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Ausgabe November 2012
Lichtzentrum - Willkommen zu Hause. Die Lichtzentrumsleiterin Saganja Derißen im Gespräch über Lichtzentren und Lichtarbeiter.


Haidrun Schäfer: Was sind Lichtzentren?
Saganja: Lichtzentren sind Orte des Rückzugs, des Friedens, der Geborgenheit, der Energie und des Lichtes. Lichtzentren sind Plätze, die wir aufsuchen, um zur Ruhe zu kommen, um im Frieden zu sein und um uns wieder auf uns selbst und auf das Wesentliche in unserem Leben zu besinnen. Hier wird unser Hunger nach dem geistig-seelischen „Wofür?“ gestillt und Spiritualität selbstverständlich gelebt. Sie bieten Hilfe, damit wir im Alltag nicht vom Wege abkommen und uns verirren oder, wenn wir schon in die Irre gegangen sind, können sie helfen, den Weg zurück zum Eigentlichen zu finden. In dieser Atmosphäre können wir unseren eigenen Zugang zum Licht wieder bewusster spüren, können lernen, diese Kraftquelle in uns für uns selbst und andere zu nutzen. Eigentlich sollte auf jeder Tür eines Lichtzentrums stehen: Willkommen zu Hause! In einem Lichtzentrum ist jeder Mensch willkommen – unabhängig von Religion oder sonstigem Status. Wenn ich es auf den Punkt bringen muss, ist ein Lichtzentrum ein Ort, wo Menschen Hilfe und Unterstützung finden.

Und was ist Lichtarbeit?
Alles ist Lichtarbeit: jedes Wort, jeder Gedanke, jede Handlung. Und auch jedes Wesen ist ein Lichtarbeiter, ob bewusst oder unbewusst: Die Kassiererin, die ihren Kunden ein nettes Wort gönnt oder der Mann, der in der U-Bahn einer schwangeren Frau seinen Platz anbietet. Aber auch die Kinder, die ihre alten Eltern versorgen, betreuen oder aufnehmen. Der Fokus richtet sich nicht mehr nur auf das Ego. Lichtarbeiter vergrößern ihren Blickwinkel. Sie lösen sich aus der eingeschränkten menschlichen Sicht. Es gibt verschiedene Abstufungen von Erkenntnisebenen. Die einfachste ist: Das, was du mir tust, das tue ich dir auch – wie es in manchen gesellschaftlichen Ebenen praktiziert wird. Die nächste Möglichkeit ist die Spiegelebene: Jede Begegnung im außen spiegelt mir Aspekte meiner Ausstrahlung. Dazu passt das Sprichwort: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.“ Habe ich also ein unfreundliches Umfeld, so bin ich aufgefordert, bei mir selber zu schauen, was bei mir befriedet und geliebt werden darf und weshalb ich einem anderen die Erlaubnis gebe, mich schlecht zu behandeln. Ist dieser Aspekt geheilt, so kann sich auch das Umfeld verändern. Die dritte Ebene ist die des Gleichmutes: Jeder Situation mit dem gleichen Mut bzw. der gleichen Schwingung gegenüberzustehen – unberührt von Lob und Tadel und in der Erkenntnis, dass alles göttlich ist.

Wie bist du persönlich zur Lichtarbeit gekommen?
Früher war ich logisch, analytisch und kaufmännisch unterwegs, hatte aber mit 30 Jahren den Impuls: Wenn nicht in dieser Inkarnation, dann in der nächsten – ohne zu wissen, was Inkarnation eigentlich ist. Dann gab es die Situationen, dass ich nachts wach wurde, um meinen Mann zu wecken, weil ich wusste, dass gleich das Telefon klingeln wird, weil er Bereitschaftsdienst hatte. Jahre nach der Trennung von meinem Mann spürte ich, dass er im Gefängnis saß. Spürte jede seiner Emotionen. Damals war er ein Geschäftsmann und es gab keinen Anlass zu solch einer Annahme. Tatsache war, dass er das Wochenende unverschuldet im Gefängnis verbracht hatte. Daraufhin bin ich zu einem Wahrsager gegangen, habe ihm das alles erzählt und er schlug sich auf die Schenkel und rief: „Das ist eine Gabe. Verdienen Sie damit Ihr Geld!“ Das war 1995. Leider kannte ich niemanden, der mich schulen konnte. Erst Jahre später lernte ich einen Mann kennen, der energetisches Feng Shui praktizierte und mich zu einem Lichtzentrum nach Düsseldorf schickte und dort hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl: Ich komme nach Hause.

Wie arbeitet ein Lichtarbeiter?
Die Basis der Lichtarbeiter ist die Liebe. Lichtarbeiter arbeiten aus dem Herzen heraus mit Liebe und in der Liebe: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ – eines der wichtigsten Zitate aus der Bibel. Auf der irdischen Ebene gelten Menschen, die sich zuerst um sich selbst kümmern als Egoisten. „Du kannst doch nicht immer nur an dich selbst denken – du musst erst an andere denken.“ Dieses Verhalten verursacht mangelnde Selbstliebe. Liebe ich mich aber nicht, so kann ich auch meinen Nächsten nicht lieben. Auf der energetischen Ebene ist es wichtig, dass du zuerst dich selbst liebst und durch diese Liebe dein Umfeld nährst. Das ist wie bei der Mutter im Flugzeug während eines Notfalls: Da ist es wichtig, dass sie sich zuerst mit der Sauerstoffmaske versorgen muss, bevor sie sich um ihre Kinder kümmern darf.

Merci et bonne chance!




Saganja Derißen, Heilpraktikerin und spirituelle Lehrerin, Leiterin der Naturheilpraxis Saganja und Saganja Lichtzentrum Berlin


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