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Ausgabe November 2012
Weltenseele. Auf der Suche nach einem Weg zur Erfahrung der Ganzheit - von Daniel Atreyu



Wenn wir lernen, die Energien, die unser Leben beeinflussen zu meistern, können wir uns der Einheit Schritt für Schritt bewusster werden. Unser Lebensgefühl wird ganzheitlicher, wenn wir die Wirkungsweise der Projektion erkennen und damit verbundene Gefühle annehmen und heilen. Ein weiterer Grundpfeiler, auf dem Weg in die individuelle Freiheit, ist die Fähigkeit loszulassen, es „Sein“- zu lassen. Haben wir Bewusstsein für diese Aspekte und die Liebe im Herzen, können wir uns unserer göttlichen Essenz mit jedem Atemzug näher kommen.
Tief im Herzen unseres Herzens wünschen wir uns nichts sehnlicher, als wieder Eins zu Sein, mit der Quelle allen Seins.
Jenem Urmeer, aus dem wir einst geboren wurden als Seele mit ihrer ureigenen Aufgabe, Seelenqualität und dem entsprechenden Seelennamen, der die Schwingung unserer Essenz trägt. Trauer, Wertung, Angst, Gewalt, Hass und Kriege sind Ausdruck der Trennung, jener biblische Moment, an dem wir aus dem Paradies verstoßen wurden. Indigene Völker wissen, dass wir niemals aus dem Paradies verstoßen wurden. Der Mensch ist Hüter der Erde, hat jedoch seine Schöpferkraft missbraucht und sich so Stück für Stück ein globales Nichtparadies erschaffen.
Schenken wir den Aussagen indischer Meister Glauben, befinden wir uns bereits in dem Zustand, den wir uns so ersehnen. Wir müssen nur alles loslassen, was wir zu glauben meinen, denn nur die Illusion „Maya“ hält uns davon ab, die Vollkommenheit unseres Da-Seins zu erkennen. Aber wenn es so einfach ist, warum fällt es uns dann so schwer, den geistigen Zustand der Einheit zu erfahren? Wie ein Fisch, der im Wasser schwimmt und Durst hat, leben wir in der Einheit und sehnen uns dennoch mit jeder Zelle nach ihr.
Die Tsalagi-Indianer (Cherokee) wissen, dass der Mensch von der Kraft des reinen Geistes durchströmt wird. Doch haben wir die Leitkraft von Körper und Geist, durch Gedanken, Emotionen und industrielle Nahrung so blockiert, dass uns das Potential der Engelsgleichheit in so weiter Ferne erscheint.
Körper und Geist brauchen eine Schulung und Vorbereitung, damit sie die reine Kraft des großen Geistes leiten und harmonisch integrieren können.
Die spirituellen Lehren wissen, dass der Körper eine Vorbereitung braucht, bevor die erleuchtende Energie aufsteigt, sich ihrer selbst bewusst wird, ansonsten kann es im Körper-Geist Gefüge zu radikalen Folgeerscheinungen, wie Nervenschäden bis hin zu Geisteskrankheiten führen.

Der Tanz der Weltenseele - Weltenseelenyoga
Das Leben erfährt sich selbst! Auf unserem Planeten durch den Ausdruck der dualen Kräfte der Polarität. Bei den Kelten waren der Hirsch (das solare männliche Prinzip) und das Reh (Symbol für die dreifache Göttin) archetypische Kräfte, die es galt, im Inneren des Menschen in Ausgleich zu bringen. Der Schamane bedient sich dabei der Kunst des Energiekanalisierens, um die Energie der jeweiligen Kraft mit seinem Körper und Energiesystem zu verbinden und sie dadurch auszugleichen.
Beim „Weltenseelen-Yoga“ wird über einen langsamen, bewussten Tanz der beiden Schöpfungskräfte Ying und Yang das Wissen über die Einheit in uns aktiviert.
Der atmende Körper spürt ganz automatisch welche Bewegung er machen möchte. Dazu braucht er keinen vorgegebenen Ablauf von Bewegungen. Wir machen uns einfach das Wissen des Körpers zu nutze!
Das anfängliche Verbinden mit den Archetypen Hirsch und Reh führt zunehmend dazu, sich ihrer bewusst zu werden und sich in dem Gefühl der Verbundenheit zu bewegen und sich gewahr zu werden, dass diese beiden Kräfte immer da sind - da sie die Welt bilden, wie wir sie kennen. Durch dieses Gewahrsein gelangen wir zum zweiten Schritt, der Form des heiligen Kreises, in dem der „Tänzer“ sich von der Weltenseele, auch All-Seele genannt, tanzen lässt.

