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Ausgabe Dezember 2012
Spiritualität im Alltag. Von Christine Märtens


Die U-Bahn hat Verspätung, das Auto ist in der Werkstatt, das Handy liegt zu Hause, zu allem Stress ist auch noch eine Zahnkrone rausgefallen - es ist alles gerade echt ätzend... Und dann ist da Emma, meine Hündin. Emmas Begrüßungsfreude ist unmittelbar und absolut authentisch. Sie negiert jegliches Genervtsein und plötzlich schmilzt alle schlechte Laune dahin.
So schnell kann sich die Welt ändern – oder vielmehr meine Sicht auf die Welt. Auf einmal erkenne ich, dass ich durch die Verspätung noch meine Freundin zufällig getroffen habe und dass eine schwelende Entzündung, die durch die Zahnkrone verdeckt war, erkannt werden konnte – und alles hatte plötzlich seinen Sinn.
Wie oft geben wir äußeren Umständen die Macht, uns die Laune zu verderben. Häufig beeinflussen missliche Umstände unsere Stimmung. Sind wir erstmal in diesem „schlechte-Laune-Kreislauf“ gefangen, dann ist es gar nicht so einfach, den Blick wieder auf das Schöne und Gute zu richten. Aber diesen „Blickwechsel“ können wir üben. Wir können solche Erfahrungen nutzen und unsere Verhaltensweisen, Gefühle und Reaktionen darauf beobachten. Dies schafft inneren Abstand – und hilft uns aus stereotypen Reaktionen auszusteigen. Wir entscheiden bewusst – und werden nicht zu Opfern der Umstände.
Hierzu eine kleine Meditationsübung, die dir hilft den Blickwinkel zu verändern:

Lass deine Atmung sanft in dein Herz fließen und erlaube dir ein Gefühl von Wohlwollen und Freundlichkeit dir selbst gegenüber. Lass dein Herz weit werden und lade deine geistige Instanz der Heilung (wer oder was immer es für dich ist) ein, mit dir zusammen das Problem wahrzunehmen.
Fühle den Raum, der dadurch in dir entsteht. Lass ihn noch weiter werden – über deine Körpergrenzen hinweg – werde ganz weit. Von dieser Perspektive der Weite nimm nun das Problem wahr. Schau es mit den Augen deines Herzens an .Wie reagierst du? Was für eine Antwort hast du jetzt auf die Situation? Höre auf deine innere Stimme – was sagt sie dir? Kommt dir die Situation bekannt vor ? Was gilt es zu lernen?
Atme nun 3x tief und visualisiere und fühle die für dich optimale Lösung. Bleibe für einige Minuten in deinem inneren weiten Raum und lausche auf die Impulse deines Herzens. Übergebe dann das Wahrgenomme deiner geistigen Instanz der Heilung mit 3 tiefen Atemzügen und erlaube eine heilsame Lösung für alle.
Zum Abschluss bedanke dich bei dir selbst und deiner geistigen Instanz der Heilung. Lass den Atem wieder tiefer werden und komme bewusst in deinem Körper an.


Die Autorin Christine Märtens arbeitet in eigener Praxis mit den Schwerpunkten Psychosomatik und spirituelle Persönlichkeitsentwicklung. Ihre Methoden sind Akupunktur, Aufstellungsarbeit und Massagen nach Dorn/Breuß und Marquardt.
Mehr Infos unter www.chmaertens.de



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