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Ausgabe April 2012
Die spirituelle CD von Jocelyn B. Smith"Remember my name"

Die filigrane Vielschichtigkeit unserer Welt ist ein wahres Wunderwerk. Ein Hilfsmittel, um mit den sphärischen Dimensionen in Kontakt zu kommen, ist die Musik. Die Jazzmusikerin Jocelyn B. Smith experimentierte in den letzten Jahren immer öfter mit mysti

Haidrun Schäfer: Sie sind seit 30 Jahren im Jazzgeschäft sehr erfolgreich tätig. In den letzten Jahren haben Sie sich mit Themen beschäftigt, die man als spirituell bezeichnet. Wie kam es dazu?
Jocelyn B. Smith: Es war mein Lehrer Professor Hurtak, der mir den entscheidenden Impuls gab. Ich kenne ihn seit vielen Jahren und bei ihm habe ich seine Lehre über die "Schlüssel des Enoch" studiert. Hier handelt es sich um paraphysische Texte, die auf einer höheren Bewusstseinserfahrung von Professor Hurtak basieren. Er ist von Hause aus Theologe und Archäologe und verfügt über ein enormes Wissen, das er weltweit an interessierte Menschen weitergibt. Seine Seminare sind immer eine aufregende Mischung mit Teilnehmern aus aller Welt, bei denen fast alle Religionen vertreten sind. Es ist eine ausgesprochen schöne Art, miteinander zu studieren. Eines Tages gab er mir den Auftrag, Musik für einige der 72 heiligen Namen zu kreieren. Diese heiligen Namen existieren auf Aramäisch, Hebräisch und Griechisch. Die Aufgabe für mich bestand darin herauszufinden, welche Resonanz welcher Name hervorruft und das dann musikalisch umzusetzen. Es war eine sehr schöne Arbeit, bei der Professor Hurtak mich immer wieder darauf hinwies, dass es weniger die erdigen Jazz-Elemente sind, die gebraucht werden, sondern dass das Ziel ein Kontakt zu den göttlichen Dimensionen ist. Es ging um die Balance von geerdeter Kundalini-Energie mit sphärischen Ebenen.

Wofür stehen diese heiligen Namen?
Die Namen, die Professor Hurtak ausgewählt hat, beihalten Themen wie Heilung, Weisheit oder unbegrenzte Liebe. Es sind Namen aus den Heiligen Schriften. Es waren immerhin so viele, dass wir zwei CDs komponiert haben: "Remember my name I" und "Remember my name II". Mein Kollege Volker Schlott und ich haben versucht, eine Meditations-Musik zu produzieren, die farbenfroh daher kommt und sowohl klassische Instrumente, digitale Sounds als auch Jazz-Elemente einbezieht und dabei eine Ebene öffnet, die wir über unseren Verstand oder unsere verbale Kommunikationsfähigkeit nicht erreichen können.

Jazz und spirituelle Themen - ist das nicht ein Widerspruch?
Am Anfang kam ich in der Tat mit dieser Entscheidung, mich spirituellen Themen zu öffnen und sie musikalisch umzusetzen, in einen Zwiespalt: Einerseits steht mein Name für anspruchsvollen Jazz - und nun nutze ich ihn für experimentelle Kompositionen, um heilige Weisheiten, die schriftlich überliefert sind, in musikalische Formen zu transformieren. Vielleicht ein Projekt, das nicht jeder gut findet. Irgendwann gab es dafür eine ganz praktische Lösung: Jocelyn blieb die Jazzmusikerin und für die neue Richtung brauchte es einfach einen neuen Namen: IMMA. Imma bedeutet Mutter auf hebräisch. Damit habe ich noch mehr meinen Fokus auf die feminine, mütterlich-nährende Seite gerichtet. Die ist mir nicht unbekannt, denn vor einigen Jahren arbeitete ich mit Kuan Yin, der Mutter der östlichen Religionen. Sie ist die weibliche Form des Buddhas. Es gibt also Jocelyn für die kommerzielle Arbeit und Imma für spirituelle Kompositionen.