Projektion – das wahre Gegenüber sehen
Wenn wir schon in der Einheit leben, dann hat alles, was uns „betrifft“ und vor allem „berührt“ mit uns zu tun. Es gibt kein Innen und Außen, alles ist eins und jeder bekommt genau das, was er sich bewusst und unbewusst einlädt. Das macht uns wohl in der westlichen Zivilisation am meisten zu schaffen. Gelernt, unsere Schattenanteile (Ignoranz, sich gehen lassen, Hass, Angst...) systematisch zu unterdrücken, tendieren wir dazu, sie ins Außen zu projizieren, auf andere Menschen.
Ist dir schon mal aufgefallen, dass an einem Tag, an dem du total glücklich bist, auffällig viele Menschen zufrieden wirken?
An Tagen dagegen, wo man früh morgens schon gar nicht aus dem Bett will, kommen einem total viele Menschen eher „schräg“. Ist es nicht faszinierend und trügerisch zugleich, die Welt der Projektion?
Meiner Meinung nach haben wir alle Emotionen aus dem Pool der emotionalen Möglichkeiten in uns, zumindest als Samen angelegt. Jeder Mensch identifiziert sich bewusst und unbewusst eben stärker mit der einen oder anderen Rolle. Durch diese Identifikation hat er oder sie dann die Möglichkeit Resonanzpunkte in uns zu berühren, aber eben nur, wenn wir diese „Rolle“ anerkennen und uns mit einem Teil davon identifizieren.
Eine Möglichkeit, die Menschen so zu sehen, wie sie sind, ohne die Brille der Konditionierung, ist es, ganz bewusst den Satz: „Ich nehme alle meinen Projektionen zu mir zurück!“ laut oder im Geist, mehrmals zu sprechen. Schau einfach was passiert, wie sich deine Welt ändert!

Ich bin nicht der Schatten
„Du bist ein Gott unter Göttern!“ - wie ich diesen Spruch liebe. Doch auch wenn wir im geistigen Schöpfungsraum als Licht gedacht und geschaffen sind, haben sich über die Geschichte diese Lebens und vergangener Leben Schattenanteile (unbewusste Muster) in uns gebildet. Diese Anteile wollen angeschaut und angenommen werden. Es gilt daraus zu lernen, da es im Leben ja um „Ent“-Wicklung geht. Wenn die Gefühle zugelassen sind, Trauer, Scham, Schuld oder Stolz gefühlt sind, kann man sich dem Thema Loslassen widmen.
Die Geschenke des Schattens sind lichtvoll und heilsam, da der Schatten im Grunde seines Seins aus Licht besteht. Licht, das soweit in die Materie vorgedrungen ist, dass es fast zum Stillstand gekommen ist (blockierte Energie).
Das heißt, der Schatten ist noch Teil unseres Lebens und doch ist er nicht Teil von UNS, dem wahren Selbst. Er ist sozusagen eine Lerneinrichtung auf dem Weg ins Licht.

Loslassen – die göttliche Essenz
Wenn wir bewusst in unseren Körper spüren, gibt es dort einen Punkt, jenen göttlichen Punkt, der von allem Äußeren unberührt ist. Ich nehme diesen Punkt als leuchtende Sonne in meinem Solarplexus wahr, das kann bei dir aber anders sein. Lass dich von deinem Körper einfach an die entsprechende Stelle führen. Können wir uns diesen Punkt bewusst machen, ihn spüren und unsere Wahrnehmung dafür sensibilisieren, fällt es uns immer leichter wahrzunehmen, mit was wir uns „schon wieder“ identifizieren. Jede Identifizierung leitet uns von der Essenz unseres wahren Selbstes weg.
Lernen wir uns diesem göttlichen Punkt bewusst zu sein und das, was anhaftet, loszulassen, können wir in ein freieres Da-Sein eintauchen. Die heilige Geometrie und das Wissen um die Flamme der Transformation können dich bei der Schulung des Loslassens untersützten.

Der Autor Daniel Atreyu bietet Schamanische Heilbegleitungen, regelmäßige Meditationen, Veranstaltungen und Schamanische Ausbildungen an.
weitere Infos auf www.schamanische-heilbegleitung.de


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