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Ausgabe September 2012
„Meine Religion ist die Liebe.“ über die spirituelle Meisterin Amma

Ihre Liebe gibt sie in der einfachen Geste einer Umarmung - die spirituelle Meisterin Amma kommt im Oktober dieses Jahres nach Berlin. Cynthia Osammor stellt sie uns vor.

Über die Liebe gibt es ganze Forschungsansätze. Ideen, Theorien und wissenschaftliche Disziplinen versuchen, die Liebe geistig zu verorten. Doch wie steht es mit der Liebe zu sich selbst? Warum brauchen wir einen anderen, um das eigene Innenleben wertzuschätzen?
Im alten Indien waren es nicht nur Patienten, die Heiler aufsuchten. Die Veden, die klassischen Weisheitsschriften Indiens, beschreiben das Aufsuchen eines Meisters als alltägliches Bestimmungsmerkmal einer Bevölkerung.
Auch heute noch gibt es viele spirituelle Meister der indischen, aber auch europäischen Tradition, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Liebe direkt und unmittelbar an den Schüler weiterzugeben. Wie Mutter Natur selbst erwartet der Meister nichts, sondern gibt. Dieses Geben der Liebe liegt in der besonderen Begegnung zwischen einem Schüler und einem Meister. Diese unmittelbar sanfte Berührung spiegelt sich bereits in der simpelsten Geste des Meisters. Die klassische Schüler-Meister-Beziehung lehrte die Liebe, sie lehrte dem Schüler, die bedingungslose Liebe in Anwesenheit des Meisters zu erfahren.
Traditionell übermittelt der Meister die Liebe in der Form des Darshan, die sich in verschiedenen Formen äußern kann. Blicke, Worte und Mudras (Handgesten) stellen solche Formen dar. Selten erwägen Meister körperliche Berührungen. Deswegen ist die südindische Meisterin Mata Amritananadamayi (Mutter der unsterblichen Glückseligkeit) für ihre unzähligen Umarmungen berühmt geworden. In jungen Jahren bereits musste Amma (Mutter) aus Kerala Notleidende umarmen. Damals war es ein revolutionärer Akt für indische Frauen Männer zu berühren, geschweige denn sie in den Arm zu nehmen. Aber die „Liebe kann man nicht stoppen“, so sprach Amma stets.
Amma wurde im Januar 2010 von der 69. Inkarnation des Shankaracharya Ordens in ihrem Ashram (Kloster) in Kerala, Südindien besucht. „Sie ist ein Mahatma, eine große Seele“, so sprach Jayendra Saraswati Swami of Kanchi über sie. „Gütig führt sie ihre Schüler entlang des Pfades der Hingabe.“
Amma fühlte sich in ihren jungen Jahren berufen, der Menschheit zu helfen. „Es tat mir extrem weh, die Menschen leiden zu sehen. Ich konnte es nicht aushalten. Ich wollte mich umbringen, indem ich ins Feuer sprang.“ Sie sprühte über vor Liebe und äußerte diese erstmals in ihrer Umarmung eines klagenden Einwohners in Vallikavu, dem Dorf, in dem sie aufwuchs. In God’s own country, wie die Inder ihre südwestliche Spitze Kerala nennen, wurde Amma als Sudhamani (Juwel) geboren und seither hat sie mit ihrer Liebe unzählige Menschen begeistert.
„Meine Religion ist die Liebe“, antwortet sie, wenn sie nach ihrer Religionszugehörigkeit gefragt wird. Ihre Liebe drückt sich aus in der einfachen Geste einer Umarmung. Und ihr Elternhaus ist heute zu einer spirituellen Stätte für viele Sucher geworden.


weitere Infos auf www.amma.de


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