Es gab sicher eine Vorgeschichte, bevor Sie mystische Themen in Ihr Musikrepertoire aufnahmen?
Oh ja! Seit gut 25 Jahren studiere ich die unterschiedlichsten Weisheitssysteme. Ich habe mich sowohl mit dem "Kurs in Wundern" als auch mit religiösen Themen beschäftigt und besonders mit den David-Psalmen in Zusammenarbeit mit Prof. Hurtak. Im Februar 2012 startete der 3-D-Kinderfilm "Kleiner starker Panda" in den Kinos. Der Film erzählt unter anderem davon, dass die Eltern der Pandas von einer höheren Ebene aus beschließen, dass der kleine Manschu geboren wird. In dem Moment seiner Geburt erscheint ein goldenes Licht und der Psalm Davids erklingt "Where can I go from your spirit". Das ist für mich die absolute Harmonie: Ein Kinderfilm mit dem Psalm von David.

Was fasziniert Sie an der Beschäftigung mit spirituellen Themen?
Die Möglichkeiten, das Leben aktiv zu gestalten und sogar sogenannte Gottgegebenheiten wie die DNS zu beeinflussen. Buddha hat gelehrt, dass das größte menschliche Missverständnis darauf beruht, dass wir glauben, nur Materie zu sein. In dem Moment, wo ich mit musikalischen Frequenzen arbeitete, komme ich schnell an den Punkt, nicht mehr abhängig von diesem materiellen Gedankengang zu sein. Meine Noten sind physisch, aber meine Impulse werden auf einer ganz anderen Ebene geboren. Musik ist ein Werkzeug, um Blickwinkel zu ändern. Es geht darum, die Dualität wahrzunehmen, aber gleichzeitig auch unbewusste Mechanismen zu lösen. Wir können unsere DNS nicht verändern, wenn wir unsere Hausaufgaben nicht gemacht haben. Diese Arbeit kann ich mit den musikalischen Frequenzen ermöglichen. Und das war die entscheidende Entdeckung für mich, nachdem ich mich mit den heiligen Namen beschäftigt hatte. Wenn man zielgerichtet singt, sind die Frequenzen im Bewusstsein auch später noch da. Wir sind nicht nur Materie, wir haben außerdem unsere Lichtkörper und dann haben wir das energetische Feld. Gesang ist ein kraftvolles Werkzeug, um das spirituelle Bewusstsein zu erweitern. Das versuche ich auch in meinen Workshops zu vermitteln.

Gibt es dafür in irgendeiner Form "Beweise" für unseren Verstand?
Günter Haffelder hat die Wirkung der heiligen Namen auf das Gehirn untersucht. Er ist Leiter des Institutes für Kommunikation und Gehirnforschung in Stuttgart und hat mit EEG-spectralanalytischen Messungen bewiesen, dass sich die Gesänge der heiligen Namen positiv beruhigend auf den Organismus auswirken. Durch die EEG-spectralanalytische Messmethode verfügt das Institut über ein sehr differenziertes Diagnoseinstrument zum Erfassen von Gefühlen, Wahrnehmungen, Blockaden und internen Verarbeitungsprozessen von äußeren Reizen und Einflüssen.

Darf ich in eine CD reinhören?
Gerne!

Es ist eine Musik, die unmittelbar das Herz berührt. Ich kann gar nicht sagen, warum, aber bei manchen Liedern standen mir Tränen der Rührung in den Augen. Diese Musik ist wirklich ein Geschenk. Ich danke Ihnen und wünsche Ihnen auch als IMMA großen Erfolg!

Hörtipp
Jocelyn B. Smith and Volker Schlott: Remember my name I und II,
Blondell Productions 2011, CD 20 Euro,
zu beziehen über www.Jocelyn.de


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