entfaltung seiner Kultur und Religion zu sichern. Auf dieser Einsicht basieren die konsequenten Bemühungen des Dalai Lama um Demokratisierung und Dialog.

Seit 1991 wird nun die Exilcharta außerhalb Tibets von Exiltibetern v.a. in Indien praktiziert. Und so wurde 2001 zum ersten Mal der Premierminister der tibetischen Regierung im Exil, Prof. Samdhong Rinpoche, von den Tibetern im Exil weltweit demokratisch gewählt.
Seit Jahren bemüht sich der Dalai Lama und die tibetische Regierung im Exil um einen Dialog mit China. Am 9. September 2002 gab es zum ersten Mal seit 1993 wieder einen offiziellen Kontakt zwischen der tibetischen Regierung im Exil und der chinesischen Regierung. Vier Gesandte des Dalai Lama wurden in Peking von Vertretern des Außenministeriums empfangen und reisten anschließend nach Lhasa weiter. Sollte sich hier tatsächlich ein Wandel in der Haltung Chinas und Bereitschaft zu einem echten Dialog anbahnen?


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